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Neueste Beiträge

1 Beitrag in den letzten 7 Tagen24.09.2026
Praxis18. Sept. 2026CH

FFHS führt obligatorischen KI-Kurs für neue Bachelorstudierende ein

Die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) macht ab dem Herbstsemester 2026 einen KI-Kurs für alle neu eintretenden Bachelorstudierenden obligatorisch. Der Kurs soll vermitteln, wie sich künstliche Intelligenz beim Recherchieren, beim wissenschaftlichen Schreiben, beim Programmieren und in der Prüfungsvorbereitung sinnvoll, kritisch und im Rahmen der wissenschaftlichen Integrität einsetzen lässt. Die Studierenden lernen dabei auch, KI-generierte Inhalte zu bewerten und eigene Anwendungsfälle zu entwickeln, von denen ausgewählte als Best Practices unter den Studierenden geteilt werden.

Bildungspolitik11. Sept. 2026EU

Deutschland: Expertenkommission empfiehlt «KI-Seepferdchen» und Medienbildung im Lehramt

Die vom deutschen Bundesfamilienministerium eingesetzte unabhängige Expertenkommission «Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt» hat am 11. September 2026 in Berlin ihren Abschlussbericht vorgelegt und damit ihre rund einjährige Arbeit beendet. Der Bericht bündelt 56 evidenzbasierte Handlungsempfehlungen entlang der vier Themenfelder Sicherheit im digitalen Raum, gesundheitliche Folgen der Mediennutzung, Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz und Stärkung der Medienkompetenz. Für Schulen empfiehlt die Kommission unter anderem ein «KI-Seepferdchen», das bereits Grundschulkindern ein Grundverständnis für Chancen und Risiken von KI vermitteln soll, verbindliche Medienbildung im Lehramtsstudium sowie mindestens eine medienpädagogisch qualifizierte Ansprechperson pro Schule.

UNESCO-Ministertreffen zu KI: gemeinsame Bildungserklärung in Paris
Bild: UNESCO
Bildungspolitik4. Sept. 2026Welt

UNESCO-Ministertreffen zu KI: gemeinsame Bildungserklärung in Paris

Vom 8. bis 11. September 2026 findet an der UNESCO-Zentrale in Paris die Digital Learning Week unter dem Titel «Education in the age of AI: Facts, Frictions, Frontiers» statt. Über 25 Bildungsministerinnen und -minister sowie mehr als 1000 Teilnehmende beraten über KI im Bildungswesen und verabschieden eine gemeinsame Ministererklärung, die Bildung auch im KI-Zeitalter als öffentliches Gut sichern soll. Begleitend erscheint eine Sammlung handlungsorientierter Policy-Briefs zu Themen wie gemeinwohlorientierter KI, digitaler Souveränität sowie analogen und community-getragenen Ansätzen.

Bildungspolitik2. Sept. 2026Welt

New York City verhängt einjähriges Moratorium für generative KI an Grund- und Mittelstufe

Die Stadt New York setzt schülerseitige generative KI und Companion-Chatbots vom Kindergarten (2-K) bis zur 8. Klasse für das Schuljahr 2026/27 während eines Jahres aus; betroffen sind rund 600'000 Kinder und damit gut zwei Drittel aller Lernenden. An den weiterführenden Schulen bleiben eng begleitete Pilotversuche mit einigen wenigen geprüften Werkzeugen für einen kleinen Teil der Jugendlichen möglich, ergänzt um zweimal jährlich stattfindende Unterrichtsmodule zu KI-Grundlagen, Verzerrungen und Ethik. Bürgermeister Zohran Kwame Mamdani und Schulchef Kamar H. Samuels begründen den Schritt damit, dass Kinder zum Lernen Lehrpersonen und menschliche Beziehungen brauchten.

Swiss {ai} Weeks 2026: Anlässe und Bildungsformate
Bild: swiss ai weeks 2026
Praxis2. Sept. 2026CH

Swiss {ai} Weeks 2026: Anlässe und Bildungsformate

Vom 1. September bis 4. Oktober 2026 laufen die zweiten Swiss {ai} Weeks mit über 180 Veranstaltungen in 37 Städten und 220 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Getragen von einem gemeinnützigen Organisationskomitee, sollen sie Menschen ausserhalb der Tech-Szene praktischen Zugang zu KI verschaffen; neu dabei sind elf Hackathons sowie eigene Bildungsprogramme für Schulen und Familien. Die Bewegung versteht sich zugleich als Vorbereitung auf den AI Summit 2027 in Genf.

swiss ai weeks 2026Zum Originalartikel
Bildungspolitik31. Aug. 2026CH

Educa26: EdTech zwischen Praxis, Business und Governance

An der Fachtagung Educa26 im Zentrum Paul Klee in Bern haben rund 150 Personen aus dem digitalen Bildungswesen darüber diskutiert, wie Schulen mit EdTech entwickelt werden sollen. Als zentrale Frage kristallisierte sich heraus, wie sich die zunehmende Präsenz privater KI- und EdTech-Anbieter mit dem öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag vereinbaren lässt. Sechs Inputreferate aus Schulleitung, Industrie, Forschung und Verwaltung sowie Workshops beleuchteten pädagogische, geschäftliche und Governance-Aspekte der Technologie-Integration.

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«Dolchstoss fürs Denken»: Wie Schulen verhindern wollen, dass KI das Lernen ersetzt
Bild: CORRECTIV
Kritik & Risiken28. Aug. 2026EU

«Dolchstoss fürs Denken»: Wie Schulen verhindern wollen, dass KI das Lernen ersetzt

Eine Recherche von CORRECTIV bündelt die wachsende Sorge, dass generative KI grundlegende Lernschritte überspringt («Skill-Skipping»): Studien zeigen bessere Hausaufgaben, aber um 20 bis 24 Prozent schlechtere Prüfungsleistungen, und beim Schreiben mit ChatGPT sinkt die gemessene Gehirnaktivität deutlich. Bildungsforscher Klaus Zierer spricht von einem «Dolchstoss fürs Denken». Die Länder reagieren unterschiedlich: Norwegen schränkt KI für unter 14-Jährige stark ein, während Deutschland auf datenschutzkonforme Schul-Chatbots und Medienbildung statt auf Verbote setzt.

Forschung27. Aug. 2026EU

Bocconi-Experiment: ChatGPT hebt die Qualität studentischer Arbeiten, Denktraining bringt vielfältigere Ideen

Ein randomisiert-kontrolliertes Experiment der Universität Bocconi mit 1'053 Erstsemestrigen verglich vier Gruppen: Zugang zu ChatGPT Edu (GPT-4o), ein Training in kausalem Denken, beides zusammen oder nichts. Bei einer Marketingaufgabe hob der KI-Zugang die Bewertung um rund 0,86 Punkte auf einer Fünferskala (Kontrollgruppe rund 2,09), steigerte aber vor allem die Menge und nicht die Originalität der Ideen; das Denktraining führte zu vielfältigeren Vorschlägen. Am meisten profitierte die Gruppe, die beides erhielt.

Università BocconiZum Originalartikel
Bildungspolitik26. Aug. 2026CH

SwissAI fordert nationalen Bildungsdialog zur KI

Der Anwenderverband für Künstliche Intelligenz SwissAI ruft Bund und Kantone auf, noch 2026 einen nationalen Bildungsdialog zu starten. Schulen, Lehrpersonen, Berufsbildung, pädagogische Hochschulen, Universitäten sowie Wissenschaft und Wirtschaft sollen gemeinsam klären, welche Kompetenzen Lernende künftig selbst erwerben müssen und wo KI sinnvoll unterstützt. Der Verband nennt fünf Schwerpunkte: angepasste Lehrpläne, neue Prüfungsformate mit mündlichen Elementen, früher Aufbau von KI-Kompetenzen, Fokus auf Verständnis statt reiner Tool-Nutzung sowie eine stufenübergreifende Gesamtstrategie.

SKBF-Monitoring: Digitalisierung stabilisiert sich, KI-Nutzung steigt stark
Bild: SKBF
Forschung25. Aug. 2026CH

SKBF-Monitoring: Digitalisierung stabilisiert sich, KI-Nutzung steigt stark

Das neue Staff Paper 28 der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF) von Chantal Oggenfuss und Stefan C. Wolter wertet fünf Erhebungen von 2020 bis 2026 aus Sicht der Schülerinnen und Schüler aus. Ergebnis: Der pandemiebedingte Digitalisierungsschub ist abgeschlossen und hat sich auf hohem Niveau stabilisiert, während die Nutzung von KI-Werkzeugen bei 8- bis 18-Jährigen zwischen 2024 und 2026 deutlich zugenommen hat. Auffällig ist, dass KI im Unterricht häufig ohne Anleitung durch Lehrpersonen eingesetzt wird und dass die Unterschiede zwischen den Sprachregionen erheblich bleiben.

Bildungsforscher Wolter: KI ist an Schulen omnipräsent, aber weitgehend unbegleitet
Bild: NZZ
Kritik & Risiken25. Aug. 2026CH

Bildungsforscher Wolter: KI ist an Schulen omnipräsent, aber weitgehend unbegleitet

Die neueste Welle des nationalen Monitorings zur Digitalisierung der Bildung aus Sicht der Schülerinnen und Schüler zeigt, dass die KI-Nutzung in der Schule und zu Hause für schulische Zwecke seit der letzten Erhebung 2024 stark zugenommen hat – nur in einer kleinen Minderheit der Fälle aber von einer Lehrperson begleitet oder angeleitet wird. Bildungsforscher Stefan Wolter, Leiter der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF), warnt im Interview: Wenn Lehrpersonen sich der KI nicht annehmen und die Kontrolle übernehmen, bringe der Einsatz nichts und sei «sogar kontraproduktiv».

Stock-Artificial-Intelligence-Jobs
Bild: Gulf News
Bildungspolitik25. Aug. 2026Welt

VAE machen KI-Unterricht vom Kindergarten bis zur 12. Klasse zur Pflicht

Zum Schuljahr 2026/27 unterrichten alle staatlichen Schulen der Vereinigten Arabischen Emirate KI verpflichtend über die gesamte Schulzeit – vom Kindergarten mit vierjährigen Kindern bis zur 12. Klasse. Das vom Bildungsministerium entwickelte Curriculum umfasst sieben Bereiche, von KI-Grundlagen über Daten und Algorithmen bis zu ethischem Bewusstsein und Anwendungsprojekten, und wird in bestehende Fächer wie Informatik und Design integriert, ohne die Stundentafel auszuweiten. Über 1'000 Lehrpersonen wurden dafür geschult; die VAE gelten als erstes Land mit einem verpflichtenden nationalen KI-Lehrplan für alle Schulstufen.

Kontaktverein@eduai.ch
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