Dossier

Lehrpersonen und Weiterbildung

Wie nutzen Lehrpersonen KI, und welche Unterstützung brauchen sie dafür? Beiträge zu Befragungen von Lehrpersonen, Aus- und Weiterbildungsangeboten, Leitlinien für den Unterricht und zur veränderten Rolle im Klassenzimmer.

28 Beiträge · 4 aus der Schweiz · 7 in der Bibliothek · zuletzt ergänzt am 25. August 2026

Aus der Schweiz 4

Bildungsforscher Wolter: KI ist an Schulen omnipräsent, aber weitgehend unbegleitet
Bild: NZZ
Kritik & Risiken25. Aug. 2026CH

Bildungsforscher Wolter: KI ist an Schulen omnipräsent, aber weitgehend unbegleitet

Die neueste Welle des nationalen Monitorings zur Digitalisierung der Bildung aus Sicht der Schülerinnen und Schüler zeigt, dass die KI-Nutzung in der Schule und zu Hause für schulische Zwecke seit der letzten Erhebung 2024 stark zugenommen hat – nur in einer kleinen Minderheit der Fälle aber von einer Lehrperson begleitet oder angeleitet wird. Bildungsforscher Stefan Wolter, Leiter der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF), warnt im Interview: Wenn Lehrpersonen sich der KI nicht annehmen und die Kontrolle übernehmen, bringe der Einsatz nichts und sei «sogar kontraproduktiv».

Smartfeld EduAI Summit bringt KI und Schule zusammen
Bild: LeaderDigital / Smartfeld
Praxis19. Mai 2026CH

EduAI Summit in St.Gallen: nationaler Treffpunkt für KI und Schule — ausgebucht mit 120 Lehrpersonen

Am 27. Mai 2026 findet im Switzerland Innovation Park Ost in St.Gallen der erste EduAI Summit statt — ein nationaler Treffpunkt für Lehrpersonen, Bildungsforschende und Innovationspartner aus der ganzen Schweiz. Das Programm umfasst Keynotes von Prof. Dr. Horst Biedermann (Rektorat PHSG), Dr. Rafael Wampfler (ETH Zürich) und Prof. Dr. Sabine Seufert (HSG) sowie zehn Peer-to-Peer-Workshops zu KI-Anwendungen im Unterricht. Der Summit ist Teil der EduAI-Initiative von Smartfeld, die der Kanton St.Gallen mit 800'000 Franken mitfinanziert; ein neu lancierter EduAI Award zeichnet besonders innovative KI-Anwendungen im MINT-Unterricht aus. Anmeldungen sind ausgeschöpft.

LeaderDigital / SmartfeldZum Originalartikel →
PH Zürich: Angehende Lehrkräfte trainieren heikle Elterngespräche mit KI-Avataren
Bild: SRF / PH Zürich
Praxis14. Apr. 2026CH

PH Zürich: Angehende Lehrkräfte trainieren heikle Elterngespräche mit KI-Avataren

Studierende der Sekundarstufe an der PH Zürich üben eskalationsgefährdete Elterngespräche — etwa bei Noten, Schulangst oder Mobbing — mit KI-Avataren des Immerse Project. Die Simulation erlaubt Wiederholung im geschützten Rahmen; Studierende und Dozierende bleiben kritisch: «KI kann ein richtig realistisches Gespräch mit Eltern auf keinen Fall ersetzen.» Das Projekt befindet sich noch in der Entwicklungsphase, der Lehrerverband sieht jedoch Potenzial.

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Gemälde: Schweizer Lehrperson hält Papierleitfaden und Tablet abwägend — Symbolbild zum LCH-Positionspapier KI in der Schule
Bild: LCH — Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz
Bildungspolitik29. Apr. 2024CH

LCH-Positionspapier: «Künstliche Intelligenz in der Schule — Chancen nutzen, Herausforderungen meistern»

Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) veröffentlichte am 29. April 2024 ein Positionspapier zum Einsatz von KI in Schulen. Kernforderung: Lehrpersonen sollen über «Fachwissen und pädagogisch-didaktische Kompetenzen» verfügen, um KI «pädagogisch begründet und stufengerecht» einzusetzen — gleichzeitig dürfe «nicht erwartet werden, dass alle zu KI-Expertinnen und -Experten werden». Das Papier kritisiert explizit, dass der AIEd-Forschung (AI in Education) die Verknüpfung mit Lerntheorien und pädagogischen Rahmenwerken fehle, und fordert, dass «Bund und Hochschulen Forschungsprojekte fördern, die die Auswirkungen von KI-Systemen an Schulen untersuchen sowie Entwicklungsprojekte, welche pädagogische und technische Erkenntnisse verbinden».

LCH — Dachverband Lehrerinnen und Lehrer SchweizZum Originalartikel →

International 24

McGraw-Hill-Studie: Lehrpersonen erwarten mehr KI – aber menschliche Beziehung bleibt unersetzlich
Bild: McGraw Hill
Debatte19. Aug. 2026Welt

McGraw-Hill-Studie: Lehrpersonen erwarten mehr KI – aber menschliche Beziehung bleibt unersetzlich

Der Global Education Insights Report 2026 des Bildungsverlags McGraw Hill befragte über 1'300 Lehrpersonen aus Schule und Hochschule in 19 Ländern. Fast neun von zehn erwarten, dass der KI-Einsatz im Unterricht weiter zunimmt, doch 72 Prozent rechnen nicht damit, dass der Präsenzunterricht in den nächsten zehn Jahren abnimmt. Rund drei Viertel betonen, dass sozial-emotionale Unterstützung und die Lehrer-Schüler-Beziehung nicht durch KI ersetzt werden können; als grösste Hürde für Lernerfolg nennen die Befragten überbordende Bildschirmzeit.

«lernen:digital»: über 500 kostenlose Fortbildungen für Lehrkräfte — auch zu KI
Bild: News4teachers
Praxis26. Juli 2026EU

«lernen:digital»: über 500 kostenlose Fortbildungen für Lehrkräfte — auch zu KI

Der deutsche Kompetenzverbund «lernen:digital» hat mehr als 500 wissenschaftlich entwickelte Fortbildungsangebote und Unterrichtsmaterialien als freie Open Educational Resources (OER) online gestellt. Darunter sind über 250 Fortbildungs- und Qualifizierungskonzepte zu Themen wie digitale Souveränität, digital gestützter Fachunterricht und Schulentwicklung — inklusive zahlreicher Selbstlernkurse, auch zum Umgang mit KI. Entstanden ist das Material über dreieinhalb Jahre in rund 200 Forschungs- und Entwicklungsprojekten, gebündelt in vier Kompetenzzentren.

Instructure-Studie: KI-Nutzung an Schulen wächst – doch Weiterbildung der Lehrpersonen hinkt nach
Bild: K-12 Dive
Forschung22. Juli 2026Welt

Instructure-Studie: KI-Nutzung an Schulen wächst – doch Weiterbildung der Lehrpersonen hinkt nach

Eine Befragung des Edtech-Anbieters Instructure unter rund 1'125 Lehrpersonen, Studierenden und Eltern zeigt, dass 68 Prozent der Lehrpersonen und laut Eltern 73 Prozent der Kinder KI zumindest gelegentlich nutzen. Gleichzeitig geben 45 Prozent der Lehrpersonen an, gar keine KI-Schulung erhalten zu haben; nur 8 Prozent durchliefen ein umfassendes Training. Als grösste Sorgen nennen Eltern akademische Integrität (62 Prozent), den Verlust kritischen Denkens (61 Prozent) und Überabhängigkeit (59 Prozent).

Wharton-Studie: Verlassen sich Lehrpersonen auf KI, sinkt das Engagement der Klasse
Bild: FutureEd
Forschung20. Juli 2026Welt

Wharton-Studie: Verlassen sich Lehrpersonen auf KI, sinkt das Engagement der Klasse

Forschende der Wharton School (University of Pennsylvania) um Alp Sungu und die Bildungspsychologin Angela Duckworth haben in einer privaten Schulkette in der Türkei untersucht, was passiert, wenn Lehrpersonen einen KI-Assistenten erhalten. Beteiligt waren 193 Lehrpersonen und über 2800 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe. Ergebnis: Klassen, deren Lehrpersonen die KI vor allem zur Erstellung von Notizen, Aufgaben und Prüfungen nutzten, bewerteten den Unterricht als weniger interessant, weniger unterhaltsam und weniger wichtig; bei ohnehin schwächeren Lehrpersonen sanken zudem die Leistungen. Die Autoren deuten dies als Krücken-Effekt: Wer KI zur Entlastung statt zur Verbesserung einsetzt, riskiert flacheren Unterricht. Die Arbeit liegt als noch nicht begutachteter Entwurf vor.

A phone on the right with the logo of an AI tool, Claude, and in the far background, it's the company's name Anthropic.
Bild: Chalkbeat
Tools14. Juli 2026Welt

Claude for Teachers: KI-Konzerne ringen um das Klassenzimmer

Anthropic hat am 14. Juli «Claude for Teachers» lanciert — kostenlos für verifizierte Lehrpersonen in den USA, mit hinterlegten Bildungsstandards aller 50 Bundesstaaten, Unterstützung bei Unterrichtsplanung und Auswertung von Leistungsdaten. Der Detroit Public Schools Community District startet im kommenden Schuljahr einen Pilotversuch, der Auswirkungen auf Wohlbefinden und Praxis der Lehrpersonen untersucht. Damit konkurrieren nun Anthropic, OpenAI (ChatGPT for Teachers seit November, gratis bis 2028), Google und Khan Academy um dieselbe Zielgruppe; laut Education Week nutzten 2025 bereits 61 Prozent der befragten US-Lehrpersonen KI, nach 32 Prozent im Vorjahr.

VCU-Studien: KI-Nutzung an Schulen wächst, doch Richtlinien und Weiterbildung hinken hinterher
Bild: VCU News
Forschung8. Juli 2026Welt

VCU-Studien: KI-Nutzung an Schulen wächst, doch Richtlinien und Weiterbildung hinken hinterher

Zwei neue Berichte des Metropolitan Educational Research Consortium (MERC) an der Virginia Commonwealth University zeichnen ein deutliches Bild: Der KI-Einsatz von Lehrpersonen und Lernenden ist stark gestiegen, doch Regelwerke und Weiterbildung halten nicht Schritt. In sechs von zehn untersuchten Schulbezirken in Virginia gab es keinerlei Richtlinien mit ausdrücklichem KI-Bezug, nur zwei von zehn regelten die KI-Nutzung durch Lehrpersonen, und die wenigsten hatten ihren Datenschutz an KI-Risiken angepasst. Die Forschenden sehen einen dringenden Bedarf an Lehrkräfte-Weiterbildung und an KI-Kompetenzförderung für Schülerinnen und Schüler. Der Bericht erschien kurz nachdem ein neues Gesetz das Bildungsministerium des Bundesstaates zum 1. Juli zur Erarbeitung von KI-Leitlinien verpflichtet hat.

Deutsches Schulbarometer: Jede zweite Lehrkraft nutzt KI — meist für sich, kaum im Unterricht
Bild: News4teachers
Forschung27. Juni 2026EU

Deutsches Schulbarometer: Jede zweite Lehrkraft nutzt KI — meist für sich, kaum im Unterricht

Das Deutsche Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung zeigt, dass sich der Anteil der Lehrkräfte, die KI-Werkzeuge wie ChatGPT regelmässig beruflich nutzen, innert eines Jahres von rund einem Drittel auf 52 Prozent fast verdoppelt hat. Eingesetzt wird KI dabei vor allem für die Vorbereitung — 64 Prozent für das Erstellen von Aufgaben, 58 Prozent für die Unterrichtsplanung, 33 Prozent für Kommunikation — während der direkte Einsatz im Klassenzimmer und zur Lernbegleitung deutlich zurückbleibt. Rund die Hälfte fühlt sich im Umgang weiterhin unsicher; zugleich befürchten viele negative Folgen für kritisches Denken (67 Prozent), soziale Fähigkeiten (67 Prozent) und Schreibkompetenz (57 Prozent).

Microsoft-Report: KI im Bildungsalltag angekommen – Schulung bleibt die grosse Lücke
Bild: Microsoft
Forschung24. Juni 2026Welt

Microsoft-Report: KI im Bildungsalltag angekommen – Schulung bleibt die grosse Lücke

Microsoft hat die dritte Ausgabe seines jährlichen «AI in Education»-Reports veröffentlicht. Laut der Befragung von 3'345 Lernenden, Lehrpersonen und Schulleitungen in sechs Ländern (USA, UK, Australien, Brasilien, Japan, Saudi-Arabien) haben 92 Prozent der Lernenden und 88 Prozent der Lehrpersonen KI bereits für schulische Zwecke genutzt – doch 77 Prozent der Schülerinnen und 53 Prozent der Lehrpersonen haben nie eine formale KI-Schulung erhalten. Akademische Integrität bleibt für beide Gruppen die grösste Sorge.

Neuerscheinung: «Künstliche Intelligenz im Schulunterricht» – Praxisbuch für Lehrkräfte
Bild: Springer VS
Forschung24. Juni 2026EU

Neuerscheinung: «Künstliche Intelligenz im Schulunterricht» – Praxisbuch für Lehrkräfte

Marco und Sandra Barenkamp haben mit «Künstliche Intelligenz im Schulunterricht. Neue Kompetenzen für Lehrkräfte in einer digitalen Welt» (Springer VS, 2026, Print-ISBN 978-3-658-50908-8) eine deutschsprachige Monografie für Lehrpersonen vorgelegt. In neun Kapiteln führt das Buch praxisnah durch konkrete Anwendungsfelder – Unterrichtsgestaltung, Leistungsbewertung, Schulorganisation und KI-gestützte Lehrerfortbildung – und liefert dazu die ethischen, gesellschaftlichen und technischen Grundlagen, um die Funktionsweise von KI-Modellen zu verstehen. Die vorgestellten Methoden sind wissenschaftlich grundiert, unter anderem mit Bezug auf John Hatties «Visible Learning», aber so aufbereitet, dass sie ohne informatische Vorkenntnisse anwendbar sind.

navos create
Bild: Robert Bosch Stiftung
Forschung23. Juni 2026EU

Deutsches Schulbarometer 2026: KI-Nutzung unter Lehrkräften steigt rasant

Die Robert Bosch Stiftung hat am 23. Juni 2026 die neue Ausgabe des Deutschen Schulbarometers veröffentlicht – eine repräsentative forsa-Befragung von 1'547 Lehrkräften an allgemein- und berufsbildenden Schulen, durchgeführt zwischen 11. November und 2. Dezember 2025. Der Anteil der Lehrkräfte, die KI-Tools nie nutzen, sank binnen eines Jahres von rund 31 Prozent (Ende 2024) auf 10 Prozent; der Anteil jener, die KI mehrmals pro Woche einsetzen, verdoppelte sich von 9 auf 19 Prozent. Am häufigsten dient KI dem Erstellen von Unterrichtsaufgaben (64 Prozent) und der Unterstützung bei der Unterrichtsplanung (58 Prozent).

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NPR/Ipsos-Umfrage: 73% der US-Lehrpersonen sehen KI als grösste Umwälzung seit Internet — Mehrheit sorgt sich um kritisches Denken
Bild: NPR / Ipsos
Debatte5. Juni 2026Welt

NPR/Ipsos-Umfrage: 73% der US-Lehrpersonen sehen KI als grösste Umwälzung seit Internet — Mehrheit sorgt sich um kritisches Denken

Eine repräsentative NPR/Ipsos-Umfrage unter 545 US-amerikanischen K-12-Lehrpersonen (Erhebungszeitraum 27. April – 5. Mai 2026, veröffentlicht 5. Juni 2026) zeichnet ein ambivalentes Bild: 73% glauben, KI werde grössere Auswirkungen auf die K-12-Bildung haben als frühere Technologieschübe wie Internet oder Computer. Gleichzeitig sehen 54% KI als Gefahr für das kritische Denken der Lernenden, 59% berichten, KI erodiere das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern. 55% bezeichnen KI primär als «Abkürzung, um Arbeit zu vermeiden». Auf der anderen Seite nutzen die meisten Lehrpersonen KI selbst produktiv — zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien (69%) und für die Unterrichtsplanung (52%). Alarmierend: Nur rund ein Drittel der Schulen hat formelle Richtlinien für den KI-Einsatz durch Lernende; 52% der Befragten geben an, ihre Schule habe keine oder unklare KI-Leitlinien.

Beltz: «Lernbegleitung mit KI» — praxisorientiertes Buch zur neuen Rolle der Lehrperson im KI-Zeitalter
Bild: Beltz Verlag
Forschung28. Mai 2026EU

Beltz: «Lernbegleitung mit KI» — praxisorientiertes Buch zur neuen Rolle der Lehrperson im KI-Zeitalter

Torsten Nicolaisen und Simon Rjosk haben mit «Lernbegleitung mit KI — Die Rolle der Lehrperson neu gestalten» (Beltz Verlag, 208 Seiten, erschienen 28. Mai 2026, ISBN 978-3-407-25972-1) ein praxisorientiertes Werk für Lehrpersonen aller Schulstufen im deutschsprachigen Raum vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen zwei Leitfragen: Wie entwickeln Lehrpersonen tragfähige KI-Kompetenzen — jenseits von Tool-Training? Und wie lässt sich mit KI-Unterstützung individuell und differenziert begleiten, ohne die pädagogische Verantwortung abzugeben? Das Buch behandelt pädagogische, rechtliche und ethische Dimensionen und liefert konkrete Strategien für Personalisierung, Differenzierung und metakognitives Lernen.

NPR: 65 % der Studierenden, 59 % der Lehrpersonen der Cal State University skeptisch gegenüber KI-Bildungsdeal mit OpenAI
Bild: NPR
Kritik & Risiken25. Mai 2026Welt

NPR: 65 % der Studierenden, 59 % der Lehrpersonen der Cal State University skeptisch gegenüber KI-Bildungsdeal mit OpenAI

Eine NPR-Recherche vom 25. Mai 2026 dokumentiert die Folgen des 30-Millionen-Dollar-No-Bid-Vertrags der California State University (CSU) mit OpenAI. Eine Umfrage unter über 94'000 Studierenden und Mitarbeitenden ergab: 65 % der Studierenden und 59 % der Lehrpersonen sind skeptisch, ob KI die Bildung insgesamt verbessert. 52 % der Lehrpersonen berichten von negativen Auswirkungen auf ihre Lehrtätigkeit; 67 % der Studierenden geben an, ihre Professorinnen und Professoren lehrten sie nicht, wie KI ethisch einzusetzen ist. Viele Lehrpersonen wechselten aus Angst vor Betrug zu handschriftlichen Prüfungen oder setzten auf fehleranfällige KI-Detektoren wie TurnItIn.

EU-Kommission: Aktualisierte ethische KI-Leitlinien für Lehrpersonen — generative KI, Hochrisiko-Systeme, Datenschutz
Bild: Europäische Kommission / European Digital Education Hub
Bildungspolitik21. Mai 2026EU

EU-Kommission: Aktualisierte ethische KI-Leitlinien für Lehrpersonen — generative KI, Hochrisiko-Systeme, Datenschutz

Die Europäische Kommission hat am 21. Mai 2026 die aktualisierte Ausgabe ihrer ethischen Leitlinien für den Einsatz von KI und Daten in Unterricht und Lernen veröffentlicht (Erstausgabe: 2022). Das Dokument, erarbeitet durch die Working Group on the Ethical Use of AI and Data in Education des European Digital Education Hub, richtet sich primär an Lehrpersonen der Primar- und Sekundarstufe. Kernbotschaft: «Ethische und rechtliche Überlegungen dürfen kein Anhängsel beim KI-Einsatz sein, sondern müssen fundamental sein.» Die aktualisierten Leitlinien adressieren: Anwendungen generativer KI für Unterrichtsplanung, personalisiertes Lernen, Beurteilung, frühes Erkennen von Lernschwierigkeiten und Verwaltung; Hochrisikosysteme (Zulassung, Benotung, Verhaltensmonitoring, Lernfortschritt) mit strengerer Aufsichtspflicht; Verbote (Emotionserkennung in Schulen); Datenschutz nach DSGVO und EU AI Act; sowie menschliche Aufsicht und Transparenzpflichten.

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OpenAI am Education World Forum London: Kasachstan schult 84'000 Lehrpersonen mit ChatGPT Edu — Singapur tritt Programm bei
Bild: OpenAI
Praxis20. Mai 2026Welt

OpenAI am Education World Forum London: Kasachstan schult 84'000 Lehrpersonen mit ChatGPT Edu — Singapur tritt Programm bei

Am 20. Mai 2026 präsentierte OpenAI am Education World Forum in London erste Ergebnisse des Programms «Education for Countries»: In Kasachstan wurden landesweit 84'000 Lehrpersonen mit ChatGPT Edu ausgestattet; 9 von 10 befragten Lehrpersonen gaben selbstberichtet an, das Tool sei für ihre Arbeit nützlich. Gleichzeitig wurde Singapur als neues Partnerland des Programms bekannt gegeben, das Regierungen bei der Entwicklung nationaler KI-Bildungsstrategien unterstützt. Singapur hat zudem einen S$300-Millionen-Pakt mit OpenAI unterzeichnet, der ein Applied-AI-Lab und nationale KI-Kompetenzentwicklung umfasst.

UNESCO launched a new global AI and digital citizenship course for teachers and educators.
Bild: Digital Watch Observatory / UNESCO Open Learning
Praxis18. Mai 2026Welt

UNESCO lanciert KI-MOOC für Lehrpersonen auf Englisch — «Educating in the Age of AI» startet 15. Juni

Am 18. Mai 2026 hat die UNESCO die zweite Ausgabe ihres kostenlosen Online-Kurses «Educating in the Age of Artificial Intelligence: Digital Citizenship from the Classroom» angekündigt — erstmals auch auf Englisch (bisher nur Spanisch). Der Kurs beginnt am 15. Juni 2026 auf der UNESCO Open Learning-Plattform und richtet sich an Lehrpersonen, Schulteams und Bildungseinrichtungen. Fünf thematische Module behandeln algorithmische Systeme, digitale Ethik, Online-Verhalten, Informationsintegrität und gesellschaftliche Auswirkungen von KI auf demokratische Partizipation. Die erste Ausgabe (Spanisch) hatte über 23'000 registrierte Teilnehmende.

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Microsoft: «Study and Learn»-Agent in Copilot für Bildungskunden — kostenlos für Schülerinnen und Schüler ab 13
Bild: Microsoft Education Blog
Tools13. Mai 2026Welt

Microsoft: «Study and Learn»-Agent in Copilot für Bildungskunden — kostenlos für Schülerinnen und Schüler ab 13

Am 13. Mai 2026 hat Microsoft den «Study and Learn Agent» allgemein verfügbar gemacht — ein KI-Agent in Microsoft 365 Copilot, der für Bildungskunden aller Schultypen und Hochschulen ohne Aufpreis freigeschaltet ist. Der Agent ist nach dem Prinzip «Der Lernende denkt» konzipiert: Er erklärt Konzepte, stellt Rückfragen statt direkte Antworten zu liefern, und bietet interaktive Übungsformate wie Flashcards, Quiz und Lückentexte. Er ergänzt den «Teach Agent» für Lehrpersonen, der Unterrichtsplanung und Materialerstellung unterstützt. Der Zugang erfolgt über die M365 Copilot-App mit Schul-Login.

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Bildungspolitik11. Mai 2026EU

Rat der EU verabschiedet erstmals formelle Schlussfolgerungen zu KI in der Bildung — Lehrpersonenrolle und Menschzentrierung im Zentrum

Am 11. Mai 2026 hat der Rat der Europäischen Union im Rahmen der Tagung des Rates Bildung, Jugend, Kultur und Sport erstmals formelle Schlussfolgerungen zu KI in der Bildung verabschiedet — ein bildungspolitischer Meilenstein. Das Dokument fordert einen ethischen, sicheren und menschenzentrierten Umgang mit KI in Bildungssystemen entlang von vier Schwerpunkten: Stärkung digitaler Kompetenzen und KI-Literacy, Sicherstellung von Inklusion und Chancengerechtigkeit, Stärkung der Rolle der Lehrpersonen sowie Förderung des Wohlbefindens von Lehrenden und Lernenden. Konkret werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, die KI- und Digitalkompetenzen der Lehrpersonen durch gezielte Aus- und Weiterbildung zu stärken, bildungsspezifische KI-Tools datenschutzkonform zu fördern und Lehrpersonen in die Gestaltung und Evaluation von KI-Tools einzubeziehen. Die Schlussfolgerungen benennen auch Risiken: algorithmische Verzerrung, Datenschutzschwächen, Gefährdung der Lehrerautonomie, Desinformation und eine mögliche Vergrösserung digitaler Ungleichheiten.

Rat der Europäischen Union (Consilium)Zum Originalartikel →
OpenAI bringt Codex-basierte «Workspace Agents» in ChatGPT Edu und Teachers — Credit-Pricing ab 6. Mai 2026
Bild: EdTech Innovation Hub / OpenAI
Tools23. Apr. 2026Welt

OpenAI bringt Codex-basierte «Workspace Agents» in ChatGPT Edu und Teachers — Credit-Pricing ab 6. Mai 2026

OpenAI hat am 23. April 2026 seine neuen «Workspace Agents» — autonom laufende, Codex-basierte Multi-Step-Agenten — für ChatGPT Business, Enterprise, Edu und Teachers freigeschaltet. Lehrpersonen und Bildungseinrichtungen können Agenten in natürlicher Sprache beschreiben, an freigegebene Tools wie Google Drive, Canva, Microsoft 365 und Slack anbinden und nach Zeitplan oder durch eingehende Anfragen ausführen lassen. Konkrete Schulszenarien laut OpenAI: Eltern-Updates aus Unterrichtsnotizen verfassen, Beratungsfragen sammeln und Lernende an passende Ressourcen weiterleiten, Meeting-Protokolle zu Aktionsplänen verdichten, IT-Support-Anfragen triagieren. Während der Research-Preview-Phase war die Nutzung gratis; ab 6. Mai 2026 startet ein Credit-basiertes Pricing. Verifizierte US-K-12-Lehrpersonen behalten den kostenlosen ChatGPT-for-Teachers-Zugang bis Juni 2028 — wie sich die Agenten-Credits dort verhalten, ist gemäss Bericht noch offen.

EdTech Innovation Hub / OpenAIZum Originalartikel →
Vodafone Stiftung / Uni Tübingen: Policy Paper warnt vor KI-Kompetenzverlusten in Schulen
Bild: Vodafone Stiftung / Universität Tübingen
Forschung15. Apr. 2026EU

Vodafone Stiftung / Uni Tübingen: Policy Paper warnt vor KI-Kompetenzverlusten in Schulen

Das Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung der Universität Tübingen warnt im Auftrag der Vodafone Stiftung vor zwei zentralen Risiken des aktuellen KI-Einsatzes in Schulen: dem Abbau bereits vorhandener Fähigkeiten durch Auslagerung an KI sowie dem Überspringen grundlegender Kompetenzen, die ohne eigene Anstrengung gar nicht erst aufgebaut werden. Erste empirische Studien zeigen, dass schnelle KI-Antworten zwar kurzfristig die Leistung verbessern, langfristig aber mit flacherem Verständnis, geringerer Erinnerungsleistung und reduzierter kognitiver Aktivierung einhergehen. Das Policy Paper fordert KI-Literalität für Lernende, didaktische Kompetenzen für Lehrkräfte und klare institutionelle Rahmenbedingungen.

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Gemälde: Stilisiertes Zertifikat mit MINT-Symbolen und KI-Motiv — Symbolbild zum KiKon-KI-Zertifikat an PHTG und Uni Konstanz
Bild: PHTG Thurgau / Universität Konstanz
Praxis1. Apr. 2026EU

«KiKoN»: Erstes grenzübergreifendes KI-Zertifikatsprogramm für MINT-Lehrkräfte gestartet — PHTG Thurgau beteiligt

Seit dem 1. April 2026 läuft «KiKoN» (KI-Kompetenzen für die Naturwissenschaften), ein von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördertes Zertifikatsprogramm mit rund 400'000 Euro. Beteiligt sind die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG), die Universität Konstanz und die PH Freiburg. Angehende MINT-Lehrkräfte erlernen KI-Grundlagen — Machine Learning, Large Language Models, Lernanalysen — sowie den didaktisch sinnvollen Einsatz generativer KI im Unterricht. Langfristig soll KiKoN als Best-Practice-Modell auf weitere Hochschulen ausgeweitet werden.

PHTG Thurgau / Universität KonstanzZum Originalartikel →
US-Lehrergewerkschaft: Scharfe Kritik an Melania Trumps Vision von Roboter-Lehrern
Bild: NBC News / AFT
Kritik & Risiken28. März 2026Welt

US-Lehrergewerkschaft: Scharfe Kritik an Melania Trumps Vision von Roboter-Lehrern

Am Bildungsgipfel im Weissen Haus präsentierte First Lady Melania Trump den humanoiden Roboter «Figure 03» als Zukunft personalisierter Bildung. Die Gewerkschaftspräsidentin Randi Weingarten (AFT) widersprach scharf: «Das ist der Albtraum aller Eltern.» KI könne ein Werkzeug sein, aber niemals die menschliche Beziehung im Klassenzimmer ersetzen. Selbst konservative Elterngruppen wie Moms for Liberty warnen inzwischen vor zu viel Technik in Schulen.

Forsa-Studie: 88% der Lehrkräfte haben kaum KI-Kenntnisse — 78% sehen keine Zeit für Weiterbildung
Bild: MDR / Forsa / Telekom-Stiftung
Kritik & Risiken22. März 2026EU

Forsa-Studie: 88% der Lehrkräfte haben kaum KI-Kenntnisse — 78% sehen keine Zeit für Weiterbildung

Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Telekom-Stiftung unter 1'000 Lehrkräften in Deutschland zeigt: 88% geben an, nur wenige oder gar keine Kenntnisse im Umgang mit KI-Regelungen zu haben. 78% halten es für ausgeschlossen, sich neben ihren regulären Aufgaben mit KI-Anwendungen zu beschäftigen. Gleichzeitig nutzen Schüler:innen KI längst routinemässig für Hausaufgaben. Die GEW spricht von einer «allein gelassenen Lehrerschaft».

MDR / Forsa / Telekom-StiftungZum Originalartikel →
USA: Lehrergewerkschaft AFT startet mit Microsoft, OpenAI und Anthropic die National Academy for AI Instruction
Bild: American Federation of Teachers (AFT)
Praxis8. Juli 2025Welt

USA: Lehrergewerkschaft AFT startet mit Microsoft, OpenAI und Anthropic die National Academy for AI Instruction

Am 8. Juli 2025 kündigte die American Federation of Teachers (AFT) mit Microsoft, OpenAI und Anthropic die Gründung einer nationalen KI-Weiterbildungs-Akademie für rund 1,8 Mio. Lehrkräfte an. Budget: 23 Mio. USD über fünf Jahre (Microsoft 12,5 Mio., OpenAI 10 Mio., Anthropic 0,5 Mio.). Der Betrieb startet in einer Manhattan-Einrichtung mit NYC-Lehrpersonen im Herbst 2025 und expandiert national.

American Federation of Teachers (AFT)Zum Originalartikel →

Aus der Bibliothek 7

2026

Generative AI in Education: Theories, Applications, and Ethical Frontiers

Gürhan Durak, Serkan Çankaya, Mike Sharples (Hrsg.)

Springer Nature Singapore · Englisch

Mike Sharples' Beteiligung als Herausgeber verleiht dem Band eine spezifische Verortung: Sharples ist nicht nur Forscher, sondern Mitgestalter der AIED-Disziplin (AI in Education als akademisches Feld) und bekannt für Arbeiten zu Mobile Learning, Open Learning und pädagogisch begründeten KI-Systemen. Sein Ansatz verbindet kognitionswissenschaftliche und soziokulturelle Perspektiven mit einem pragmatischen Blick auf Technologieanwendung — was den Band erkennbar prägt. Die Beiträge sind nicht primär ideologiekritisch, sondern fragen: Unter welchen Bedingungen unterstützt GenAI tatsächlich Lernprozesse?

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2026

Künstliche Intelligenz im Schulunterricht: Neue Kompetenzen für Lehrkräfte in einer digitalen Welt

Marco Barenkamp, Sandra Barenkamp

Springer VS (Springer Fachmedien Wiesbaden) · Deutsch

Das Werk ist klar in der praxisorientierten, didaktisch-affirmativen Linie der KI-in-der-Schule-Literatur zu verorten — nicht in einer evaluativ-kritischen. Sein Anspruch ist nicht, den KI-Einsatz grundsätzlich infrage zu stellen, sondern Lehrpersonen handlungsfähig zu machen. Bemerkenswert und seriösitätsstiftend ist die wiederholte Rückbindung an die empirische Lehr-Lern-Forschung, insbesondere an Hattie: Technik ist nicht per se lernwirksam; entscheidend bleibt die didaktische Einbettung und die Haltung der Lehrkraft. Damit positioniert sich der Band bewusst gegen den naiven Technikoptimismus («Tablets ohne pädagogisches Konzept») und betont die Lehrperson als wirksamste Variable — eine Pointe, die das Buch vom reinen Tool-Ratgeber abhebt. Gleichzeitig erfolgt mit der Hattie Referenz eine Überfokussierung auf "Lernen", wobei andere pädagogisch und schulisch relevante Funktionen von Schule sowie Fragen von Erziehung und Bildung unbeachtet bleiben.

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2026

OECD Digital Education Outlook 2026: Exploring Effective Uses of Generative AI in Education

OECD (Hrsg.)

OECD Publishing · Englisch

Der OECD Digital Education Outlook ist das alle zwei Jahre erscheinende Referenzwerk für Bildungspolitik im internationalen Vergleich. Die 2026er Ausgabe positioniert sich damit zur richtigen Zeit: Generative KI ist in Schulen und Hochschulen angekommen, aber eine belastbare Evidenzbasis fehlt weitgehend noch. Der Report liefert, was in dieser Phase gebraucht wird — keine Verheissung, keine Panik, sondern eine Bestandsaufnahme der vorliegenden Forschung mit politischen Schlussfolgerungen.

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2025

Künstliche Intelligenz in der Schule: Eine Handreichung zum Stand in Wissenschaft und Praxis

Katharina Scheiter, Elisabeth Bauer, Yoana Omarchevska, Clara Schumacher, Michael Sailer

Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) · Deutsch

Die BMBF-Handreichung nimmt in der deutschsprachigen KI-Bildungsdiskussion eine Position ein, die inhaltlich anspruchsvoller ist, als ihr kompaktes Format vermuten lässt: Sie lehnt technologischen Determinismus ab — weder das Narrativ «KI revolutioniert das Lernen», noch «KI gefährdet die Schule» — und ersetzt beide durch empirische Differenzierung. Das ist in einem Diskurs, der zwischen Solutionismus und Abwehr pendelt, ein substanzieller Beitrag.

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2024

Handlungsempfehlung für die Bildungsverwaltung zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in schulischen Bildungsprozessen

Kultusministerkonferenz (KMK) (Hrsg.)

Kultusministerkonferenz (KMK) · Deutsch

Die KMK-Handlungsempfehlung ist das meistzitierte bildungspolitische Referenzdokument für KI in deutschen Schulen — wer Konzepte für KI-Integration in schulischen Kontexten des deutschsprachigen Raums liest, stösst unweigerlich darauf. Es ist der institutionelle Orientierungsrahmen, den Landesinstitute, Schulbehörden, Schulträger und Lehrpersonenverbände verwenden, wenn sie eigene Positionierungen erarbeiten. Diese Rolle unterscheidet das Dokument von akademischen Forschungsberichten: Es ist kein Erkenntnisfortschritt, sondern eine gemeinsam abgestimmte Handlungsorientierung — und als solche ist es für den deutschen Bildungsdiskurs prägend, unabhängig davon, ob man seinen Empfehlungen inhaltlich zustimmt.

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2024

AI Competency Framework for Teachers

UNESCO (Hrsg.)

UNESCO · Englisch

Der Report gehört zum Kanon der internationalen Bildungs-Governance neben OECD, EU AI Office und Council of Europe. Er setzt ethische und menschenzentrierte Dimensionen bewusst gleichrangig neben technisches Wissen — eine Position gegen rein instrumentelle oder technikzentrierte Kompetenzmodelle, wie sie in kommerziellen Anbieter-Frameworks häufig auftauchen.

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2024

Künstliche Intelligenz für Lehrkräfte: Eine fachliche Einführung mit didaktischen Hinweisen

Ulrich Furbach, Emanuel Kitzelmann, Tilman Michaeli, Ute Schmid (Hrsg.)

Springer Fachmedien Wiesbaden · Deutsch

Dieses Buch füllt eine Lücke, die in der Diskussion um KI und Bildung systematisch übersehen wird: Die grossen Strategiepapiere und Kompetenzbeschreibungen (UNESCO, OECD, EDK) sagen, was Lehrpersonen über KI wissen und können sollen — dieses Buch sagt tatsächlich, wie. Es setzt ein fachlich ernstzunehmendes Niveau voraus, bleibt aber didaktisch zugänglich, und zwar durch die konsequente Verzahnung von technischem Verständnis und Unterrichtspraxis. Das ist kein popularisierendes «ChatGPT erklärt»-Buch, sondern ein Fachbuch für Lehrprofis.

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