Dossier

Datenschutz, Regulierung und Governance

Wer regelt KI im Unterricht, und wie werden die Daten von Lernenden geschützt? Beiträge zum EU AI Act, zu kantonalen und nationalen Richtlinien, zur Datennutzung im Bildungsraum und zur Frage, wer über Werkzeuge im Klassenzimmer entscheidet.

40 Beiträge · 14 aus der Schweiz · 3 in der Bibliothek · zuletzt ergänzt am 22. September 2026

Aus der Schweiz 14

Bildungspolitik22. Sept. 2026CH

Educa macht die Umsetzung der Datennutzungspolitik nachvollziehbar

Die Fachagentur Educa will die Umsetzung der Datennutzungspolitik (DNP) im digitalen Bildungsraum künftig systematisch dokumentieren und sichtbar machen. Dazu erfasst sie laufend Massnahmen und Fortschritte entlang der sieben Entwicklungslinien der DNP und lässt die Ergebnisse in periodische Fortschrittsberichte einfliessen. Die Erhebung stützt sich auf die bestehende technische Infrastruktur der «Plattform Digitalisierungsprojekte».

Bildungspolitik31. Aug. 2026CH

Educa26: EdTech zwischen Praxis, Business und Governance

An der Fachtagung Educa26 im Zentrum Paul Klee in Bern haben rund 150 Personen aus dem digitalen Bildungswesen darüber diskutiert, wie Schulen mit EdTech entwickelt werden sollen. Als zentrale Frage kristallisierte sich heraus, wie sich die zunehmende Präsenz privater KI- und EdTech-Anbieter mit dem öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag vereinbaren lässt. Sechs Inputreferate aus Schulleitung, Industrie, Forschung und Verwaltung sowie Workshops beleuchteten pädagogische, geschäftliche und Governance-Aspekte der Technologie-Integration.

Bildungspolitik21. Aug. 2026CH

Educa lanciert Kriterienkatalog für hochwertige digitale Bildungsangebote

Die Fachagentur Educa hat einen Kriterienkatalog veröffentlicht, der als gemeinsamer Referenzrahmen dient, wenn digitale Bildungsangebote entwickelt oder ausgewählt werden. Er richtet sich an EdTech-Anbieter, Bildungsinstitutionen sowie kantonale und eidgenössische Behörden und orientiert sich an Grundwerten des Schweizer Bildungswesens wie Chancengerechtigkeit, Inklusion, Datenschutz und institutioneller Autonomie. Als erste Dimension liegt «digitale Barrierefreiheit» vor; weitere Kriterien zu Datenschutz und Informationssicherheit, digitaler Nachhaltigkeit, Interoperabilität und Unternehmensverantwortung sind in Erarbeitung.

Bildungspolitik7. Aug. 2026CH

Kanton Solothurn veröffentlicht Handreichung zu KI-Anwendungen für die Volksschule

Das Volksschulamt des Kantons Solothurn hat eine «Handreichung zu KI-Anwendungen» samt weiteren Umsetzungshilfen für die Schulträger publiziert. Das Dokument ordnet KI-Anwendungen für die Volksschule ein, fasst den rechtlichen Rahmen und leitende ethische Grundsätze zusammen und stellt einen «Kriterienkatalog für (generative) KI-Anwendungen» bereit, mit dem Schulen Tools datenschutzkonform beurteilen können.

Kanton SolothurnZum Originalartikel →
Avatar in der Schule 2024
Bild: Infosperber
Kritik & Risiken15. Juli 2026CH

Aargauer «erste KI-Schule der Schweiz» weckt Datenschutz- und Pädagogikkritik

Die Kreisschule Mutschellen im Aargau will sich nach den Sommerferien mit der Software des Anbieters Pro Scola zur «ersten KI-Schule der Schweiz» machen: Rund achtzig Lehrpersonen sollen damit Lernpfade, Arbeitsblätter und Bewertungen generieren, während das System umfassende Profile ganzer Klassen und einzelner Schülerinnen und Schüler erstellt – bis hin zu Stärken-Schwächen-Analysen, Berufsfeldvorschlägen und automatisch verfassten Motivationsschreiben. Fachpersonen wie der Zürcher Erziehungsphilosoph Roland Reichenbach und die EPFL-Forscherin Tanja Käser warnen vor einem «gläsernen Schüler» und einem «Feldversuch, den niemand richtig versteht», bei dem permanente Vermessung das kindliche Entwicklungsumfeld gefährden könne.

Debatte30. Juni 2026CH

Educa: Neues Dossier stellt digitale Selbstbestimmung ins Zentrum der EdTech-Debatte

Die Fachagentur Educa hat am 30. Juni 2026 unter dem Titel «Schule – Mensch – EdTech: Der Mensch im Fokus» ein neues Dossier lanciert. Es warnt vor einem Ungleichgewicht: Lernende und Lehrpersonen produzieren in smarten Lernplattformen laufend Daten, haben aber kaum Kontrolle darüber, was damit geschieht. Educa fordert, dass beide die Systeme verstehen, die sie nutzen, und dass Menschen nicht anhand von Daten und Algorithmen in vorurteilsbehaftete Raster gedrängt werden – Voraussetzung dafür sei eine digital souveräne Schule als Institution.

Bildungspolitik29. Juni 2026CH

Educa: Von den NFP-77-Grundsätzen zu konkreten Schritten

Educa übersetzt die Befunde des Nationalen Forschungsprogramms 77 in sechs Handlungsfelder für die digitale Transformation im Bildungswesen: systemische Kooperation, inklusive Gestaltung, pädagogisch begründete Innovation, ethische Werte, Datenzugang und Anpassungsfähigkeit. Der Beitrag verknüpft die Forschungsergebnisse mit Educas laufenden Arbeiten an Datennutzungspolitik und Kriterienkatalog für Bildungsökosysteme.

Debatte28. Mai 2026CH

Educa-Fachtagung 2026: Wie verträgt sich private EdTech mit dem öffentlichen Bildungsauftrag?

Die Fachagentur Educa hat ihre Fachtagung «Educa26» angekündigt, die am 26. August 2026 unter dem Motto «Schule mit EdTech entwickeln: Was bedeutet das?» stattfindet. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die zunehmende Präsenz privater Anbieter mit dem öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag vereinbaren lässt. Vertreterinnen von Schulleitungsverbänden, Lehrpersonen und ein EdTech-Unternehmer beleuchten die pädagogische, organisatorische und ethische Tragfähigkeit einer EdTech-gestützten Schulentwicklung sowie den Platz der Bildung im «Datenökosystem Schweiz».

Bildungspolitik26. Mai 2026CH

Schweizer KI-Aktionsplan: «First Draft» am Digital Gipfel Andermatt — KI-Kompetenz und Bildung als nationale Priorität

Am Digital Gipfel Schweiz 2026 in Andermatt haben digitalswitzerland und das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) am 26. Mai 2026 den «First Draft» des «AI Action Plan for Switzerland» präsentiert. Das unter Mitwirkung von über 200 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Bildung erarbeitete Dokument formuliert Massnahmen entlang fünf Stossrichtungen: Forschung und Innovation, Bildung und KI-Kompetenz («AI Competency Boost» für Bevölkerung, Fachkräfte und KMU), digitale Infrastruktur, Datenverfügbarkeit und KI-Governance. Es ist das erste national koordinierte Strategiepapier dieser Art in der Schweiz. Verbindliche Lehrplanvorgaben für Kantone enthält es nicht; der Rahmen bleibt freiwillig. Nächster Meilenstein: AI Summit Genf, Juni 2027.

digitalswitzerland / BAKOMZum Originalartikel →
Prof. Döbeli Honegger: Lokale KI-Modelle im Bildungskontext — Datensouveränität statt Cloud-Abhängigkeit
Bild: doebe.li – Beat Döbeli Honegger
Praxis18. Apr. 2026CH

Prof. Döbeli Honegger: Lokale KI-Modelle im Bildungskontext — Datensouveränität statt Cloud-Abhängigkeit

Beat Döbeli Honegger, einer der profiliertesten Schweizer Bildungstechnologen, dokumentiert auf seinem Blog Experimente mit lokal laufenden generativen Sprachmodellen (Ollama, LM Studio, Open Web UI) auf einem privaten Mac Mini. Hauptmotive: Kostensenkung gegenüber Cloud-Diensten und digitale Souveränität über Daten und Modellwahl. Getestete Modelle: gemma-4b, qwen3.5:9b, mistral-small:24b — lokal beeindruckend in Deutsch, aber qualitativ noch hinter Server-Systemen. Für Schulen und Bildungseinrichtungen ergibt sich eine direkte Frage: Welche Lernendendaten verlassen die Institution, und wie lässt sich dies kontrollieren?

doebe.li – Beat Döbeli HoneggerZum Originalartikel →
76 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz nutzt gegenwärtig Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz im Alltag.
Bild: Watson / Comparis
Forschung2. Apr. 2026CH

Comparis-Studie: 76% der Schweizer Bevölkerung nutzen KI — aber grosse Skepsis bei persönlichen Daten

Laut einer repräsentativen Comparis-Umfrage unter 1'035 Personen nutzen 2026 bereits 76% der erwachsenen Schweizer Bevölkerung KI-Tools im Alltag (2025: 62,4%). Bei 18–35-Jährigen liegt die Rate bei 90,1%. Gleichzeitig zeigt sich grosse Skepsis: 55,5% würden einem Chatbot niemals psychische Probleme anvertrauen, über die Hälfte lehnt die Weitergabe persönlicher Gesundheitsdaten ab. Die Westschweiz nutzt KI stärker als die Deutschschweiz.

Watson / ComparisZum Originalartikel →
SRF-Recherche: Braucht die Schweiz nationale KI-Regeln für Schulen?
Bild: SRF
Debatte25. März 2026CH

SRF-Recherche: Braucht die Schweiz nationale KI-Regeln für Schulen?

Eine SRF-Umfrage bei Kantonen zeigt ein uneinheitliches Bild beim Umgang mit KI an Schulen — von detaillierten Richtlinien bis zu fast keiner Auseinandersetzung. Der Präsident der Schweizer Schulleitungen fordert ein nationales Framework. Die St. Galler Bildungsdirektorin Surber unterstützt eine interkantonale Koordination, während der Aargau auf kantonale Eigenständigkeit pocht. Der Bildungsbericht zeigt: Nur noch 1–2% der 15-Jährigen schneiden in PISA-Tests besser ab als ChatGPT.

Stadt Zürich lanciert «ZüriA»: Datenschutzkonforme KI-Assistenz auf Open-Source-Basis
Bild: Inside IT / Stadt Zürich
Tools17. März 2026CH

Stadt Zürich lanciert «ZüriA»: Datenschutzkonforme KI-Assistenz auf Open-Source-Basis

Die Stadt Zürich hat mit «ZüriA» eine eigene KI-Assistenz für ihre Mitarbeitenden lanciert. Die Lösung basiert auf Open-Source-Sprachmodellen und verarbeitet alle Daten ausschliesslich innerhalb der städtischen Rechenzentren — auch vertrauliche und streng vertrauliche Informationen. Die KI unterstützt bei Textarbeit, Übersetzungen und Zusammenfassungen. Ein Modell, das auch für Bildungsinstitutionen wegweisend sein könnte.

Inside IT / Stadt ZürichZum Originalartikel →
Gemälde: Schweizer Bundesratssaal mit glühendem Dokument auf dem Ratstisch — Symbolbild zur Ratifizierung der CoE KI-Konvention
Bild: Admin.ch / BAKOM
Bildungspolitik12. Feb. 2025CH

Bundesrat beschliesst Ratifikation der Europarats-Konvention zu KI

Am 12. Februar 2025 entschied sich der Bundesrat, die Konvention des Europarats zu Künstlicher Intelligenz, Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu ratifizieren und das Schweizer Recht sektoriell anzupassen. Die KI-Regulierung soll drei Ziele verfolgen: Innovationsstandort stärken, Grundrechte schützen, Vertrauen in KI aufbauen. Das EJPD erarbeitet zusammen mit UVEK und EDA eine Vernehmlassungsvorlage bis Ende 2026.

Admin.ch / BAKOMZum Originalartikel →

International 26

Wettlauf ums Klassenzimmer: OpenAI, Google und Anthropic buhlen um die Schulen
Bild: Stacker
Debatte11. Aug. 2026Welt

Wettlauf ums Klassenzimmer: OpenAI, Google und Anthropic buhlen um die Schulen

Mit dem Start von «Claude for Teachers» ist Anthropic im Sommer 2026 zu OpenAI und Google in den Wettbewerb um den US-Schulmarkt eingestiegen. Google hat sein Modell Gemini per Rahmenvertrag flächendeckend an allen öffentlichen Schulen des Bundesstaats Utah ausgerollt, OpenAI kooperiert mit dem Lehrerverband AFT bei Datenschutzstandards. Parallel wächst der Widerstand: Eltern-Initiativen und einzelne Schulbezirke stellen die Bildschirm- und KI-Präsenz im Unterricht offen infrage und verweisen auf Risiken wie Datenschutz, Abhängigkeit und nachlassendes eigenständiges Denken.

The European Parliament building in Strasbourg, France, representing the EU AI Act education deadline and the Digital Omnibus amendment
Bild: WINSS Solutions
Bildungspolitik4. Aug. 2026EU

EU AI Act: Pflichten für Hochrisiko-KI in der Bildung um 16 Monate verschoben

Zum 2. August 2026 wären die strengen Pflichten für sogenannte Hochrisiko-KI-Systeme in Kraft getreten — dazu zählt KI, die über Zulassung, Prüfungsbewertung, die Einstufung von Lernenden oder die Überwachung von Prüfungen mitentscheidet. Ein am 27. Juli 2026 wirksam gewordener «Digital Omnibus» der EU verschiebt diese Anforderungen an Dokumentation, Risikobewertung und menschliche Aufsicht jedoch auf den 2. Dezember 2027. Sofort in Kraft bleiben nur die Transparenzpflichten nach Artikel 50, etwa die Kennzeichnung von KI-Chatbots.

USA: Schülerinnen und Schüler aus 50 Bundesstaaten verabschieden nationales KI-Rahmenwerk für Schulen
Bild: AASA
Debatte3. Aug. 2026Welt

USA: Schülerinnen und Schüler aus 50 Bundesstaaten verabschieden nationales KI-Rahmenwerk für Schulen

Beim «America's Youth AI Festival» (17.–19. Juli) auf den Campus von UMass Boston und MIT haben Jugendliche aus allen 50 US-Bundesstaaten in einem nachgebildeten Senatsverfahren den «STUDENTS FIRST Act of 2026» verabschiedet — mit 82 zu 16 Stimmen. Das von Day of AI, MIT RAISE und dem Schulleiterverband AASA begleitete Rahmenwerk setzt statt Verboten oder schrankenloser Nutzung auf Leitplanken: KI-Einsatz für schriftliche und künstlerische Arbeiten erst ab der 9. Klasse und nur mit Erlaubnis der Lehrperson, ein Anspruch auf menschliche Prüfung statt automatischer Detektionstools bei Betrugsvorwürfen sowie Transparenz- und Datenschutzpflichten der Schulen.

Bildungspolitik2. Aug. 2026EU

EU AI Act: Durchsetzung der Regeln für KI-Basismodelle seit 2. August in Kraft

Seit dem 2. August 2026 kann die europäische KI-Behörde (AI Office) die Pflichten für Anbieter universell einsetzbarer KI-Modelle (GPAI) — darunter die grossen Chatbots — aktiv durchsetzen: Sie darf Dokumentation verlangen, Modelle direkt prüfen, Korrekturmassnahmen anordnen, Produkte vom EU-Markt nehmen und Bussen bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängen. Betroffen sind auch die generativen KI-Werkzeuge, die zunehmend in Schulen und Hochschulen zum Einsatz kommen.

Bildungspolitik6. Juli 2026Welt

Kalifornien veröffentlicht Modellrichtlinie für KI an Schulen

Das kalifornische Bildungsdepartement (CDE) hat im Juli — angestossen durch das Gesetz SB 1288 — eine Modellrichtlinie zum KI-Einsatz an Schulen publiziert. Sie ist ausdrücklich unverbindlich und als anpassbare Vorlage für Schulbezirke gedacht. Inhaltlich setzt sie klare Leitplanken: KI-Detektionssoftware darf nicht alleinige Grundlage für Disziplinarmassnahmen oder Notenabzüge sein, jeder KI-Einsatz zum Benoten oder für Feedback erfordert Transparenz und Einwilligung, sämtliche Werkzeuge müssen vom Schulträger freigegeben und datenschutzkonform sein, und KI-Kompetenz wird als Kernkompetenz verankert. Eltern erhalten Einsichts- und Prüfrechte.

California Department of EducationZum Originalartikel →
Bildungspolitik6. Juli 2026EU

EU AI Act: Ab 2. August 2026 gelten die Hochrisiko-Pflichten für Bildungs-KI

Am 2. August 2026 wird der EU AI Act in weiten Teilen anwendbar – darunter die strengen Vorgaben für sogenannte Hochrisiko-Systeme. Anhang III der Verordnung stuft zahlreiche KI-Anwendungen im Bildungsbereich explizit als hochriskant ein: Systeme, die über den Zugang zu Bildungseinrichtungen entscheiden, Lernergebnisse und Prüfungen bewerten, Lernende bestimmten Bildungswegen zuweisen oder das Verhalten während Prüfungen überwachen. Anbieter und Betreiber solcher Systeme müssen dann unter anderem Konformitätsbewertungen, menschliche Aufsicht, Tests auf Verzerrungen, eine lückenlose Protokollierung und die Registrierung in einer EU-Datenbank sicherstellen.

Europäische KommissionZum Originalartikel →
Bildungspolitik1. Juli 2026Welt

Ohio verpflichtet ab 1. Juli 2026 jede Schule zu einer eigenen KI-Richtlinie

Seit dem 1. Juli 2026 müssen in Ohio alle öffentlichen Schulbezirke, Charter- und STEM-Schulen eine formelle Richtlinie zum Einsatz künstlicher Intelligenz beschlossen haben – so schreibt es das Haushaltsgesetz House Bill 96 vor. Schulen können das Modell des Bildungsdepartements (ODEW) unverändert übernehmen oder eine eigene Fassung entwickeln; abgedeckt werden müssen unter anderem zulässige Nutzung, Datenschutz, Anbieterprüfung und akademische Integrität. Damit ist Ohio nach eigener Darstellung der erste US-Bundesstaat, der KI-Governance an Schulen von einer Empfehlung in eine gesetzliche Pflicht überführt.

Ohio Department of Education and WorkforceZum Originalartikel →
Bildungspolitik23. Juni 2026EU

Bayern verankert KI-Einsatz an Hochschulen gesetzlich – und verbietet pauschale KI-Verbote

Der bayerische Ministerrat hat am 23. Juni 2026 eine Änderung des Bayerischen Hochschulinnovationsgesetzes (BayHIG) beschlossen, die den Einsatz künstlicher Intelligenz in Studium und Lehre rechtlich verankert. Hochschulen dürfen die KI-Nutzung grundsätzlich nicht mehr pauschal verbieten, sollen sie aber – etwa bei unbeaufsichtigten Prüfungen – in ihren Prüfungsordnungen mit einer Kennzeichnungspflicht verbinden. Zugleich wird die Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz ausdrücklich als Aufgabe der Hochschulen definiert.

Bayerische StaatsregierungZum Originalartikel →
WEF lanciert KI-Bereitschafts-Framework für Bildungssysteme: sechs Dimensionen für verantwortungsvollen KI-Einsatz
Bild: World Economic Forum (WEF)
Forschung4. Juni 2026Welt

WEF lanciert KI-Bereitschafts-Framework für Bildungssysteme: sechs Dimensionen für verantwortungsvollen KI-Einsatz

Das World Economic Forum veröffentlichte am 4. Juni 2026 den Bericht «Shaping the Future of Learning: Education Readiness for the Age of AI». Das Dokument stellt ein praktisches KI-Bereitschafts-Framework vor, das Bildungspolitikerinnen, Schulleitungen und Technologieanbieter dabei unterstützen soll, die notwendigen Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen KI-Einsatz zu prüfen und zu schaffen. Das Framework umfasst sechs Dimensionen: Governance, Infrastruktur, akademische Integrität, digitale Kompetenz, Lehrkapazität sowie Lernererfahrung. Die Kernbotschaft: Ohne die richtigen Grundlagen kann KI Lernqualität, Chancengerechtigkeit und Vertrauen in Bildungssysteme eher schwächen als stärken. Das Framework ist als Selbstevaluationsinstrument konzipiert — keine Länderrankings, sondern Orientierung für Bildungsakteure.

World Economic Forum (WEF)Zum Originalartikel →
HEPI-Studie zu 96 britischen Hochschulen: KI-Richtlinien klingen bildungsorientiert, funktionieren aber oft als Kontrollinstrumente
Bild: HEPI (Higher Education Policy Institute)
Forschung21. Mai 2026EU

HEPI-Studie zu 96 britischen Hochschulen: KI-Richtlinien klingen bildungsorientiert, funktionieren aber oft als Kontrollinstrumente

Das Higher Education Policy Institute (HEPI) hat am 21. Mai 2026 die Policy Note 71 von Professor Sam Illingworth (Edinburgh Napier University) veröffentlicht — eine Analyse von 96 öffentlich zugänglichen KI-Richtlinien britischer Hochschulen. Zentrale Befunde: 41% der abschlussberechtigten Institutionen haben überhaupt keine öffentlich zugängliche KI-Richtlinie, manche verstecken sie hinter Login-Wänden. Zwar klingen 86% der Richtlinien sprachlich bildungsorientiert, doch eine genauere Analyse zeigt, dass rund die Hälfte faktisch als Kontroll- und Disziplinierungsmechanismus funktioniert. Keine einzige der untersuchten Richtlinien drückt grundsätzliches Vertrauen in Studierende aus; ein sektorweiter Standard fehlt.

HEPI (Higher Education Policy Institute)Zum Originalartikel →
EU-Kommission: Aktualisierte ethische KI-Leitlinien für Lehrpersonen — generative KI, Hochrisiko-Systeme, Datenschutz
Bild: Europäische Kommission / European Digital Education Hub
Bildungspolitik21. Mai 2026EU

EU-Kommission: Aktualisierte ethische KI-Leitlinien für Lehrpersonen — generative KI, Hochrisiko-Systeme, Datenschutz

Die Europäische Kommission hat am 21. Mai 2026 die aktualisierte Ausgabe ihrer ethischen Leitlinien für den Einsatz von KI und Daten in Unterricht und Lernen veröffentlicht (Erstausgabe: 2022). Das Dokument, erarbeitet durch die Working Group on the Ethical Use of AI and Data in Education des European Digital Education Hub, richtet sich primär an Lehrpersonen der Primar- und Sekundarstufe. Kernbotschaft: «Ethische und rechtliche Überlegungen dürfen kein Anhängsel beim KI-Einsatz sein, sondern müssen fundamental sein.» Die aktualisierten Leitlinien adressieren: Anwendungen generativer KI für Unterrichtsplanung, personalisiertes Lernen, Beurteilung, frühes Erkennen von Lernschwierigkeiten und Verwaltung; Hochrisikosysteme (Zulassung, Benotung, Verhaltensmonitoring, Lernfortschritt) mit strengerer Aufsichtspflicht; Verbote (Emotionserkennung in Schulen); Datenschutz nach DSGVO und EU AI Act; sowie menschliche Aufsicht und Transparenzpflichten.

Europäische Kommission / European Digital Education HubZum Originalartikel →
telli wird AIS.chat — Deutschlands gemeinsames KI-Schulwerkzeug startet in Berlin
Bild: Bildungsklick / Senatsverwaltung für Bildung Berlin
Tools20. Mai 2026EU

telli wird AIS.chat — Deutschlands gemeinsames KI-Schulwerkzeug startet in Berlin

Seit dem 20. Mai 2026 steht der KI-Chatbot AIS.chat — vormals telli — allen öffentlichen Schulen in Berlin kostenlos zur Verfügung. Das Tool war bereits in mehreren Bundesländern aktiv; am 11. Mai wechselte es aus markenrechtlichen Gründen den Namen. Entwickelt wurde es im Auftrag aller 16 deutschen Bundesländer vom FWU (Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht); es bindet verschiedene Sprachmodelle (u.a. Meta Llama 3.3 und GPT-5 mini) über eine einheitliche Oberfläche ein. Alle Daten werden auf EU-Servern verarbeitet; Nutzungsdaten fliessen weder an Dritte noch werden sie für KI-Training verwendet. Authentifizierung erfolgt über VIDIS, das bundesweite Bildungsidentitätssystem.

Bildungsklick / Senatsverwaltung für Bildung BerlinZum Originalartikel →
Bildungspolitik11. Mai 2026EU

Rat der EU verabschiedet erstmals formelle Schlussfolgerungen zu KI in der Bildung — Lehrpersonenrolle und Menschzentrierung im Zentrum

Am 11. Mai 2026 hat der Rat der Europäischen Union im Rahmen der Tagung des Rates Bildung, Jugend, Kultur und Sport erstmals formelle Schlussfolgerungen zu KI in der Bildung verabschiedet — ein bildungspolitischer Meilenstein. Das Dokument fordert einen ethischen, sicheren und menschenzentrierten Umgang mit KI in Bildungssystemen entlang von vier Schwerpunkten: Stärkung digitaler Kompetenzen und KI-Literacy, Sicherstellung von Inklusion und Chancengerechtigkeit, Stärkung der Rolle der Lehrpersonen sowie Förderung des Wohlbefindens von Lehrenden und Lernenden. Konkret werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, die KI- und Digitalkompetenzen der Lehrpersonen durch gezielte Aus- und Weiterbildung zu stärken, bildungsspezifische KI-Tools datenschutzkonform zu fördern und Lehrpersonen in die Gestaltung und Evaluation von KI-Tools einzubeziehen. Die Schlussfolgerungen benennen auch Risiken: algorithmische Verzerrung, Datenschutzschwächen, Gefährdung der Lehrerautonomie, Desinformation und eine mögliche Vergrösserung digitaler Ungleichheiten.

Rat der Europäischen Union (Consilium)Zum Originalartikel →
EU Digital Omnibus: Hochrisiko-KI in der Bildung erhält 16 Monate Aufschub — Transparenzpflichten bleiben
Bild: Steiger Legal
Bildungspolitik8. Mai 2026EU

EU Digital Omnibus: Hochrisiko-KI in der Bildung erhält 16 Monate Aufschub — Transparenzpflichten bleiben

Europaparlament und EU-Rat haben am 7. Mai 2026 eine provisorische Einigung zum «Digital Omnibus on AI» erzielt. Die wichtigste Änderung für Schulen und EdTech: Die Hochrisiko-KI-Pflichten nach Anhang III — der Bildung und Berufsbildung explizit einschliesst — werden um 16 Monate verschoben, von August 2026 auf den 2. Dezember 2027. Gleichzeitig gelten ab Dezember 2026 neue Transparenz- und Kennzeichnungspflichten für KI-generierte Inhalte, die Schulen bereits jetzt bei der Werkzeugwahl berücksichtigen müssen.

EU Digital Omnibus: KI-Hochrisiko-Fristen für Schulen und Hochschulen auf Dezember 2027 verschoben
Bild: Skill-Sprinters / EU Digital Omnibus
Bildungspolitik7. Mai 2026EU

EU Digital Omnibus: KI-Hochrisiko-Fristen für Schulen und Hochschulen auf Dezember 2027 verschoben

Am 7. Mai 2026 einigten sich EU-Parlament und Rat auf den «Digital Omnibus on AI», der zentrale Fristen des EU AI Acts verschiebt. Hochrisiko-KI-Systeme in Bildung und Ausbildung (Annex III) — darunter KI für Zulassung, Lernzielbeurteilung und Prüfungsüberwachung — müssen erst ab 2. Dezember 2027 statt wie ursprünglich ab August 2026 konform sein. Hochrisiko-KI in zertifizierungspflichtigen Produkten (Annex I) erhält sogar bis August 2028 Zeit. Nicht verschoben wurden Transparenzpflichten inkl. Kennzeichnung KI-generierter Inhalte — diese gelten ab 2. Dezember 2026. Ebenfalls unverändert: Art. 4 (KI-Kompetenzanforderungen) bleibt ab August 2026 verpflichtend.

Skill-Sprinters / EU Digital OmnibusZum Originalartikel →
Gemälde: Schulkorridor mit KI-Interfaces auf Screens in offenen Klassenzimmern, eine Lehrperson geht gelassen entlang — Symbolbild zum GEW-Bericht
Bild: GEW – Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Praxis1. Mai 2026EU

GEW: KI erobert die Schulen — fast alle deutschen Bundesländer stellen generative KI fürs Klassenzimmer bereit

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) berichtet am 1. Mai 2026: Im laufenden Schuljahr werden fast alle deutschen Bundesländer generative KI-Werkzeuge offiziell für den Unterricht bereitstellen. Bisher nutzten Schüler:innen und Lehrkräfte ChatGPT, Gemini oder Claude oft inoffiziell — mit erheblichen Datenschutz-Risiken. Die GEW fordert klare Rahmenbedingungen, ausreichende Fortbildung und warnt vor der Einführung ohne pädagogisches Konzept. Der Artikel bietet einen Überblick über die verschiedenen Landesapplikationen und deren Datenschutz-Architektur.

GEW – Gewerkschaft Erziehung und WissenschaftZum Originalartikel →
Gemälde: Kompassrose auf alter Europakarte mit Bildungssymbolen — Symbolbild zum «Compass for AI and Education» des Europarats
Bild: Council of Europe
Bildungspolitik25. Apr. 2026EU

Europarat entwickelt «Compass for AI and Education» — normativer Rahmen für KI im Bildungswesen

Der Europarat hat an seiner 3. Arbeitskonferenz zu KI und Bildung (Strassburg, Oktober 2025) ein neues Orientierungsinstrument angekündigt: den «Compass for AI and Education». Das Dokument soll vier Bereiche abdecken — KI-Literacy, Regulierung und Governance, Lehren und Lernen mit KI sowie Evaluation von Bildungstechnologien — und basiert auf den Grundsätzen Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Die finale Publikation war für März 2026 geplant; die Verfügbarkeit des vollständigen Dokuments wird beobachtet.

Council of EuropeZum Originalartikel →
EU AI Act: Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte gilt ab August 2026
Bild: Haufe / EU-Kommission
Bildungspolitik7. Apr. 2026EU

EU AI Act: Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte gilt ab August 2026

Ab dem 2. August 2026 greift die Transparenzpflicht des EU AI Acts (Art. 50 KI-VO): KI-generierte Texte, Bilder, Videos und Audioinhalte müssen als solche gekennzeichnet werden. Nutzer müssen erkennen können, wenn sie mit einem KI-System kommunizieren. Deepfakes sind in jedem Fall zu markieren. Für KMU gelten erleichterte Dokumentationspflichten. Für Schweizer Bildungsinstitutionen, die EU-konforme Tools einsetzen, wird dies relevant.

Haufe / EU-KommissionZum Originalartikel →
Thüringen: Datenschutzkonforme KI «telli» steht ab sofort allen Schulen zur Verfügung
Bild: Gotha Aktuell / Thüringer Bildungsministerium
Tools2. Apr. 2026EU

Thüringen: Datenschutzkonforme KI «telli» steht ab sofort allen Schulen zur Verfügung

Thüringen hat den KI-Chatbot «telli» über das Landesschulportal für alle Lehrkräfte und Schüler:innen freigeschaltet. Die im Rahmen des DigitalPakt Schule entwickelte Anwendung läuft pseudonymisiert auf EU-Servern — Nutzungsdaten werden weder an Dritte weitergegeben noch für KI-Training verwendet. Lehrkräfte können individuelle KI-Assistenten konfigurieren und per QR-Code mit Schüler:innen teilen. Ein Modell, das auch für Schweizer Kantone als Vorbild dienen könnte.

Gotha Aktuell / Thüringer BildungsministeriumZum Originalartikel →
Schulunterricht
Bild: Berlin.de
Bildungspolitik31. März 2026EU

Berlin: Neues Schulgesetz regelt erstmals KI-Einsatz und digitale Klassenbücher

Berlins Bildungssenatorin Günther-Wünsch hat eine Novelle des Schulgesetzes vorgelegt, die erstmals den Einsatz von Künstlicher Intelligenz an Schulen rechtlich regelt. Neben KI umfasst das Gesetz auch digitale Klassenbücher, Zeugnisse und Schülerausweise sowie verpflichtende Vergleichstests von Klasse 1 bis 10 für eine datengestützte Schulentwicklung.

Springer-Studie (788 Studierende): Ethische KI-Bedenken bekannt — aber Effizienz siegt
Bild: Education and Information Technologies / Springer
Forschung28. März 2026EU

Springer-Studie (788 Studierende): Ethische KI-Bedenken bekannt — aber Effizienz siegt

Eine peer-reviewed Studie mit 788 Studierenden aus Europa und Australien (Springer, März 2026) zeigt ein Muster der Risikonormalisierung: Datenschutz-, Bias- und Überabhängigkeitsbedenken sind weit verbreitet, halten aber die meisten nicht von der KI-Nutzung ab — akademischer Produktivitätsgewinn überwiegt in der Wahrnehmung. Die Autoren fordern multidimensionale AI-Literacy-Programme, die technische, ethische und kritische Kompetenzen verbinden.

Education and Information Technologies / SpringerZum Originalartikel →
Wenn der KI-Vorwurf das Studium beendet: Erstes deutsches Gericht entzieht Prüfungsrecht wegen KI-Verdacht
Bild: heise online
Kritik & Risiken27. März 2026EU

Wenn der KI-Vorwurf das Studium beendet: Erstes deutsches Gericht entzieht Prüfungsrecht wegen KI-Verdacht

Ein Informatikstudent verliert durch ein Urteil des Verwaltungsgerichts Kassel sein gesamtes Prüfungsrecht — die Bachelorarbeit wurde wegen vermuteter KI-Nutzung als Täuschung gewertet. Rund sechs ähnliche Fälle gibt es bisher, alle zuungunsten der Prüflinge. Experten kritisieren das Fehlen bundeseinheitlicher Regelungen: Was als erlaubte KI-Nutzung gilt, variiert massiv zwischen Professorinnen und Institutionen — KI-Erkennungssoftware ist dazu unzuverlässig und dient nur als Anfangsverdacht.

Gemälde: New Yorker Skyline durch ein Klassenzimmerfenster, auf dem Lehrerpult ein Regelwerk mit Verbotssymbol — Symbolbild zum NYC KI-Playbook
Bild: New York Times
Bildungspolitik24. März 2026Welt

New York City: KI-Playbook für 1'600 Schulen — Notenvergabe per KI verboten

Das grösste Schulsystem der USA hat sein erstes offizielles KI-Regelwerk veröffentlicht. Das «Ampel-Modell» erlaubt Lehrkräften KI für Unterrichtsplanung und Brainstorming (grün), beschränkt Recherche (gelb) und verbietet Notenvergabe und Disziplinarmassnahmen durch KI (rot). Chancellor Samuels betont: «Wir brauchen starke Leitplanken und Datenschutz.» Ein Modell, das auch für Schweizer Kantone interessant sein dürfte.

Gemälde: Justitia-Waage mit EU-Sternenflagge und Schaltkreis — Symbolbild zur EU AI Act Überarbeitung
Bild: Prokopiev Law / EU-Rat
Bildungspolitik18. März 2026EU

EU-Rat einigt sich auf Position: Hochrisiko-KI-Regeln für Bildung könnten um 16 Monate verschoben werden

Am 13. März 2026 hat der EU-Rat seine Verhandlungsposition zum «Omnibus VII»-Paket beschlossen: Die Anwendung der Hochrisiko-Regeln des AI Acts — auch für KI-Systeme im Bildungsbereich — könnte um bis zu 16 Monate nach hinten verschoben werden. Gleichzeitig sollen KMU-Erleichterungen ausgeweitet und die Befugnisse des AI Office gestärkt werden. Der Trilog mit Parlament und Kommission beginnt in Kürze.

Prokopiev Law / EU-RatZum Originalartikel →
Ransomware-Angriff auf Schulen
Bild: Computer Bild / Heise
Kritik & Risiken17. März 2026EU

LockBit-Angriff: Zeugnisse und Gesundheitsdaten von 40+ Schulen im Darknet

LockBit-Kriminelle haben über 2 Terabyte Daten von mehr als 40 Schulen in Rheinland-Pfalz im Darknet veröffentlicht — darunter Zeugnisse, Fehlzeiten und Gesundheitsdaten. Ein Schüler hatte zuvor auf Sicherheitslücken hingewiesen, seine Warnungen wurden ignoriert. Der Fall zeigt die eklatanten Defizite bei der IT-Sicherheit im Schulbereich und wirft Fragen zum Datenschutz auf, die auch für Schweizer Schulen relevant sind.

Computer Bild / HeiseZum Originalartikel →
Italien: Senat verabschiedet als erstes EU-Land ein umfassendes nationales KI-Gesetz
Bild: Ministero dell'Innovazione / Italienisches Parlament
Bildungspolitik17. Sept. 2025EU

Italien: Senat verabschiedet als erstes EU-Land ein umfassendes nationales KI-Gesetz

Am 17. September 2025 verabschiedete der italienische Senat die Legge 132/2025 — das erste umfassende nationale KI-Gesetz innerhalb der EU. Es ergänzt den EU AI Act um Sektorregeln zu Gesundheit, Arbeit, Verwaltung, Justiz, Bildung und Sport, benennt die Agenzia per l'Italia Digitale (AgID) und die Agenzia per la Cybersicurezza Nazionale (ACN) als Aufsichtsbehörden und stellt unrechtmässige Deepfakes unter Strafe (ein bis fünf Jahre Haft). In Kraft seit 10. Oktober 2025.

Ministero dell'Innovazione / Italienisches ParlamentZum Originalartikel →

Aus der Bibliothek 3

2026

Council Conclusions on the Role of Teachers in the Era of Artificial Intelligence

Rat der Europäischen Union (Hrsg.)

Rat der Europäischen Union · Englisch

Der EU-Rat ist das Gremium, das die Regierungsvertreter:innen der Mitgliedstaaten zusammenführt und damit bildungspolitische Richtlinien mit starkem Steuerungsanspruch — wenn auch ohne direkte Rechtsverbindlichkeit — formuliert. Ratsschlussfolgerungen zu Bildungsfragen sind der wichtigste Mechanismus, mit dem die EU koordinierende Wirkung auf nationale Bildungssysteme entfaltet, ohne formal in deren Kompetenz einzugreifen. Die Schlussfolgerungen vom Mai 2026 sind insofern mehr als ein diplomatisches Statement: Sie setzen den Orientierungsrahmen, auf den sich Kommissionsprogramme, Erasmus+-Anforderungen und edtech-regulatorische Bestrebungen beziehen werden.

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2025

The ethics of AI or techno-solutionism?: UNESCO's policy guidance on AI in education

Yoko Mochizuki, Eric Bruillard, Audrey Bryan

Taylor & Francis · Englisch

Dieser Aufsatz legt die Wissenssoziologie hinter den UNESCO-Dokumenten frei, die bereits in der eduai.ch-Bibliothek verzeichnet sind: «AI Competency Framework for Teachers» (2024) und «AI and the Future of Education» (2025). Er ist damit kein Beitrag zu einer abstrakten Debatte, sondern ein methodisch gestützter Befund über spezifische Texte, die im DACH-Bildungsdiskurs als normative Referenzpunkte wirken. Wer diese Dokumente in Strategiepapieren, PH-Modulen oder Lehrplänen zitiert, sollte die Produktionsbedingungen dieser Texte kennen — das ist kein Aufruf zur Ablehnung, sondern zur intellektuellen Sorgfalt.

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2025

Datennutzungspolitik im Bildungsraum Schweiz: Entwicklungsansätze für eine kohärente Umsetzung

Educa (Hrsg.)

Educa · Deutsch

Der Bericht schliesst eine spezifische Schweizer Lücke: Während internationale Frameworks (UNESCO AI Competency Framework, CoE Compass, OECD Digital Education Outlook) den globalen und europäischen Orientierungsrahmen setzen, fehlt für den Schweizer Bildungsraum ein institutionell abgestütztes Governance-Dokument — das vorliegende Werk ist der wichtigste Schritt in diese Richtung, der bislang publiziert wurde.

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