Dossier

Prüfen und Bewerten

Wie lassen sich Leistungen fair beurteilen, wenn generative KI jederzeit verfügbar ist? Beiträge zu neuen Prüfungsformen, Regeln für die KI-Nutzung bei schriftlichen Arbeiten, akademischer Integrität und Forschung zu den Folgen für Lernen und Noten.

20 Beiträge · 5 aus der Schweiz · zuletzt ergänzt am 26. August 2026

Aus der Schweiz 5

Bildungspolitik26. Aug. 2026CH

SwissAI fordert nationalen Bildungsdialog zur KI

Der Anwenderverband für Künstliche Intelligenz SwissAI ruft Bund und Kantone auf, noch 2026 einen nationalen Bildungsdialog zu starten. Schulen, Lehrpersonen, Berufsbildung, pädagogische Hochschulen, Universitäten sowie Wissenschaft und Wirtschaft sollen gemeinsam klären, welche Kompetenzen Lernende künftig selbst erwerben müssen und wo KI sinnvoll unterstützt. Der Verband nennt fünf Schwerpunkte: angepasste Lehrpläne, neue Prüfungsformate mit mündlichen Elementen, früher Aufbau von KI-Kompetenzen, Fokus auf Verständnis statt reiner Tool-Nutzung sowie eine stufenübergreifende Gesamtstrategie.

Bildung
Bild: Nau.ch
Debatte15. Juli 2026CH

Schweizer Hochschulen reagieren auf KI: mündliche Prüfungen und Deklarationspflicht statt Detektionssoftware

Eine Umfrage unter 31 Schweizer Hochschulen zeigt, dass rund die Hälfte bereits Fälle von KI-gestütztem Betrug festgestellt hat — aufgefallen meist durch erfundene Quellenangaben. Weil spezialisierte KI-Erkennungssoftware als unzuverlässig gilt, setzen viele Institutionen auf andere Wege: mehr mündliche Prüfungen und eine engere Begleitung der Studierenden. Die Berner Fachhochschule verlangt statt reiner Kontrolle eine verpflichtende Deklaration der KI-Nutzung, während grosse Institutionen wie die Universität Lausanne und die ETH Zürich betonen, ein ganzes Studium lasse sich nicht allein mit KI bewältigen.

KV-Abschluss 2026: Die ersten Lernenden der reformierten KV-Ausbildung sind fertig. Lehrer und Politiker kritisieren KI-Prüfungen, tiefe Durchfallquoten und fehlendes Fachwissen.
Bild: Nume
Debatte4. Juli 2026CH

KV-Abschluss 2026: Streit um die Rolle der KI in den neuen digitalen Prüfungen

Im Juni 2026 haben rund 10'000 angehende Kaufleute EFZ an über 90 Schulen erstmals die schweizweit digitalen, kompetenzorientierten schulischen Abschlussprüfungen der KV-Reform 2023 abgelegt – in Teilen mit erlaubtem KI-Einsatz. Kritiker, darunter Mitte-Nationalrat Nicolò Paganini, monieren, es werde zu wenig konkretes Fachwissen geprüft und die KI spiele eine zu grosse Rolle; ein Fähigkeitszeugnis zeige dann eher, wer geschickt mit Tools umgehe, als wer den Beruf beherrsche. Der Kaufmännische Verband und das SBFI halten dagegen, die Anforderungen seien nicht gesenkt, sondern an die digitalisierte Arbeitswelt angepasst worden, in der KI-Anwendungen zum Berufsalltag gehörten.

SRF-Umfrage: Schweizer Hochschulen erfassen KI-Betrug kaum – und setzen auf neue Prüfungsformen
Bild: SRF
Debatte22. Juni 2026CH

SRF-Umfrage: Schweizer Hochschulen erfassen KI-Betrug kaum – und setzen auf neue Prüfungsformen

Eine exklusive SRF-Umfrage bei 31 Schweizer Hochschulen, veröffentlicht am 22. Juni 2026, zeigt: Generative KI ist im Studienalltag angekommen, doch belastbare Zahlen zu unerlaubter Nutzung fehlen fast überall. Die PH Luzern verzeichnete seit Anfang 2023 27 Fälle, die ZHAW 17 in zwei Jahren, die ETH bewegt sich im «tiefen einstelligen Bereich pro Jahr» – die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Mindestens 11 der 31 Hochschulen setzen KI-Erkennungssoftware ein, räumen aber deren Grenzen ein; die Universität Lausanne verzichtet bewusst darauf, um Fehlbeschuldigungen zu vermeiden. Grundsätzlich erlauben und fördern alle befragten Hochschulen den KI-Einsatz, verlangen aber Transparenz und verlagern Prüfungen zunehmend auf mündliche Formate, Präsentationen und begleitete Zwischenstände.

ICT-Berufsbildung Schweiz: «Exam-Lab» und agile Methoden sollen die Berufsbildung KI-tauglich machen
Bild: Netzwoche
Praxis10. Juni 2026CH

ICT-Berufsbildung Schweiz: «Exam-Lab» und agile Methoden sollen die Berufsbildung KI-tauglich machen

George Streit von ICT-Berufsbildung Schweiz argumentiert in der Netzwoche (10. Juni 2026), die duale Berufsbildung müsse agile Methoden aus der Tech-Branche übernehmen, weil starre fünfjährige Revisionszyklen mit dem Tempo des KI-getriebenen Wandels nicht mehr Schritt halten. Der Verband setzt bereits auf Proof-of-Concept- und Minimum-Viable-Product-Ansätze; das Leuchtturmprojekt «Exam-Lab» erprobt digitale Prüfungsformate mit simulierten Critical Incidents. Statt punktueller Überarbeitungen alle fünf Jahre soll die Berufsentwicklung zu einem kontinuierlichen Prozess mit regelmässigem Austausch zwischen Betrieben, Verbänden und Bildungsinstitutionen werden.

International 15

The European Parliament building in Strasbourg, France, representing the EU AI Act education deadline and the Digital Omnibus amendment
Bild: WINSS Solutions
Bildungspolitik4. Aug. 2026EU

EU AI Act: Pflichten für Hochrisiko-KI in der Bildung um 16 Monate verschoben

Zum 2. August 2026 wären die strengen Pflichten für sogenannte Hochrisiko-KI-Systeme in Kraft getreten — dazu zählt KI, die über Zulassung, Prüfungsbewertung, die Einstufung von Lernenden oder die Überwachung von Prüfungen mitentscheidet. Ein am 27. Juli 2026 wirksam gewordener «Digital Omnibus» der EU verschiebt diese Anforderungen an Dokumentation, Risikobewertung und menschliche Aufsicht jedoch auf den 2. Dezember 2027. Sofort in Kraft bleiben nur die Transparenzpflichten nach Artikel 50, etwa die Kennzeichnung von KI-Chatbots.

Stellenbosch verzichtet auf Pauschalregeln: KI-Nutzung wird pro Prüfung festgelegt
Bild: EdTech Innovation Hub
Bildungspolitik29. Juli 2026Welt

Stellenbosch verzichtet auf Pauschalregeln: KI-Nutzung wird pro Prüfung festgelegt

Die südafrikanische Universität Stellenbosch hat sich gegen eine einheitliche, institutionsweite Regel zur KI-Nutzung entschieden. Stattdessen legen die Lehrenden für jede Prüfung selbst fest, welche Rolle KI spielt — orientiert an den jeweiligen Lernzielen. Eine neue Handreichung skizziert dafür fünf Abstufungen: KI verbieten, einschränken, erlauben, empfehlen oder verlangen, je nachdem, welche Kompetenz eine Prüfung überhaupt messen soll.

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Prompt-Injection als Falle: US-Wirtschaftsprofessor überführt 32 von 35 Studierenden beim Schummeln mit KI
Bild: t3n
Praxis24. Juli 2026Welt

Prompt-Injection als Falle: US-Wirtschaftsprofessor überführt 32 von 35 Studierenden beim Schummeln mit KI

Roberto Serrano, Wirtschaftsprofessor an der Brown University, hat in der Aufgabenstellung einer Prüfung einen für Menschen unsichtbaren Text versteckt — eine sogenannte Prompt-Injection. Wer die Frage in ein KI-Tool kopierte, übernahm damit unbemerkt die versteckte Anweisung, worauf der Chatbot auffällig unsinnige Antworten erzeugte. Auf diese Weise liessen sich Arbeiten identifizieren, die auf ChatGPT beruhten: 32 von 35 Studierenden fielen in die Falle. Der Fall wurde im Sommersemester 2026 publik und international breit aufgegriffen.

Forschung9. Juli 2026Welt

Globale Umfrage: 88 Prozent der Studierenden nutzen KI — und trauen ihren Dozierenden nicht

Der Digital Education Council hat mit 45 398 Antworten aus 35 Ländern (27 284 Studierende, 18 114 Lehrende) eine der grössten Erhebungen zu KI in der Hochschulbildung vorgelegt. 88 Prozent der Studierenden und 77 Prozent der Lehrenden nutzen KI, doch nur 29 Prozent der Studierenden halten ihre Dozierenden für fähig, den Umgang damit anzuleiten, und lediglich 28 Prozent finden, ihre Prüfungen bildeten die im KI-Arbeitsmarkt nötigen Fähigkeiten ab. 66 Prozent fürchten global, KI untergrabe ihr kritisches Denken (81 Prozent in den USA und Kanada); in Nordamerika sank zugleich die Absicht der Lehrenden, KI einzusetzen, von 76 auf 67 Prozent.

Digital Education CouncilZum Originalartikel →
Bildungspolitik3. Juli 2026EU

Wissenschaftsrat: «Kritisches Denken lässt sich nicht an eine KI delegieren»

Der deutsche Wissenschaftsrat hat am 3. Juli Empfehlungen zur Hochschulbildung in Zeiten generativer KI verabschiedet und stellt ihnen den Leitbegriff «intellektuelle Souveränität» voran: die Fähigkeit, autonom zu denken und Entscheidungen selbst argumentativ zu begründen. Konkret empfiehlt das Gremium, KI-Kompetenzen systematisch aufzubauen, zugleich aber bewusst «KI-freie Räume» zu schützen, in denen eigenständiges Lesen, Schreiben und Denken eingeübt wird, und Prüfungen stärker auf mündliche Anteile, Verteidigungen und Prozessdokumentationen auszurichten. KI-Detektoren lehnt der Rat ausdrücklich ab — ein technologisches Wettrüsten beschädige das Vertrauen zwischen Lehrenden und Studierenden.

WissenschaftsratZum Originalartikel →
Neuerscheinung: «Künstliche Intelligenz im Schulunterricht» – Praxisbuch für Lehrkräfte
Bild: Springer VS
Forschung24. Juni 2026EU

Neuerscheinung: «Künstliche Intelligenz im Schulunterricht» – Praxisbuch für Lehrkräfte

Marco und Sandra Barenkamp haben mit «Künstliche Intelligenz im Schulunterricht. Neue Kompetenzen für Lehrkräfte in einer digitalen Welt» (Springer VS, 2026, Print-ISBN 978-3-658-50908-8) eine deutschsprachige Monografie für Lehrpersonen vorgelegt. In neun Kapiteln führt das Buch praxisnah durch konkrete Anwendungsfelder – Unterrichtsgestaltung, Leistungsbewertung, Schulorganisation und KI-gestützte Lehrerfortbildung – und liefert dazu die ethischen, gesellschaftlichen und technischen Grundlagen, um die Funktionsweise von KI-Modellen zu verstehen. Die vorgestellten Methoden sind wissenschaftlich grundiert, unter anderem mit Bezug auf John Hatties «Visible Learning», aber so aufbereitet, dass sie ohne informatische Vorkenntnisse anwendbar sind.

Bildungspolitik23. Juni 2026EU

Bayern verankert KI-Einsatz an Hochschulen gesetzlich – und verbietet pauschale KI-Verbote

Der bayerische Ministerrat hat am 23. Juni 2026 eine Änderung des Bayerischen Hochschulinnovationsgesetzes (BayHIG) beschlossen, die den Einsatz künstlicher Intelligenz in Studium und Lehre rechtlich verankert. Hochschulen dürfen die KI-Nutzung grundsätzlich nicht mehr pauschal verbieten, sollen sie aber – etwa bei unbeaufsichtigten Prüfungen – in ihren Prüfungsordnungen mit einer Kennzeichnungspflicht verbinden. Zugleich wird die Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz ausdrücklich als Aufgabe der Hochschulen definiert.

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Forschung22. Juni 2026Welt

EDUCAUSE-Report: Generative KI zwingt Hochschulen, die Leistungsbeurteilung neu zu denken

Der US-Hochschulverband EDUCAUSE hat im Juni 2026 den Report «The Impact of AI on Learning Assessment» veröffentlicht, der auf einer Befragung von 438 Lehrenden und Mitarbeitenden (2. bis 14. März 2026) beruht. Im Zentrum steht, wie Hochschulen auf generative KI reagieren – von der Neugestaltung von Prüfungsformaten bis zu veränderten Erwartungen an einen zulässigen KI-Einsatz und an akademische Integrität. Der Bericht dokumentiert eine Verschiebung weg von leicht automatisierbaren Aufgaben hin zu Formaten, die eigenständiges Denken und nachvollziehbare Prozesse sichtbar machen.

Studie: KI hebt Hausaufgabennoten – senkt aber Prüfungsleistungen deutlich
Bild: CEPR
Forschung2. Juni 2026Welt

Studie: KI hebt Hausaufgabennoten – senkt aber Prüfungsleistungen deutlich

Die Ökonomen David Strömberg, Victor Lei und Yanhui Wu werteten in «The Generative AI Learning Penalty» 30 Monate Paneldaten von 26'811 chinesischen Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 bis 12 aus. KI-Einsatz steigerte die Hausaufgabennoten um 18 Prozent und verkürzte die Bearbeitungszeit um rund 30 Prozent – doch die Ergebnisse in geschlossenen Monatsprüfungen sanken innert sechs Monaten um 20 Prozent, bei zentralen Aufnahmeprüfungen um 18 bis 24 Prozent. Die Verluste betreffen vor allem jene rund 80 Prozent der Nutzenden, deren Verhalten auf ein Auslagern der Hausaufgaben hindeutet.

LSE-Analyse: Generative KI untergräbt den Wert des Hochschulabschlusses
Bild: LSE Impact Blog
Kritik & Risiken28. Mai 2026EU

LSE-Analyse: Generative KI untergräbt den Wert des Hochschulabschlusses

In einem am 28. Mai 2026 im LSE Impact Blog (London School of Economics) publizierten Beitrag argumentiert der KI-Literacy-Forscher Marvin Starominski-Uehara, dass die nahezu flächendeckende KI-Nutzung durch Studierende die Glaubwürdigkeit von Hochschulabschlüssen gefährdet. Er stützt sich auf mehrere Befunde: Laut Stanford AI Index 2026 nutzen 80% der Studierenden in 15 Ländern generative KI, doch 58% geben an, nicht genug über deren sichere Nutzung zu wissen. In einer Untersuchung erkannten Lehrende KI-generierte Texte nur in 53,75% der Fälle — kaum besser als Raten — und Detektionssoftware wie Turnitin erreicht nur rund 61% Treffsicherheit. Das Kernproblem: KI sei darauf optimiert, Prüfungen zu bestehen, ohne echtes Lernen nachzuweisen.

Heilige Strasse in Delphi — Symbolbild zum Gastbeitrag «Erprompte Dich selbst!» über KI im Philosophiestudium
Bild: Frankfurter Rundschau
Debatte15. Apr. 2026EU

Frankfurter Rundschau: Philosophieprofessor Stederoth — LLMs untergraben das Selbstdenken im Studium

In einem Gastbeitrag argumentiert Dirk Stederoth (apl. Professor für Philosophie, Universität Kassel), dass ChatGPT und andere LLMs das Kernprinzip des Philosophiestudiums — das Selbstdenken in der Tradition von Hegel und Kant — systematisch aushöhlen. Selbst bei einem Geräte-Verbot in Seminaren bleibe die schriftliche Eigenarbeit (Essays, Hausarbeiten) als zentrale Übung im Selbstdenken bedroht: LLM-Antworten sind pro Prompt einzigartig und damit nicht als Plagiat greifbar, die Indizien für KI-Einsatz werden mit jeder Modellgeneration dünner. Zwei aktuelle Urteile des Verwaltungsgerichts Kassel laden die Beweislast allein bei den Prüfenden ab und beschädigen das Vertrauensverhältnis Lehrende–Studierende. Stederoth fordert statt prüfungsrechtlicher Flickschusterei eine grundlegende Hochschulreform mit deutlich engeren Betreuungsschlüsseln — entgegen aktuellen Sparmassnahmen etwa in Hessen.

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Österreichs Bildungsminister Wiederkehr: «Zuerst ohne KI, dann über KI, dann mit KI lernen»
Bild: Trending Topics / AI Talk
Debatte1. Apr. 2026EU

Österreichs Bildungsminister Wiederkehr: «Zuerst ohne KI, dann über KI, dann mit KI lernen»

Im AI-Talk-Podcast erläutert Bildungsminister Christoph Wiederkehr seine pädagogische Leitlinie für den Umgang mit KI an Schulen: In Stufe 1 werden Kernkompetenzen ohne KI aufgebaut; in Stufe 2 lernen Schülerinnen und Schüler, kritisch über KI zu reflektieren; erst in Stufe 3 setzen sie KI gezielt als Werkzeug ein. Klassische Wissensvermittlung per Hausaufgabe werde obsolet, mündliche Prüfungen und eigenständiges Denken rückten ins Zentrum — dies im Rahmen der laufenden Lehrplanreform, die KI als Pflichtfach einführt.

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Wenn der KI-Vorwurf das Studium beendet: Erstes deutsches Gericht entzieht Prüfungsrecht wegen KI-Verdacht
Bild: heise online
Kritik & Risiken27. März 2026EU

Wenn der KI-Vorwurf das Studium beendet: Erstes deutsches Gericht entzieht Prüfungsrecht wegen KI-Verdacht

Ein Informatikstudent verliert durch ein Urteil des Verwaltungsgerichts Kassel sein gesamtes Prüfungsrecht — die Bachelorarbeit wurde wegen vermuteter KI-Nutzung als Täuschung gewertet. Rund sechs ähnliche Fälle gibt es bisher, alle zuungunsten der Prüflinge. Experten kritisieren das Fehlen bundeseinheitlicher Regelungen: Was als erlaubte KI-Nutzung gilt, variiert massiv zwischen Professorinnen und Institutionen — KI-Erkennungssoftware ist dazu unzuverlässig und dient nur als Anfangsverdacht.

Student Surya Newa is silhouetted while using an oral AI agent during class at NYU Stern School of Business, March 4, 2026, in New York. (AP Photo/Heather Khalifa)
Bild: Associated Press
Debatte25. März 2026Welt

Zurück zu Sokrates: US-Universitäten setzen auf mündliche Prüfungen gegen KI-Betrug

Immer mehr US-Hochschulen wie Cornell, Penn und NYU führen mündliche Prüfungen ein, weil schriftliche Arbeiten zunehmend KI-generiert sind. «Perfekte Hausaufgaben, leere Blicke» — so beschreiben Dozierende das Problem: Studierende können ihre eigenen Arbeiten nicht mehr erklären. Die Rückkehr zur ältesten Prüfungsform der Welt zeigt, wie tiefgreifend KI das Hochschulwesen verändert.

Associated PressZum Originalartikel →
Philologenverband warnt: KI-gestützte Korrekturen in Schulen bergen erhebliche Risiken
Bild: KI Echo / Philologenverband NRW
Kritik & Risiken24. März 2026EU

Philologenverband warnt: KI-gestützte Korrekturen in Schulen bergen erhebliche Risiken

Die FDP in NRW will KI-gestützte Korrekturen von Klassenarbeiten im Regelfall einführen — der Philologenverband widerspricht scharf. Landesvorsitzende Sabine Mistler betont: «Die abschliessende Bewertung und Notenvergabe müssen uneingeschränkt in der Hand der Lehrkraft bleiben.» Während die FDP KI als Entlastung sieht, warnt der Verband vor einer Automatisierung, die fachliche und pädagogische Standards gefährdet.

KI Echo / Philologenverband NRWZum Originalartikel →