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Wissenschaftsrat: «Kritisches Denken lässt sich nicht an eine KI delegieren»

Der deutsche Wissenschaftsrat hat am 3. Juli Empfehlungen zur Hochschulbildung in Zeiten generativer KI verabschiedet und stellt ihnen den Leitbegriff «intellektuelle Souveränität» voran: die Fähigkeit, autonom zu denken und Entscheidungen selbst argumentativ zu begründen. Konkret empfiehlt das Gremium, KI-Kompetenzen systematisch aufzubauen, zugleich aber bewusst «KI-freie Räume» zu schützen, in denen eigenständiges Lesen, Schreiben und Denken eingeübt wird, und Prüfungen stärker auf mündliche Anteile, Verteidigungen und Prozessdokumentationen auszurichten. KI-Detektoren lehnt der Rat ausdrücklich ab — ein technologisches Wettrüsten beschädige das Vertrauen zwischen Lehrenden und Studierenden.

Im Dossier: Prüfen und Bewerten