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Norwegen: erst Grundkompetenzen, dann KI – Schulen führen Werkzeuge gestuft ein

Die norwegische Regierung hat am 19. Juni 2026 in einem Bildungsbericht (Stortingsmelding) einen gestuften, kompetenzorientierten Umgang mit generativer KI an Schulen festgelegt – kein pauschales Verbot, sondern eine klare Reihenfolge: zuerst grundlegende Kompetenzen aufbauen, dann KI schrittweise einführen. Für die Klassen 1–7 (6–13 Jahre) erhalten Schülerinnen und Schüler grundsätzlich keinen Zugang zu generativer KI für eigene Schularbeiten; in der Sekundarstufe I (8.–10. Klasse) kann KI vorsichtig und begleitet eingeführt werden; in der Oberstufe sollen Jugendliche lernen, KI angemessen für Studium und Beruf zu nutzen. Begründet wird die Staffelung damit, dass Kinder zuerst tragfähige Fähigkeiten im Lesen, Schreiben, Rechnen sowie in Aufmerksamkeit und Selbstregulation entwickeln sollen, bevor KI das Lernen unterstützt – statt Teile des Lernprozesses zu ersetzen. Das Bildungsdirektorat (Utdanningsdirektoratet) soll die konkreten Empfehlungen vor Schuljahresbeginn Ende August 2026 veröffentlichen.