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Rat der EU verabschiedet erstmals formelle Schlussfolgerungen zu KI in der Bildung — Lehrpersonenrolle und Menschzentrierung im Zentrum

Am 11. Mai 2026 hat der Rat der Europäischen Union im Rahmen der Tagung des Rates Bildung, Jugend, Kultur und Sport erstmals formelle Schlussfolgerungen zu KI in der Bildung verabschiedet — ein bildungspolitischer Meilenstein. Das Dokument fordert einen ethischen, sicheren und menschenzentrierten Umgang mit KI in Bildungssystemen entlang von vier Schwerpunkten: Stärkung digitaler Kompetenzen und KI-Literacy, Sicherstellung von Inklusion und Chancengerechtigkeit, Stärkung der Rolle der Lehrpersonen sowie Förderung des Wohlbefindens von Lehrenden und Lernenden. Konkret werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, die KI- und Digitalkompetenzen der Lehrpersonen durch gezielte Aus- und Weiterbildung zu stärken, bildungsspezifische KI-Tools datenschutzkonform zu fördern und Lehrpersonen in die Gestaltung und Evaluation von KI-Tools einzubeziehen. Die Schlussfolgerungen benennen auch Risiken: algorithmische Verzerrung, Datenschutzschwächen, Gefährdung der Lehrerautonomie, Desinformation und eine mögliche Vergrösserung digitaler Ungleichheiten.

Quelle: Rat der Europäischen Union (Consilium)Zum Originalartikel bei Rat der Europäischen Union (Consilium) →

Im Dossier: Lehrpersonen und Weiterbildung · Datenschutz, Regulierung und Governance