KI und Bildung. Recherchiert, geprüft, eingeordnet.

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Zuletzt ergänzt am 7. Oktober 2026So arbeiten wir
Tools7. Okt. 2026Welt

OpenAI erweitert «ChatGPT for Teens» um College Planner und Lernwerkzeuge

OpenAI hat am 7. Oktober 2026 neue Funktionen für «ChatGPT for Teens» angekündigt, den automatisch aktivierten Modus für erkannte Konten unter 18 Jahren. Hinzu kommen Lernwerkzeuge – Karteikarten und Quiz aus hochgeladenen Notizen sowie eine mehrseitige Foto-Erfassung – und ein «College Planner», der US-Schülerinnen und -Schülern der Klassen 10 bis 12 hilft, Bewerbungsfristen, Aufgaben und Fragen zur Studienfinanzierung an einem Ort zu verwalten. Zusätzlich richtet OpenAI mit dem Digital Wellness Lab des Boston Children's Hospital einen über drei Jahre unterstützten Jugendbeirat ein, der zu Sicherheitsvoreinstellungen, elterlichen Kontrollen und KI-Kompetenz Rückmeldungen geben soll.

Forschung2. Okt. 2026Welt

Randomisierte US-Studie: Zugang zu einem KI-Tutor senkte Noten und Kursbeteiligung

Eine randomisierte Studie der University of Maryland mit 2379 Studierenden und 30 Dozierenden über mehrere Fächer untersuchte den Zugang zu einem kursintegrierten KI-Tutor (eine «Virtual Study Assistant» auf Basis von GPT-4o, Herbst 2025). Studierende mit Tutorzugang erzielten im Schnitt um 0,37 Standardabweichungen tiefere Abschlussnoten und beteiligten sich um 0,90 Standardabweichungen weniger an den Lernaktivitäten im Lernmanagementsystem. Die geschätzten Lerneinbussen fielen bei Studierenden der ersten Generation grösser aus.

Forschung23. Sept. 2026EU

Trendmonitor 2026: 258 KI-Schulanwendungen analysiert, US-Anbieter dominieren weiter

Die Deutsche Telekom Stiftung hat den zweiten «Trendmonitor KI in der Bildung» veröffentlicht. Das mmb Institut und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) systematisierten dafür 258 KI-Anwendungen für den Schulbereich und befragten 81 Bildungs- und KI-Fachleute. Von den erfassten Werkzeugen stammen 104 von US-amerikanischen Anbietern und 87 aus dem deutschsprachigen Raum; die Zahl deutschsprachiger Anwendungen stieg gegenüber dem Vorjahr von 51 auf 87. Die Fachleute warnen zugleich vor «Deskilling»: dass Kinder und Jugendliche zentrale Kompetenzen durch den KI-Einsatz verlieren oder gar nicht erst aufbauen.

Deutsche Telekom StiftungZum Originalartikel →
Bildungspolitik22. Sept. 2026CH

Educa macht die Umsetzung der Datennutzungspolitik nachvollziehbar

Die Fachagentur Educa will die Umsetzung der Datennutzungspolitik (DNP) im digitalen Bildungsraum künftig systematisch dokumentieren und sichtbar machen. Dazu erfasst sie laufend Massnahmen und Fortschritte entlang der sieben Entwicklungslinien der DNP und lässt die Ergebnisse in periodische Fortschrittsberichte einfliessen. Die Erhebung stützt sich auf die bestehende technische Infrastruktur der «Plattform Digitalisierungsprojekte».

Praxis18. Sept. 2026CH

FFHS führt obligatorischen KI-Kurs für neue Bachelorstudierende ein

Die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) macht ab dem Herbstsemester 2026 einen KI-Kurs für alle neu eintretenden Bachelorstudierenden obligatorisch. Der Kurs soll vermitteln, wie sich künstliche Intelligenz beim Recherchieren, beim wissenschaftlichen Schreiben, beim Programmieren und in der Prüfungsvorbereitung sinnvoll, kritisch und im Rahmen der wissenschaftlichen Integrität einsetzen lässt. Die Studierenden lernen dabei auch, KI-generierte Inhalte zu bewerten und eigene Anwendungsfälle zu entwickeln, von denen ausgewählte als Best Practices unter den Studierenden geteilt werden.

Bildungspolitik11. Sept. 2026EU

Deutschland: Expertenkommission empfiehlt «KI-Seepferdchen» und Medienbildung im Lehramt

Die vom deutschen Bundesfamilienministerium eingesetzte unabhängige Expertenkommission «Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt» hat am 11. September 2026 in Berlin ihren Abschlussbericht vorgelegt und damit ihre rund einjährige Arbeit beendet. Der Bericht bündelt 56 evidenzbasierte Handlungsempfehlungen entlang der vier Themenfelder Sicherheit im digitalen Raum, gesundheitliche Folgen der Mediennutzung, Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz und Stärkung der Medienkompetenz. Für Schulen empfiehlt die Kommission unter anderem ein «KI-Seepferdchen», das bereits Grundschulkindern ein Grundverständnis für Chancen und Risiken von KI vermitteln soll, verbindliche Medienbildung im Lehramtsstudium sowie mindestens eine medienpädagogisch qualifizierte Ansprechperson pro Schule.

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Forschung8. Sept. 2026CH

PISA 2025: Schweizer 15-Jährige nutzen KI für die Schule häufiger als der OECD-Schnitt

Der am 8. September veröffentlichte nationale Bericht zu PISA 2025 zeigt, dass 15-Jährige in der Schweiz KI-Chatbots für schulische Aufgaben statistisch signifikant häufiger einsetzen als im OECD-Durchschnitt; unter den Vergleichsländern liegt die Schweiz an der Spitze. Am verbreitetsten ist die Kategorie «um mir beim Lernen zu helfen»: 55 Prozent nutzen dafür mindestens wöchentlich KI, davon 25 Prozent täglich oder fast täglich. Beim Zusammenfassen von Texten, für Vorab-Recherchen und für Schreibentwürfe liegt die mindestens wöchentliche Nutzung je nach Aktivität zwischen 33 und 40 Prozent.

UNESCO-Ministertreffen zu KI: gemeinsame Bildungserklärung in Paris
Bild: UNESCO
Bildungspolitik4. Sept. 2026Welt

UNESCO-Ministertreffen zu KI: gemeinsame Bildungserklärung in Paris

Vom 8. bis 11. September 2026 findet an der UNESCO-Zentrale in Paris die Digital Learning Week unter dem Titel «Education in the age of AI: Facts, Frictions, Frontiers» statt. Über 25 Bildungsministerinnen und -minister sowie mehr als 1000 Teilnehmende beraten über KI im Bildungswesen und verabschieden eine gemeinsame Ministererklärung, die Bildung auch im KI-Zeitalter als öffentliches Gut sichern soll. Begleitend erscheint eine Sammlung handlungsorientierter Policy-Briefs zu Themen wie gemeinwohlorientierter KI, digitaler Souveränität sowie analogen und community-getragenen Ansätzen.

Bildungspolitik2. Sept. 2026Welt

New York City verhängt einjähriges Moratorium für generative KI an Grund- und Mittelstufe

Die Stadt New York setzt schülerseitige generative KI und Companion-Chatbots vom Kindergarten (2-K) bis zur 8. Klasse für das Schuljahr 2026/27 während eines Jahres aus; betroffen sind rund 600'000 Kinder und damit gut zwei Drittel aller Lernenden. An den weiterführenden Schulen bleiben eng begleitete Pilotversuche mit einigen wenigen geprüften Werkzeugen für einen kleinen Teil der Jugendlichen möglich, ergänzt um zweimal jährlich stattfindende Unterrichtsmodule zu KI-Grundlagen, Verzerrungen und Ethik. Bürgermeister Zohran Kwame Mamdani und Schulchef Kamar H. Samuels begründen den Schritt damit, dass Kinder zum Lernen Lehrpersonen und menschliche Beziehungen brauchten.

Swiss {ai} Weeks 2026: Anlässe und Bildungsformate
Bild: swiss ai weeks 2026
Praxis2. Sept. 2026CH

Swiss {ai} Weeks 2026: Anlässe und Bildungsformate

Vom 1. September bis 4. Oktober 2026 laufen die zweiten Swiss {ai} Weeks mit über 180 Veranstaltungen in 37 Städten und 220 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Getragen von einem gemeinnützigen Organisationskomitee, sollen sie Menschen ausserhalb der Tech-Szene praktischen Zugang zu KI verschaffen; neu dabei sind elf Hackathons sowie eigene Bildungsprogramme für Schulen und Familien. Die Bewegung versteht sich zugleich als Vorbereitung auf den AI Summit 2027 in Genf.

swiss ai weeks 2026Zum Originalartikel →
Bildungspolitik31. Aug. 2026CH

Educa26: EdTech zwischen Praxis, Business und Governance

An der Fachtagung Educa26 im Zentrum Paul Klee in Bern haben rund 150 Personen aus dem digitalen Bildungswesen darüber diskutiert, wie Schulen mit EdTech entwickelt werden sollen. Als zentrale Frage kristallisierte sich heraus, wie sich die zunehmende Präsenz privater KI- und EdTech-Anbieter mit dem öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag vereinbaren lässt. Sechs Inputreferate aus Schulleitung, Industrie, Forschung und Verwaltung sowie Workshops beleuchteten pädagogische, geschäftliche und Governance-Aspekte der Technologie-Integration.

«Dolchstoss fürs Denken»: Wie Schulen verhindern wollen, dass KI das Lernen ersetzt
Bild: CORRECTIV
Kritik & Risiken28. Aug. 2026EU

«Dolchstoss fürs Denken»: Wie Schulen verhindern wollen, dass KI das Lernen ersetzt

Eine Recherche von CORRECTIV bündelt die wachsende Sorge, dass generative KI grundlegende Lernschritte überspringt («Skill-Skipping»): Studien zeigen bessere Hausaufgaben, aber um 20 bis 24 Prozent schlechtere Prüfungsleistungen, und beim Schreiben mit ChatGPT sinkt die gemessene Gehirnaktivität deutlich. Bildungsforscher Klaus Zierer spricht von einem «Dolchstoss fürs Denken». Die Länder reagieren unterschiedlich: Norwegen schränkt KI für unter 14-Jährige stark ein, während Deutschland auf datenschutzkonforme Schul-Chatbots und Medienbildung statt auf Verbote setzt.

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