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April 202617 Beiträge

Titelseite der BFS-Aktuell-Publikation «Nutzung generativer KI in der Bevölkerung» (April 2026)
Bild: BFS – Bundesamt für Statistik
Forschung21. Apr. 2026CH

BFS: 47 % der Schweizer Bevölkerung nutzen generative KI — bei beruflicher Nutzung Platz 1 in Europa

Die neue BFS-Aktuell-Publikation «Nutzung generativer KI in der Bevölkerung» (Befragung zur Internetnutzung 2025) zeigt: 47 % der 16- bis 74-Jährigen in der Schweiz haben in den letzten drei Monaten generative KI-Anwendungen genutzt — Rang 3 in Europa hinter Norwegen (56 %) und Dänemark (48 %), klar über dem EU-Durchschnitt (33 %). Bei den 16- bis 24-Jährigen beträgt der Anteil 79 % (EU: 64 %); bei der beruflichen Nutzung durch KI-Anwender:innen führt die Schweiz Europa mit 73 % an. Sichtbar werden ausgeprägte Bildungsgradienten (28 % bei niedriger vs. 51 % bei hoher formaler Bildung) und ein Stadt-Land-Gefälle (52 % urban, 36 % ländlich).

BFS – Bundesamt für StatistikZum Originalartikel
Gemälde einer jungen Frau, die vertieft in einer Zeitschrift/Publikation liest — Symbolbild zum OECD Digital Education Outlook 2026
Bild: OECD
Forschung21. Apr. 2026Welt

OECD-Report: Generative KI kommt im Unterricht an — aber wirkt nur unter Bedingungen

Die OECD veröffentlicht mit dem „Digital Education Outlook 2026“ erstmals ein eigenes Dossier zum Einsatz generativer KI in der Bildung. Der Report durchleuchtet drei Szenarien — Lernende als KI-Nutzende, Lehr-/Lernprozesse mit KI-Werkzeugen, und KI als Instrument für Lehrpersonen — und stellt fest: Wirksam wird generative KI nur in didaktisch eingebetteten Settings. Reiner Tool-Zugang reicht nicht. Besonders betont werden Governance, Datenschutz, Lehrerbildung und Equity-Fragen; für Bildungspolitik liefert der Bericht konkrete Handlungsempfehlungen.

Schweden verbannt Smartphones aus Schulen und kehrt zu Büchern zurück — Kritiker warnen vor KI-Gerechtigkeitslücke
Bild: NZZ
Debatte18. Apr. 2026EU

Schweden verbannt Smartphones aus Schulen und kehrt zu Büchern zurück — Kritiker warnen vor KI-Gerechtigkeitslücke

Schwedens konservative Regierung unter Bildungsministerin Lotta Edholm vollzieht eine radikale Kehrtwende: Ab Schuljahr 2026 gilt ein landesweites Smartphone-Verbot im Unterricht; bis 2028 soll ein neuer Lehrplan Bücher und handschriftliches Lernen stärker verankern. Die Regierung beruft sich auf Studien des Karolinska-Instituts, wonach längere Bildschirmzeit mit verminderter Konzentration, Schlafproblemen und schwächeren Leseleistungen zusammenhängt. Forscherinnen wie Linnéa Stenliden (Universität Linköping) warnen jedoch: Die analoge Wende öffnet eine neue Bildungsschere — Kinder aus wohlhabenden Familien lernen KI-Umgang privat, während benachteiligte Schülerinnen und Schüler zurückbleiben.

Ö3-Jugendstudie 2026: 62% der österreichischen Jugend will KI im Lehrplan — 38% wollen Einschränkungen
Bild: ORF Ö3 / Ö3-Jugendstudie 2026
Forschung16. Apr. 2026EU

Ö3-Jugendstudie 2026: 62% der österreichischen Jugend will KI im Lehrplan — 38% wollen Einschränkungen

Die Ö3-Jugendstudie 2026, am 16. April in der Sendung «Frag das ganze Land» (ORF Ö3) vorgestellt, zeigt ein gespaltenes Bild: 62% der befragten österreichischen Jugendlichen sprechen sich für eine gezielte KI-Vermittlung in Schulen aus — sie sehen KI-Kompetenz als unverzichtbare Berufsvorbereitung. 38% hingegen wollen den KI-Einsatz im Unterricht möglichst einschränken, damit Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten eigenständig entwickeln können. Die Generation Z akzeptiert KI pragmatisch als Realität — die Sorge vor Überabhängigkeit ist dennoch weit verbreitet.

ORF Ö3 / Ö3-Jugendstudie 2026Zum Originalartikel
Vodafone Stiftung: KI schafft Abhängigkeitsrisiken — Policy-Paper fordert pädagogisch geleitete Integration
Bild: Vodafone Stiftung / Hector Institut Uni Tübingen
Forschung15. Apr. 2026EU

Vodafone Stiftung: KI schafft Abhängigkeitsrisiken — Policy-Paper fordert pädagogisch geleitete Integration

Die Vodafone Stiftung hat am 15. April 2026 das Policy-Paper «KI in der Bildung: Von Abhängigkeit zu Handlungsfähigkeit!» publiziert. Das Papier basiert auf einer Auswertung aktueller Empirie sowie systematischem Input von über 100 nationalen und internationalen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und Bildungswirtschaft. Kernbefund: Wird KI primär als schneller Aufgabenlöser genutzt, drohen oberflächliches Verständnis, geringere Eigeninitiative und der Verlust grundlegender Lernkompetenzen — durch Auslagern vorhandener Fähigkeiten und durch Auslassen fundamentaler Lernschritte.

Vodafone Stiftung / Hector Institut Uni TübingenZum Originalartikel
PH Zürich: Angehende Lehrkräfte trainieren heikle Elterngespräche mit KI-Avataren
Bild: SRF / PH Zürich
Praxis14. Apr. 2026CH

PH Zürich: Angehende Lehrkräfte trainieren heikle Elterngespräche mit KI-Avataren

Studierende der Sekundarstufe an der PH Zürich üben eskalationsgefährdete Elterngespräche — etwa bei Noten, Schulangst oder Mobbing — mit KI-Avataren des Immerse Project. Die Simulation erlaubt Wiederholung im geschützten Rahmen; Studierende und Dozierende bleiben kritisch: «KI kann ein richtig realistisches Gespräch mit Eltern auf keinen Fall ersetzen.» Das Projekt befindet sich noch in der Entwicklungsphase, der Lehrerverband sieht jedoch Potenzial.

SRF / PH ZürichZum Originalartikel
Praxis14. Apr. 2026EU

Baden-Württemberg: Zwei staatliche KI-Lösungen für alle Schulen — «Informatik und Medienbildung» wird Pflichtfach

Baden-Württemberg stellt allen Schulen zwei staatliche KI-Applikationen bereit: «F13» läuft auf eigener Landesinfrastruktur und erfüllt DSGVO-Anforderungen; «telli» erlaubt Lehrkräften, individuelle KI-Assistenten und interaktive Lernszenarien zu konfigurieren. Gleichzeitig wird «Informatik und Medienbildung» ab dem Schuljahr 2025/26 Pflichtfach in den Klassen 5–10/11. Das KI-Zentrum Schule in Heilbronn bietet über 240 Fortbildungsangebote an — ein Modell, das auch für Schweizer Kantone als Orientierung dienen kann.

Landeselternbeirat Baden-WürttembergZum Originalartikel
Stanford AI Index 2026: Schweiz weltweit Nr. 1 bei KI-Fachkräften — aber nur 6% der Lehrkräfte kennen klare KI-Regeln
Bild: Stanford HAI / Netzwoche
Forschung13. Apr. 2026Welt

Stanford AI Index 2026: Schweiz weltweit Nr. 1 bei KI-Fachkräften — aber nur 6% der Lehrkräfte kennen klare KI-Regeln

Der Stanford AI Index 2026 (13. April 2026) enthüllt für die Schweiz eine bemerkenswerte Spannung: Mit 110,5 KI-Forschenden pro 100'000 Einwohner belegt sie Platz 1 weltweit — knapp vor Singapur (109,5) und weit vor Deutschland (58,1). Gleichzeitig offenbart der Report eine globale Bildungslücke: Über 80% der Studierenden nutzen KI für schulische Aufgaben, doch nur 6% der Lehrkräfte bezeichnen bestehende KI-Policies als klar verständlich, und bloss 48% der Schulen haben überhaupt formelle KI-Regelwerke. Als Kontrast: China und die Vereinigten Arabischen Emirate haben KI-Bildung bereits für das Schuljahr 2025/26 zur nationalen Pflicht erklärt.

Stanford HAI / NetzwocheZum Originalartikel
EdTech Hub Trendreport: Unkontrollierte KI-Nutzung, wachsende Ungleichheit und Bildungsziele in Tech-Händen
Bild: EdTech Hub / AI Advisory Boards
Debatte13. Apr. 2026Welt

EdTech Hub Trendreport: Unkontrollierte KI-Nutzung, wachsende Ungleichheit und Bildungsziele in Tech-Händen

Der Trendreport «Learners in the Age of AI» (EdTech Hub, April 2026) identifiziert drei strukturelle Risiken: Schülerinnen und Schüler nutzen KI flächendeckend ohne Wissen der Eltern; KI-Personalisierung vertieft die Schere — wohlhabende Lernende bekommen KI plus Lehrperson, benachteiligte nur KI; der dominante «Skills-Gap»-Diskurs droht Bildungsziele in die Hände von Technologiekonzernen zu legen. Der Report plädiert für eine bewusste Reflexion über den Zweck von Bildung, bevor Systeme für eine ungewisse KI-Zukunft optimiert werden.

EdTech Hub / AI Advisory BoardsZum Originalartikel
Welt-Debatte: KI nimmt uns das eigenständige Denken ab — Gefahr für die freiheitliche Gesellschaft
Bild: Die Welt
Kritik & Risiken9. Apr. 2026EU

Welt-Debatte: KI nimmt uns das eigenständige Denken ab — Gefahr für die freiheitliche Gesellschaft

Die Rechtswissenschaftlerin Frauke Rostalski und Erik Weiss warnen in der Welt: Generative KI greift nicht nur Prüfungsgerechtigkeit an, sondern die Fähigkeit zu kritischem Denken insgesamt. Wer mit einem Prompt ganze Seminararbeiten generiert, verliert die Mündigkeit, die eine liberale Gesellschaft braucht. Sie verweisen auf den AI Safety Report 2026 und fordern, KI-Nutzung in Bildung nicht nur zu regulieren, sondern die kognitive Eigenleistung aktiv zu schützen.

Deutscher Lehrerverband: KI bedroht die Hausaufgaben — Handschrift als Schutz vor Täuschung
Bild: heise online / Deutscher Lehrerverband
Kritik & Risiken8. Apr. 2026EU

Deutscher Lehrerverband: KI bedroht die Hausaufgaben — Handschrift als Schutz vor Täuschung

DL-Präsident Stefan Düll warnt: «Die Gefahr besteht, dass wir Hausaufgaben so nicht mehr machen lassen können.» Alles, was ausserhalb des Klassenzimmers entstehe, könnte von KI erledigt worden sein — für Lehrkräfte kaum kontrollierbar. Als Gegenmassnahme fordert der Verband bei Hausaufgaben und Prüfungen in unteren Klassen die Handschrift. Gleichzeitig mahnt Düll, den Kompetenzwandel zwischen den Generationen nicht pauschal zu verurteilen.

heise online / Deutscher LehrerverbandZum Originalartikel
EU AI Act: Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte gilt ab August 2026
Bild: Haufe / EU-Kommission
Bildungspolitik7. Apr. 2026EU

EU AI Act: Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte gilt ab August 2026

Ab dem 2. August 2026 greift die Transparenzpflicht des EU AI Acts (Art. 50 KI-VO): KI-generierte Texte, Bilder, Videos und Audioinhalte müssen als solche gekennzeichnet werden. Nutzer müssen erkennen können, wenn sie mit einem KI-System kommunizieren. Deepfakes sind in jedem Fall zu markieren. Für KMU gelten erleichterte Dokumentationspflichten. Für Schweizer Bildungsinstitutionen, die EU-konforme Tools einsetzen, wird dies relevant.

Haufe / EU-KommissionZum Originalartikel
NZZ-Gastkommentar: Mündigkeit statt Kompetenz — was Bildung im KI-Zeitalter leisten muss
Bild: NZZ
Debatte2. Apr. 2026CH

NZZ-Gastkommentar: Mündigkeit statt Kompetenz — was Bildung im KI-Zeitalter leisten muss

Der Philosoph Jörg Noller argumentiert in der NZZ, dass die gängige Debatte um 'AI literacy' zu kurz greift. Generative KI sei kein neutrales Werkzeug wie ein Taschenrechner — sie greife direkt in Prozesse des Denkens, Urteilens und Entscheidens ein. Statt nur KI-Kompetenzen zu vermitteln, müsse Bildung die Frage stellen, wer im Prozess des Urteilens die Autorität behält. Sein Vorschlag: Mündigkeit als Bildungsziel wiederentdecken.

76 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz nutzt gegenwärtig Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz im Alltag.
Bild: Watson / Comparis
Forschung2. Apr. 2026CH

Comparis-Studie: 76% der Schweizer Bevölkerung nutzen KI — aber grosse Skepsis bei persönlichen Daten

Laut einer repräsentativen Comparis-Umfrage unter 1'035 Personen nutzen 2026 bereits 76% der erwachsenen Schweizer Bevölkerung KI-Tools im Alltag (2025: 62,4%). Bei 18–35-Jährigen liegt die Rate bei 90,1%. Gleichzeitig zeigt sich grosse Skepsis: 55,5% würden einem Chatbot niemals psychische Probleme anvertrauen, über die Hälfte lehnt die Weitergabe persönlicher Gesundheitsdaten ab. Die Westschweiz nutzt KI stärker als die Deutschschweiz.

Watson / ComparisZum Originalartikel
Thüringen: Datenschutzkonforme KI «telli» steht ab sofort allen Schulen zur Verfügung
Bild: Gotha Aktuell / Thüringer Bildungsministerium
Tools2. Apr. 2026EU

Thüringen: Datenschutzkonforme KI «telli» steht ab sofort allen Schulen zur Verfügung

Thüringen hat den KI-Chatbot «telli» über das Landesschulportal für alle Lehrkräfte und Schüler:innen freigeschaltet. Die im Rahmen des DigitalPakt Schule entwickelte Anwendung läuft pseudonymisiert auf EU-Servern — Nutzungsdaten werden weder an Dritte weitergegeben noch für KI-Training verwendet. Lehrkräfte können individuelle KI-Assistenten konfigurieren und per QR-Code mit Schüler:innen teilen. Ein Modell, das auch für Schweizer Kantone als Vorbild dienen könnte.

Gotha Aktuell / Thüringer BildungsministeriumZum Originalartikel
Praxis1. Apr. 2026EU

«KiKoN»: Erstes grenzübergreifendes KI-Zertifikatsprogramm für MINT-Lehrkräfte gestartet — PHTG Thurgau beteiligt

Seit dem 1. April 2026 läuft «KiKoN» (KI-Kompetenzen für die Naturwissenschaften), ein von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördertes Zertifikatsprogramm mit rund 400'000 Euro. Beteiligt sind die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG), die Universität Konstanz und die PH Freiburg. Angehende MINT-Lehrkräfte erlernen KI-Grundlagen — Machine Learning, Large Language Models, Lernanalysen — sowie den didaktisch sinnvollen Einsatz generativer KI im Unterricht. Langfristig soll KiKoN als Best-Practice-Modell auf weitere Hochschulen ausgeweitet werden.

PHTG Thurgau / Universität KonstanzZum Originalartikel
Österreichs Bildungsminister Wiederkehr: «Zuerst ohne KI, dann über KI, dann mit KI lernen»
Bild: Trending Topics / AI Talk
Debatte1. Apr. 2026EU

Österreichs Bildungsminister Wiederkehr: «Zuerst ohne KI, dann über KI, dann mit KI lernen»

Im AI-Talk-Podcast erläutert Bildungsminister Christoph Wiederkehr seine pädagogische Leitlinie für den Umgang mit KI an Schulen: In Stufe 1 werden Kernkompetenzen ohne KI aufgebaut; in Stufe 2 lernen Schülerinnen und Schüler, kritisch über KI zu reflektieren; erst in Stufe 3 setzen sie KI gezielt als Werkzeug ein. Klassische Wissensvermittlung per Hausaufgabe werde obsolet, mündliche Prüfungen und eigenständiges Denken rückten ins Zentrum — dies im Rahmen der laufenden Lehrplanreform, die KI als Pflichtfach einführt.

Trending Topics / AI TalkZum Originalartikel

März 202622 Beiträge

Schulunterricht
Bild: Berlin.de
Bildungspolitik31. März 2026EU

Berlin: Neues Schulgesetz regelt erstmals KI-Einsatz und digitale Klassenbücher

Berlins Bildungssenatorin Günther-Wünsch hat eine Novelle des Schulgesetzes vorgelegt, die erstmals den Einsatz von Künstlicher Intelligenz an Schulen rechtlich regelt. Neben KI umfasst das Gesetz auch digitale Klassenbücher, Zeugnisse und Schülerausweise sowie verpflichtende Vergleichstests von Klasse 1 bis 10 für eine datengestützte Schulentwicklung.

US-Lehrergewerkschaft: Scharfe Kritik an Melania Trumps Vision von Roboter-Lehrern
Bild: NBC News / AFT
Kritik & Risiken28. März 2026Welt

US-Lehrergewerkschaft: Scharfe Kritik an Melania Trumps Vision von Roboter-Lehrern

Am Bildungsgipfel im Weissen Haus präsentierte First Lady Melania Trump den humanoiden Roboter «Figure 03» als Zukunft personalisierter Bildung. Die Gewerkschaftspräsidentin Randi Weingarten (AFT) widersprach scharf: «Das ist der Albtraum aller Eltern.» KI könne ein Werkzeug sein, aber niemals die menschliche Beziehung im Klassenzimmer ersetzen. Selbst konservative Elterngruppen wie Moms for Liberty warnen inzwischen vor zu viel Technik in Schulen.

Springer-Studie (788 Studierende): Ethische KI-Bedenken bekannt — aber Effizienz siegt
Bild: Education and Information Technologies / Springer
Forschung28. März 2026EU

Springer-Studie (788 Studierende): Ethische KI-Bedenken bekannt — aber Effizienz siegt

Eine peer-reviewed Studie mit 788 Studierenden aus Europa und Australien (Springer, März 2026) zeigt ein Muster der Risikonormalisierung: Datenschutz-, Bias- und Überabhängigkeitsbedenken sind weit verbreitet, halten aber die meisten nicht von der KI-Nutzung ab — akademischer Produktivitätsgewinn überwiegt in der Wahrnehmung. Die Autoren fordern multidimensionale AI-Literacy-Programme, die technische, ethische und kritische Kompetenzen verbinden.

Education and Information Technologies / SpringerZum Originalartikel
Wenn der KI-Vorwurf das Studium beendet: Erstes deutsches Gericht entzieht Prüfungsrecht wegen KI-Verdacht
Bild: heise online
Kritik & Risiken27. März 2026EU

Wenn der KI-Vorwurf das Studium beendet: Erstes deutsches Gericht entzieht Prüfungsrecht wegen KI-Verdacht

Ein Informatikstudent verliert durch ein Urteil des Verwaltungsgerichts Kassel sein gesamtes Prüfungsrecht — die Bachelorarbeit wurde wegen vermuteter KI-Nutzung als Täuschung gewertet. Rund sechs ähnliche Fälle gibt es bisher, alle zuungunsten der Prüflinge. Experten kritisieren das Fehlen bundeseinheitlicher Regelungen: Was als erlaubte KI-Nutzung gilt, variiert massiv zwischen Professorinnen und Institutionen — KI-Erkennungssoftware ist dazu unzuverlässig und dient nur als Anfangsverdacht.

Österreich beschliesst Social-Media-Verbot bis 14 und KI-Kompetenz im Lehrplan
Bild: Tiroler Tageszeitung / ORF
Bildungspolitik27. März 2026EU

Österreich beschliesst Social-Media-Verbot bis 14 und KI-Kompetenz im Lehrplan

Die österreichische Bundesregierung hat sich auf ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige geeinigt. Gleichzeitig wird die AHS-Oberstufe ab 2027/28 reformiert: Mehr Unterricht zu Medienkompetenz, Demokratie und KI-Umgang — dafür weniger Latein. Vizekanzler Babler betont die Schutzfunktion, Bildungsminister Wiederkehr die Notwendigkeit bewusster Mediennutzung. Ein Gesetzesentwurf zur Altersverifikation soll bis Ende Juni vorliegen.

Tiroler Tageszeitung / ORFZum Originalartikel
Kanton Schwyz: SVP-Kantonsrat fordert mit Interpellation Antworten zum KI-Einsatz an Schulen
Bild: Bote der Urschweiz
Bildungspolitik26. März 2026CH

Kanton Schwyz: SVP-Kantonsrat fordert mit Interpellation Antworten zum KI-Einsatz an Schulen

SVP-Kantonsrat Ueli Kistler hat zusammen mit drei weiteren Ratsmitgliedern eine Interpellation zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz an Schwyzer Schulen eingereicht. Sie wollen vom Regierungsrat wissen, wie KI aktuell genutzt wird und welche Strategie es gibt. Der Vorstoss reiht sich in eine wachsende Zahl kantonaler Anfragen ein — nach St. Gallen stellt nun auch Schwyz Grundsatzfragen.

Bote der UrschweizZum Originalartikel
Student Surya Newa is silhouetted while using an oral AI agent during class at NYU Stern School of Business, March 4, 2026, in New York. (AP Photo/Heather Khalifa)
Bild: Associated Press
Debatte25. März 2026Welt

Zurück zu Sokrates: US-Universitäten setzen auf mündliche Prüfungen gegen KI-Betrug

Immer mehr US-Hochschulen wie Cornell, Penn und NYU führen mündliche Prüfungen ein, weil schriftliche Arbeiten zunehmend KI-generiert sind. «Perfekte Hausaufgaben, leere Blicke» — so beschreiben Dozierende das Problem: Studierende können ihre eigenen Arbeiten nicht mehr erklären. Die Rückkehr zur ältesten Prüfungsform der Welt zeigt, wie tiefgreifend KI das Hochschulwesen verändert.

Associated PressZum Originalartikel
SRF-Recherche: Braucht die Schweiz nationale KI-Regeln für Schulen?
Bild: SRF
Debatte25. März 2026CH

SRF-Recherche: Braucht die Schweiz nationale KI-Regeln für Schulen?

Eine SRF-Umfrage bei Kantonen zeigt ein uneinheitliches Bild beim Umgang mit KI an Schulen — von detaillierten Richtlinien bis zu fast keiner Auseinandersetzung. Der Präsident der Schweizer Schulleitungen fordert ein nationales Framework. Die St. Galler Bildungsdirektorin Surber unterstützt eine interkantonale Koordination, während der Aargau auf kantonale Eigenständigkeit pocht. Der Bildungsbericht zeigt: Nur noch 1–2% der 15-Jährigen schneiden in PISA-Tests besser ab als ChatGPT.

Telepolis-Analyse: KI im Studium reduziert Synapsenbildung — Copy-and-Paste-Mentalität grassiert
Bild: Telepolis / CHE
Kritik & Risiken25. März 2026EU

Telepolis-Analyse: KI im Studium reduziert Synapsenbildung — Copy-and-Paste-Mentalität grassiert

Eine Telepolis-Analyse fasst die wachsende Kritik an KI-Nutzung im Hochschulbereich zusammen. Generationenforscher Hartwin Maas warnt: Die massive Nutzung von ChatGPT reduziere die Synapsenbildung im Gehirn. Soziologie-Studierende lesen keine Bücher mehr, sondern laden nur noch Texte hoch. Eine CHE-Studie zeigt: Der Anteil Studierender, die noch nie KI genutzt haben, liegt im einstelligen Prozentbereich. Die Kluft zwischen KI-Nutzung und KI-Verständnis wächst.

Kanton St. Gallen: Interpellation fordert KI-Strategie für das gesamte Bildungswesen
Bild: Linth24
Bildungspolitik24. März 2026CH

Kanton St. Gallen: Interpellation fordert KI-Strategie für das gesamte Bildungswesen

Drei Kantonsrät:innen haben eine Interpellation eingereicht, die eine klare KI-Strategie für St. Galler Schulen verlangt — von der Volksschule bis zur Hochschule. Im Zentrum stehen sechs Fragen: ab welcher Stufe KI-Kompetenzen vermittelt werden sollen, wie Abschlussarbeiten trotz KI individuelle Leistung sicherstellen, und ob Schutzmechanismen gegen Missbrauch (z.B. KI-generierte Fake-Bilder) geplant sind. Andere Kantone wie Zürich und Basel-Landschaft haben bereits Leitlinien.

Philologenverband warnt: KI-gestützte Korrekturen in Schulen bergen erhebliche Risiken
Bild: KI Echo / Philologenverband NRW
Kritik & Risiken24. März 2026EU

Philologenverband warnt: KI-gestützte Korrekturen in Schulen bergen erhebliche Risiken

Die FDP in NRW will KI-gestützte Korrekturen von Klassenarbeiten im Regelfall einführen — der Philologenverband widerspricht scharf. Landesvorsitzende Sabine Mistler betont: «Die abschliessende Bewertung und Notenvergabe müssen uneingeschränkt in der Hand der Lehrkraft bleiben.» Während die FDP KI als Entlastung sieht, warnt der Verband vor einer Automatisierung, die fachliche und pädagogische Standards gefährdet.

KI Echo / Philologenverband NRWZum Originalartikel
Bildungspolitik24. März 2026Welt

New York City: KI-Playbook für 1'600 Schulen — Notenvergabe per KI verboten

Das grösste Schulsystem der USA hat sein erstes offizielles KI-Regelwerk veröffentlicht. Das «Ampel-Modell» erlaubt Lehrkräften KI für Unterrichtsplanung und Brainstorming (grün), beschränkt Recherche (gelb) und verbietet Notenvergabe und Disziplinarmassnahmen durch KI (rot). Chancellor Samuels betont: «Wir brauchen starke Leitplanken und Datenschutz.» Ein Modell, das auch für Schweizer Kantone interessant sein dürfte.

Bildungsbericht Schweiz 2026: «KI bleibt ein stumpfes Werkzeug in den Händen mittelmässiger Anwender»
Bild: SRF / SKBF
Bildungspolitik23. März 2026CH

Bildungsbericht Schweiz 2026: «KI bleibt ein stumpfes Werkzeug in den Händen mittelmässiger Anwender»

Der fünfte Bildungsbericht Schweiz wurde am 23. März von SKBF, Bundespräsident Parmelin und EDK-Präsident Darbellay vorgestellt. Auf 400 Seiten zeigt er: Das Bildungsziel von 95% Sek-II-Abschlüssen wird mit 90,1% verfehlt. Bildungsforscher Stefan Wolter betont, dass KI fachliche Kompetenzen nicht ersetzt, sondern noch wichtiger macht. Gleichzeitig steht das System unter Spar- und Digitalisierungsdruck.

Forsa-Studie: 88% der Lehrkräfte haben kaum KI-Kenntnisse — 78% sehen keine Zeit für Weiterbildung
Bild: MDR / Forsa / Telekom-Stiftung
Kritik & Risiken22. März 2026EU

Forsa-Studie: 88% der Lehrkräfte haben kaum KI-Kenntnisse — 78% sehen keine Zeit für Weiterbildung

Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Telekom-Stiftung unter 1'000 Lehrkräften in Deutschland zeigt: 88% geben an, nur wenige oder gar keine Kenntnisse im Umgang mit KI-Regelungen zu haben. 78% halten es für ausgeschlossen, sich neben ihren regulären Aufgaben mit KI-Anwendungen zu beschäftigen. Gleichzeitig nutzen Schüler:innen KI längst routinemässig für Hausaufgaben. Die GEW spricht von einer «allein gelassenen Lehrerschaft».

MDR / Forsa / Telekom-StiftungZum Originalartikel
Phänomena 2026: Wissenschaftsausstellung in Dietikon macht KI und Robotik erlebbar
Bild: SRF
Praxis22. März 2026CH

Phänomena 2026: Wissenschaftsausstellung in Dietikon macht KI und Robotik erlebbar

Nach 42 Jahren ist die legendäre Wissenschaftsausstellung Phänomena als Wanderausstellung zurück — mit Fokus auf KI und Robotik. In Dietikon können Besucher:innen ab 8 Jahren auf 2'000 m² interaktiv erleben, wie KI funktioniert: vom digitalen Zwilling bis zu seilspringenden Robotern. Die Ausstellung verbindet das Motto «Lernen durch Erleben» mit aktuellen Technologiethemen und richtet sich gezielt auch an Schulklassen.

ZHAW-Projekt: KI-Kompetenz beim Deutschlernen — kritische Medienkompetenz für Migrant:innen
Bild: ZHAW Language Matters
Praxis20. März 2026CH

ZHAW-Projekt: KI-Kompetenz beim Deutschlernen — kritische Medienkompetenz für Migrant:innen

Ein Praxisprojekt der ZHAW in Kooperation mit dem SAH Schaffhausen vermittelt schulungewohnten Migrant:innen (16–25 Jahre) in Juma-Kursen den kritisch-reflektierten Umgang mit KI-Tools beim Sprachenlernen. Statt nur Tools vorzustellen, werden Funktionsweise und Grenzen von KI thematisiert. Das Projekt zeigt einen praxisnahen Ansatz für digitale Teilhabe im Integrationsbereich.

ZHAW Language MattersZum Originalartikel
Bajour-Debatte: Nehmen Basler Schulen den Umgang mit KI genug ernst?
Bild: Bajour
Debatte18. März 2026CH

Bajour-Debatte: Nehmen Basler Schulen den Umgang mit KI genug ernst?

Ein Bajour-Beitrag aus Basel löst eine breite Debatte aus: Lehrpersonen, Eltern und IT-Fachleute kritisieren, dass KI-Kompetenz nicht im Lehrplan 21 verankert ist — während Schüler:innen auf ihren Schultablets freien Zugang zu Copilot haben. ICT-Lehrpersonen beklagen fehlende Mittel für KI-Infrastruktur. Die zentrale Forderung: Medienkompetenz muss die Grundlage für jede KI-Nutzung sein.

Bildungspolitik18. März 2026EU

EU-Rat einigt sich auf Position: Hochrisiko-KI-Regeln für Bildung könnten um 16 Monate verschoben werden

Am 13. März 2026 hat der EU-Rat seine Verhandlungsposition zum «Omnibus VII»-Paket beschlossen: Die Anwendung der Hochrisiko-Regeln des AI Acts — auch für KI-Systeme im Bildungsbereich — könnte um bis zu 16 Monate nach hinten verschoben werden. Gleichzeitig sollen KMU-Erleichterungen ausgeweitet und die Befugnisse des AI Office gestärkt werden. Der Trilog mit Parlament und Kommission beginnt in Kürze.

Prokopiev Law / EU-RatZum Originalartikel
Hamburger Gymnasium baut KI-Curriculum auf: Chatbot «Marie Curie» lehrt Denken statt Mogeln
Bild: Die Welt
Praxis18. März 2026EU

Hamburger Gymnasium baut KI-Curriculum auf: Chatbot «Marie Curie» lehrt Denken statt Mogeln

Am Gymnasium Allee in Hamburg-Altona entwickelt ein Lehrer KI-Chatbots, die nicht Antworten liefern, sondern Schüler:innen zum eigenständigen Denken anleiten. Der Chatbot «Marie Curie» antwortet auf Hausaufgaben-Prompts: «Ich helfe dir — aber ich mache sie nicht für dich.» Die Schule unterscheidet fünf Modi des Lernens mit KI und baut ein durchgängiges Curriculum von Jahrgang 5 bis 12 auf.

Pro Juventute-Studie: Jeder 10. Jugendliche sucht bei Sorgen Hilfe bei ChatGPT
Bild: SRF / Pro Juventute
Kritik & Risiken17. März 2026CH

Pro Juventute-Studie: Jeder 10. Jugendliche sucht bei Sorgen Hilfe bei ChatGPT

Die neue Jugendstudie von Pro Juventute zeigt: 10% der Schweizer Jugendlichen wenden sich bei psychischen Sorgen an KI wie ChatGPT — ähnlich viele wie an die Notrufnummer 147. Pro Juventute-Direktorin Nicole Platel warnt: «Eine KI kann Empathie nur simulieren. Es besteht die Gefahr, dass man in einer Endlosschleife hängen bleibt.» Besonders junge Frauen sind stärker belastet.

SRF / Pro JuventuteZum Originalartikel
Stadt Zürich lanciert «ZüriA»: Datenschutzkonforme KI-Assistenz auf Open-Source-Basis
Bild: Inside IT / Stadt Zürich
Tools17. März 2026CH

Stadt Zürich lanciert «ZüriA»: Datenschutzkonforme KI-Assistenz auf Open-Source-Basis

Die Stadt Zürich hat mit «ZüriA» eine eigene KI-Assistenz für ihre Mitarbeitenden lanciert. Die Lösung basiert auf Open-Source-Sprachmodellen und verarbeitet alle Daten ausschliesslich innerhalb der städtischen Rechenzentren — auch vertrauliche und streng vertrauliche Informationen. Die KI unterstützt bei Textarbeit, Übersetzungen und Zusammenfassungen. Ein Modell, das auch für Bildungsinstitutionen wegweisend sein könnte.

Inside IT / Stadt ZürichZum Originalartikel
Ransomware-Angriff auf Schulen
Bild: Computer Bild / Heise
Kritik & Risiken17. März 2026EU

LockBit-Angriff: Zeugnisse und Gesundheitsdaten von 40+ Schulen im Darknet

LockBit-Kriminelle haben über 2 Terabyte Daten von mehr als 40 Schulen in Rheinland-Pfalz im Darknet veröffentlicht — darunter Zeugnisse, Fehlzeiten und Gesundheitsdaten. Ein Schüler hatte zuvor auf Sicherheitslücken hingewiesen, seine Warnungen wurden ignoriert. Der Fall zeigt die eklatanten Defizite bei der IT-Sicherheit im Schulbereich und wirft Fragen zum Datenschutz auf, die auch für Schweizer Schulen relevant sind.

Computer Bild / HeiseZum Originalartikel

September 20253 Beiträge

Italien: Senat verabschiedet als erstes EU-Land ein umfassendes nationales KI-Gesetz
Bild: Ministero dell'Innovazione / Italienisches Parlament
Bildungspolitik17. Sept. 2025EU

Italien: Senat verabschiedet als erstes EU-Land ein umfassendes nationales KI-Gesetz

Am 17. September 2025 verabschiedete der italienische Senat die Legge 132/2025 — das erste umfassende nationale KI-Gesetz innerhalb der EU. Es ergänzt den EU AI Act um Sektorregeln zu Gesundheit, Arbeit, Verwaltung, Justiz, Bildung und Sport, benennt die Agenzia per l'Italia Digitale (AgID) und die Agenzia per la Cybersicurezza Nazionale (ACN) als Aufsichtsbehörden und stellt unrechtmässige Deepfakes unter Strafe (ein bis fünf Jahre Haft). In Kraft seit 10. Oktober 2025.

Ministero dell'Innovazione / Italienisches ParlamentZum Originalartikel
Praxis5. Sept. 2025EU

Griechenland unterzeichnet MoU mit OpenAI: ChatGPT Edu für Sekundarschulen

Anfang September 2025 unterzeichnete die griechische Regierung unter Premier Mitsotakis das Memorandum of Understanding «OpenAI for Greece». Ab Dezember 2025 startet ein Pilot an 20 Gymnasien (14 Modellschulen plus 6 Onassis-Schulen) mit Lehrpersonen; Schüler:innen folgen im März 2026. Die Onassis-Stiftung koordiniert die Umsetzung, DPIA-konform und ohne kommerzielle Datennutzung durch OpenAI.

OpenAI / Griechische RegierungZum Originalartikel
Key Visual Apertus
Bild: ETH Zürich / EPFL / CSCS
Tools2. Sept. 2025CH

Apertus: Vollständig offenes Schweizer Sprachmodell von ETH, EPFL und CSCS

Am 2. September 2025 veröffentlichten ETH Zürich, EPFL und das Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) «Apertus» — das erste grosse, vollständig offene mehrsprachige Sprachmodell der Schweiz. Das Modell ist in zwei Grössen (8B und 70B Parameter) frei verfügbar, wurde auf 15 Billionen Tokens in über 1'000 Sprachen trainiert und erfüllt Schweizer Datenschutz-, Urheberrechts- sowie EU-AI-Act-Transparenzanforderungen. Bezogen werden kann es via Swisscom oder Hugging Face.

ETH Zürich / EPFL / CSCSZum Originalartikel

Juli 20251 Beitrag

USA: Lehrergewerkschaft AFT startet mit Microsoft, OpenAI und Anthropic die National Academy for AI Instruction
Bild: American Federation of Teachers (AFT)
Praxis8. Juli 2025Welt

USA: Lehrergewerkschaft AFT startet mit Microsoft, OpenAI und Anthropic die National Academy for AI Instruction

Am 8. Juli 2025 kündigte die American Federation of Teachers (AFT) mit Microsoft, OpenAI und Anthropic die Gründung einer nationalen KI-Weiterbildungs-Akademie für rund 1,8 Mio. Lehrkräfte an. Budget: 23 Mio. USD über fünf Jahre (Microsoft 12,5 Mio., OpenAI 10 Mio., Anthropic 0,5 Mio.). Der Betrieb startet in einer Manhattan-Einrichtung mit NYC-Lehrpersonen im Herbst 2025 und expandiert national.

American Federation of Teachers (AFT)Zum Originalartikel

Juni 20251 Beitrag

Microsoft investiert USD 400 Mio. in Schweizer Cloud- und KI-Infrastruktur
Bild: Microsoft Schweiz
Tools2. Juni 2025CH

Microsoft investiert USD 400 Mio. in Schweizer Cloud- und KI-Infrastruktur

Microsoft kündigte am 2. Juni 2025 eine Investition von 400 Mio. US-Dollar in den Ausbau seiner vier Schweizer Rechenzentren an — inklusive fortgeschrittener KI-Infrastruktur und GPU-Kapazität. Über 50'000 Kund:innen in regulierten Sektoren (Finanzen, Verwaltung, Gesundheit) sollen profitieren; alle Daten bleiben in der Schweiz. Parallel werden Skills-Programme und Startup-Förderung ausgebaut.

Microsoft SchweizZum Originalartikel

Mai 20251 Beitrag

OECD und EU-Kommission veröffentlichen KI-Kompetenzrahmen für Schulen (Entwurf)
Bild: OECD / Europäische Kommission
Bildungspolitik22. Mai 2025EU

OECD und EU-Kommission veröffentlichen KI-Kompetenzrahmen für Schulen (Entwurf)

Am 22. Mai 2025 publizierten OECD und Europäische Kommission den Review-Draft des «AI Literacy Framework for Primary and Secondary Education». Der Rahmen definiert 22 Kompetenzen entlang vier Domänen (Engage, Create, Manage, Design) und soll als Grundlage für die PISA-2029-Erhebung zu Medien- und KI-Kompetenzen dienen. Die finale Fassung folgt 2026 nach öffentlichen Konsultationen.

OECD / Europäische KommissionZum Originalartikel

März 20251 Beitrag

Bildungspolitik27. März 2025CH

Bundesrat Rösti unterzeichnet in Strassburg die Europarats-KI-Konvention

Am 27. März 2025 unterzeichnete Bundesrat Albert Rösti in Strassburg die Europarats-Konvention zu Künstlicher Intelligenz, Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Namen der Schweiz. Die Konvention setzt verbindliche Standards für Transparenz und Nichtdiskriminierung beim staatlichen Einsatz von KI. Die gesetzliche Umsetzung folgt — die Vernehmlassungsvorlage wird bis Ende 2026 erwartet.

Admin.ch / BAKOMZum Originalartikel

Februar 20252 Beiträge

Praxis25. Feb. 2025EU

Estland: AI Leap 2025 — ChatGPT Edu für alle Sekundarschulen

Estland wird die erste Nation, die ChatGPT Edu flächendeckend in ihr Sekundarschulsystem integriert. Ab September 2025 erhalten 20'000 Schüler:innen in den Klassen 10 und 11 plus 3'000 Lehrpersonen kostenfreien Zugang; ab 2026 kommen weitere 38'000 Schüler:innen und 2'000 Lehrpersonen dazu. Das von OpenAI und Anthropic unterstützte Programm «AI Leap 2025» zielt darauf, Lehrpersonen zu entlasten und Schüler:innen in kritischem Denken zu fördern.

OpenAI / Estnisches BildungsministeriumZum Originalartikel
Bildungspolitik12. Feb. 2025CH

Bundesrat beschliesst Ratifikation der Europarats-Konvention zu KI

Am 12. Februar 2025 entschied sich der Bundesrat, die Konvention des Europarats zu Künstlicher Intelligenz, Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu ratifizieren und das Schweizer Recht sektoriell anzupassen. Die KI-Regulierung soll drei Ziele verfolgen: Innovationsstandort stärken, Grundrechte schützen, Vertrauen in KI aufbauen. Das EJPD erarbeitet zusammen mit UVEK und EDA eine Vernehmlassungsvorlage bis Ende 2026.

Admin.ch / BAKOMZum Originalartikel