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Springer Nature zieht hochzitierte ChatGPT-Lernstudie zurück — 266 Zitationen, 486'000 Aufrufe, jetzt entwertet

Gemälde: Gerahmte zurückgezogene Studie in gedämpfter Bibliotheksatmosphäre mit verblassenden Zitaten — Symbolbild zur Retraction der ChatGPT-Meta-Analyse
Bild: Telepolis / Springer Nature Retraction Notice

Springer Nature hat die viel beachtete Meta-Analyse «The effect of ChatGPT on students' learning performance, learning perception, and higher-order thinking» von Jin Wang und Wenxiang Fan (Hangzhou Normal University, Jing Hengyi School of Education) am 22. April 2026 zurückgezogen — Anfang Mai berichteten Telepolis, 404 Media und der EdTech Innovation Hub. Die im Mai 2025 in «Humanities and Social Sciences Communications» publizierte Arbeit hatte aus 51 Studien einen «grossen positiven Effekt» (g = 0.867) von ChatGPT auf Lernleistungen sowie moderate Effekte auf Lernwahrnehmung und höheres Denken abgeleitet. Mit rund 486'000 Aufrufen, 266 Zitationen in begutachteten Springer-Nature-Journalen und einem Altmetric-Score von über 1'000 zählte sie zu den meistgenutzten Belegen für KI-Vorteile im Bildungsbereich. Der Verlag begründet den Rückzug mit «Diskrepanzen in der Meta-Analyse», die das Vertrauen in Validität und Schlussfolgerungen untergraben; die Autoren reagierten nicht auf Korrespondenz. Der Edinburgher Bildungsforscher Ben Williamson kritisierte, die Studie habe «teilweise qualitativ sehr schwache» Einzelstudien aggregiert.

Quelle: Telepolis / Springer Nature Retraction NoticeZum Originalartikel bei Telepolis / Springer Nature Retraction Notice →