Artificial Intelligence Applications in Higher Education: Theories, Ethics, and Case Studies for Universities
Routledge
Abstract
Der Sammelband versammelt internationale Fallstudien zur Integration von KI in Lehre, Hochschulverwaltung und Student Data Management. Die Beiträge behandeln theoretische Grundlagen, ethische Implikationen und konkrete Implementierungen — unter anderem zu Motivation, Engagement, Feedback und Zielerreichung. Die Bandbreite reicht von evidenzbasierten Pilotprojekten bis zu kritischen Reflexionen über Governance und Datenethik. Das Werk richtet sich an Hochschulakteur:innen, die KI-Systeme strategisch und verantwortungsvoll einführen wollen, und zeigt gleichermaßen Chancen und Risiken entlang konkreter institutioneller Praxis.
Einordnung
Ein internationaler Gegenpol zu rein theoretisch-kritischen Werken wie Selwyn: Crompton und Burke liefern den empirisch-pragmatischen Fundus, an dem sich Hochschulen orientieren können, die nicht bei der Frage „KI ja oder nein?" stehenbleiben, sondern konkret entscheiden müssen, wie Einführung und Begleitung aussieht. Crompton leitet das ODUGlobal Research Institute und hat mit ihrem systematischen Review (2023, International Journal of Educational Technology in Higher Education) den Referenzstand zum Feld gesetzt — das Buch verlängert diese Arbeitslinie ins Praxisbeispiel.
Parallel erschien bei gleichem Verlag das Schwesterwerk „Artificial Intelligence Applications in K-12: Theories, Ethics, and Case Studies for Schools" (Routledge 2024) — für Leser:innen mit Volksschul-/Sek-Fokus oft die relevantere Ausgabe. Beide Bände zusammen decken den Anwendungs-Diskurs institutionell breit ab.
Leseempfehlung
Für Hochschul-Leitungen, PH-Institutionen und bildungspolitische Akteure, die konkrete Implementierungs-Referenzen suchen. Als Ergänzung zu kritischen Monographien (Selwyn) wertvoll, weil es zeigt, *wie* die Praxis aussieht, gegen die kritische Stimmen argumentieren — und wo diese Stimmen in der Praxis tatsächlich ankommen sollten.