Dossier

Studien und Monitoring

Studien, Befragungen und Bildungsmonitorings zur KI-Nutzung in Schulen und Hochschulen – von PISA bis zu nationalen Schulbarometern.

35 Beiträge · 9 aus der Schweiz · 2 in der Bibliothek · zuletzt ergänzt am 8. September 2026

Aus der Schweiz 9

Forschung8. Sept. 2026CH

PISA 2025: Schweizer 15-Jährige nutzen KI für die Schule häufiger als der OECD-Schnitt

Der am 8. September veröffentlichte nationale Bericht zu PISA 2025 zeigt, dass 15-Jährige in der Schweiz KI-Chatbots für schulische Aufgaben statistisch signifikant häufiger einsetzen als im OECD-Durchschnitt; unter den Vergleichsländern liegt die Schweiz an der Spitze. Am verbreitetsten ist die Kategorie «um mir beim Lernen zu helfen»: 55 Prozent nutzen dafür mindestens wöchentlich KI, davon 25 Prozent täglich oder fast täglich. Beim Zusammenfassen von Texten, für Vorab-Recherchen und für Schreibentwürfe liegt die mindestens wöchentliche Nutzung je nach Aktivität zwischen 33 und 40 Prozent.

SKBF-Monitoring: Digitalisierung stabilisiert sich, KI-Nutzung steigt stark
Bild: SKBF
Forschung25. Aug. 2026CH

SKBF-Monitoring: Digitalisierung stabilisiert sich, KI-Nutzung steigt stark

Das neue Staff Paper 28 der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF) von Chantal Oggenfuss und Stefan C. Wolter wertet fünf Erhebungen von 2020 bis 2026 aus Sicht der Schülerinnen und Schüler aus. Ergebnis: Der pandemiebedingte Digitalisierungsschub ist abgeschlossen und hat sich auf hohem Niveau stabilisiert, während die Nutzung von KI-Werkzeugen bei 8- bis 18-Jährigen zwischen 2024 und 2026 deutlich zugenommen hat. Auffällig ist, dass KI im Unterricht häufig ohne Anleitung durch Lehrpersonen eingesetzt wird und dass die Unterschiede zwischen den Sprachregionen erheblich bleiben.

Bildungsforscher Wolter: KI ist an Schulen omnipräsent, aber weitgehend unbegleitet
Bild: NZZ
Kritik & Risiken25. Aug. 2026CH

Bildungsforscher Wolter: KI ist an Schulen omnipräsent, aber weitgehend unbegleitet

Die neueste Welle des nationalen Monitorings zur Digitalisierung der Bildung aus Sicht der Schülerinnen und Schüler zeigt, dass die KI-Nutzung in der Schule und zu Hause für schulische Zwecke seit der letzten Erhebung 2024 stark zugenommen hat – nur in einer kleinen Minderheit der Fälle aber von einer Lehrperson begleitet oder angeleitet wird. Bildungsforscher Stefan Wolter, Leiter der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF), warnt im Interview: Wenn Lehrpersonen sich der KI nicht annehmen und die Kontrolle übernehmen, bringe der Einsatz nichts und sei «sogar kontraproduktiv».

Forschung25. Juni 2026CH

Was Lernende von einer Schul-KI erwarten: Denkhilfe statt Denkersatz

Der Think Tank Medien und Informatik der PHBern stellt eine im Mai 2026 in «Frontiers in Education» erschienene Studie vor, die 841 offene Antworten von Schülerinnen und Schülern aus mehreren europäischen Ländern auswertet. Das Team um Cathérine Conradty und Franz Xaver Bogner (Universität Bayreuth) findet drei erwünschte Rollen einer KI: Tutor (erklären), Coach (personalisieren) und Companion (emotional begleiten). Übergreifend zeigt sich: Die Jugendlichen wünschen sich Unterstützung beim Denken, lehnen fertige Lösungen aber mehrheitlich ab und ziehen selbst eine Grenze zwischen sinnvoller Hilfe und unerwünschter Aufgabenübernahme.

PHBern (Think Tank Medien und Informatik)Zum Originalartikel →
einstAIn-Studie: 850'000 Schweizer Jobs stark von KI betroffen – Ruf nach nationaler KI-Qualifizierungsoffensive
Bild: Angestellte Schweiz / einstAIn
Forschung16. Juni 2026CH

einstAIn-Studie: 850'000 Schweizer Jobs stark von KI betroffen – Ruf nach nationaler KI-Qualifizierungsoffensive

Die von Angestellte Schweiz und Kuble getragene Denkfabrik einstAIn hat am 16. Juni 2026 eine Studie zur KI-Exposition des Schweizer Arbeitsmarkts veröffentlicht. Von rund 3 Millionen untersuchten Stellen in 86 Berufsgruppen seien 28 Prozent – über 850'000 Jobs mit einer Lohnsumme von mehr als 80 Milliarden Franken – stark durch generative KI beeinflusst. Am stärksten exponiert sind Administration sowie Finanz- und Rechtsberufe, am wenigsten Handwerk, Bau und Pflege. Die Studie (öffentliches Dashboard unter jobs.einstain.ch, methodisch an Eloundou et al. 2024 in Science angelehnt) erwartet keinen automatischen Stellenabbau, sondern tiefgreifend veränderte Berufsprofile – und fordert als zentrale Konsequenz eine «breit angelegte KI-Qualifizierungsoffensive», etwa über national finanzierte Weiterbildungsfonds. SRF berichtete am 17. Juni national über die Studie.

Angestellte Schweiz / einstAInZum Originalartikel →
Studie: KI-Transformation der Berufsbildung steht erst am Anfang
Bild: transfer.vet
Forschung4. Juni 2026CH

Studie: KI-Transformation der Berufsbildung steht erst am Anfang

Eine vom Berner Mittelschul- und Berufsbildungsamt in Auftrag gegebene Studie von Sabine Seufert (Universität St. Gallen) zeigt, dass Berufsbildungsinstitutionen im Kanton Bern überwiegend am Beginn der KI-Transformation stehen. Getrennte digitale Ökosysteme der Lernorte erweisen sich dabei als Innovationsbremse. Seufert schlägt ein Reifegradmodell vor, das den Stand sichtbar macht und Entwicklungsschritte steuerbar macht.

76 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der Schweiz nutzt gegenwärtig Werkzeuge der Künstlichen Intelligenz im Alltag.
Bild: Watson / Comparis
Forschung2. Apr. 2026CH

Comparis-Studie: 76% der Schweizer Bevölkerung nutzen KI — aber grosse Skepsis bei persönlichen Daten

Laut einer repräsentativen Comparis-Umfrage unter 1'035 Personen nutzen 2026 bereits 76% der erwachsenen Schweizer Bevölkerung KI-Tools im Alltag (2025: 62,4%). Bei 18–35-Jährigen liegt die Rate bei 90,1%. Gleichzeitig zeigt sich grosse Skepsis: 55,5% würden einem Chatbot niemals psychische Probleme anvertrauen, über die Hälfte lehnt die Weitergabe persönlicher Gesundheitsdaten ab. Die Westschweiz nutzt KI stärker als die Deutschschweiz.

Watson / ComparisZum Originalartikel →
Forschung23. März 2026CH

Bildungsbericht Schweiz 2026: Generative KI als «Zäsur» für das Bildungssystem

Die Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF) hat am 23. März 2026 den fünften nationalen Bildungsbericht im Auftrag von Bund und Kantonen vorgelegt – auf rund 400 Seiten eine umfassende Standortbestimmung von der obligatorischen Schule bis zur Weiterbildung. Der Bericht behandelt generative KI als zentrale Zäsur und dokumentiert, wie schnell die Modelle aufholen: Während durchschnittliche 15-Jährige rund 50–60 Prozent der PISA-Aufgaben lösen, erreicht ChatGPT inzwischen rund 90 Prozent in Lesen und Naturwissenschaften und etwa 60 Prozent in Mathematik. Als zentrale Antwort auf Digitalisierung, KI und Automatisierung verortet der Bericht die Weiterbildung.

SKBF / Bildungsbericht SchweizZum Originalartikel →
Gemälde: Offener Bildungsbericht mit Schweizer Kreuz, aus den Seiten erheben sich Silhouetten von Lernenden — Symbolbild zum Bildungsbericht Schweiz 2026
Bild: SBFI / SKBF
Forschung23. März 2026CH

Bildungsbericht Schweiz 2026: SKBF positioniert generative KI als «Zäsur» für Lernen und Leistungsmessung

Die Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF) hat am 23. März 2026 unter der Leitung des Berner Bildungsökonomen Stefan C. Wolter die fünfte Ausgabe des Bildungsberichts Schweiz im Auftrag von SBFI und EDK publiziert. Auf rund 400 Seiten bündelt der Bericht das aktuelle Wissen zum Schweizer Bildungssystem von der obligatorischen Schule bis zur Erwachsenenbildung und behandelt erstmals systematisch die Auswirkungen generativer KI. Zentrale Befunde mit KI-Bezug: An Gymnasien gehören Tools wie ChatGPT bereits zum Alltag, in der beruflichen Grundbildung deutlich weniger; rund 90% der Sek-I-Schüler:innen nutzen generative KI. Der Bericht dokumentiert Tests, in denen Modellgenerationen seit dem ChatGPT-Release mit PISA-Aufgaben konfrontiert wurden — die Leistungsfähigkeit steigt rapide und Systeme lösen Aufgaben, die bisher als Kompetenz-Marker galten. Daraus folgert das Werk systemische Konsequenzen für Leistungsmessung, Lehrpläne und Berufsbildung und positioniert KI als zentrale «Zäsur», auf die das schweizerische Bildungssystem koordiniert reagieren muss.

International 26

McGraw-Hill-Studie: Lehrpersonen erwarten mehr KI – aber menschliche Beziehung bleibt unersetzlich
Bild: McGraw Hill
Debatte19. Aug. 2026Welt

McGraw-Hill-Studie: Lehrpersonen erwarten mehr KI – aber menschliche Beziehung bleibt unersetzlich

Der Global Education Insights Report 2026 des Bildungsverlags McGraw Hill befragte über 1'300 Lehrpersonen aus Schule und Hochschule in 19 Ländern. Fast neun von zehn erwarten, dass der KI-Einsatz im Unterricht weiter zunimmt, doch 72 Prozent rechnen nicht damit, dass der Präsenzunterricht in den nächsten zehn Jahren abnimmt. Rund drei Viertel betonen, dass sozial-emotionale Unterstützung und die Lehrer-Schüler-Beziehung nicht durch KI ersetzt werden können; als grösste Hürde für Lernerfolg nennen die Befragten überbordende Bildschirmzeit.

Common Sense Media: 70 Prozent der Jugendlichen nutzen KI für Schularbeiten
Bild: Common Sense Media
Forschung18. Aug. 2026Welt

Common Sense Media: 70 Prozent der Jugendlichen nutzen KI für Schularbeiten

Eine landesweit repräsentative Umfrage von Common Sense Media unter 1'017 US-Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren zeigt, dass 70 Prozent KI für Schularbeiten einsetzen. 63 Prozent lassen sich dabei zumindest teilweise fertige Antworten liefern – sei es unverändert übernommen, umgeschrieben oder mit eigenem Wissen ergänzt. Zugleich hat nur rund ein Drittel der Jugendlichen je mit einer Lehrperson über den sicheren Umgang mit KI gesprochen.

Common Sense MediaZum Originalartikel →
US-Studie: Immer mehr Jugendliche suchen bei KI emotionalen Halt — verknüpft mit schlechterer psychischer Gesundheit
Bild: EdTech Innovation Hub
Forschung30. Juli 2026Welt

US-Studie: Immer mehr Jugendliche suchen bei KI emotionalen Halt — verknüpft mit schlechterer psychischer Gesundheit

Die Jed Foundation, eine US-Organisation für psychische Gesundheit Jugendlicher, hat am 30. Juli erste Ergebnisse einer laufenden Untersuchung veröffentlicht. Rund drei von fünf befragten Schülerinnen und Schülern wenden sich an KI, wenn sie traurig, gestresst oder einsam sind; vier von fünf haben überhaupt schon KI genutzt. Wer KI für emotionale Unterstützung heranzieht, weist in den Daten häufiger schlechtere psychische Gesundheit, stärkere Einsamkeit und eine höhere Rate suizidaler Gedanken auf. Die Auswertung stützt sich auf über 5500 Jugendliche an 21 US-Schulen zwischen Oktober 2025 und April 2026 und ist ausdrücklich nicht national repräsentativ; vollständige Resultate folgen im Herbst 2026.

EdTech Innovation HubZum Originalartikel →
Forschung27. Juli 2026EU

Studie aus Tübingen und Kiel: Jeder dritte Jugendliche traut KI mehr Wissen zu als den eigenen Lehrkräften

Eine im Journal of Educational Psychology veröffentlichte Untersuchung der Universität Tübingen und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel hat 870 mathematisch-naturwissenschaftlich begabte Schülerinnen und Schüler der 6. bis 8. Klasse befragt. Rund 34 bis 39 Prozent hielten KI für wissender als ihre eigenen Lehrkräfte; nur 6 bis 13 Prozent meinten, KI wisse alles, und 6 bis 10 Prozent glaubten, sie mache keine Fehler. Wer über ausgeprägtes kritisches Denken und Freude an komplexen Aufgaben verfügte, war deutlich weniger anfällig für solche Fehlvorstellungen — und korrigierte sie zwischen 2023 und 2024, während leistungsschwächere Jugendliche daran festhielten.

Universität TübingenZum Originalartikel →
Instructure-Studie: KI-Nutzung an Schulen wächst – doch Weiterbildung der Lehrpersonen hinkt nach
Bild: K-12 Dive
Forschung22. Juli 2026Welt

Instructure-Studie: KI-Nutzung an Schulen wächst – doch Weiterbildung der Lehrpersonen hinkt nach

Eine Befragung des Edtech-Anbieters Instructure unter rund 1'125 Lehrpersonen, Studierenden und Eltern zeigt, dass 68 Prozent der Lehrpersonen und laut Eltern 73 Prozent der Kinder KI zumindest gelegentlich nutzen. Gleichzeitig geben 45 Prozent der Lehrpersonen an, gar keine KI-Schulung erhalten zu haben; nur 8 Prozent durchliefen ein umfassendes Training. Als grösste Sorgen nennen Eltern akademische Integrität (62 Prozent), den Verlust kritischen Denkens (61 Prozent) und Überabhängigkeit (59 Prozent).

Wharton-Studie: Verlassen sich Lehrpersonen auf KI, sinkt das Engagement der Klasse
Bild: FutureEd
Forschung20. Juli 2026Welt

Wharton-Studie: Verlassen sich Lehrpersonen auf KI, sinkt das Engagement der Klasse

Forschende der Wharton School (University of Pennsylvania) um Alp Sungu und die Bildungspsychologin Angela Duckworth haben in einer privaten Schulkette in der Türkei untersucht, was passiert, wenn Lehrpersonen einen KI-Assistenten erhalten. Beteiligt waren 193 Lehrpersonen und über 2800 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe. Ergebnis: Klassen, deren Lehrpersonen die KI vor allem zur Erstellung von Notizen, Aufgaben und Prüfungen nutzten, bewerteten den Unterricht als weniger interessant, weniger unterhaltsam und weniger wichtig; bei ohnehin schwächeren Lehrpersonen sanken zudem die Leistungen. Die Autoren deuten dies als Krücken-Effekt: Wer KI zur Entlastung statt zur Verbesserung einsetzt, riskiert flacheren Unterricht. Die Arbeit liegt als noch nicht begutachteter Entwurf vor.

US-Studie: Schulen delegieren KI-Regeln an einzelne Lehrpersonen
Bild: EdSurge
Forschung13. Juli 2026Welt

US-Studie: Schulen delegieren KI-Regeln an einzelne Lehrpersonen

Eine im Juli 2026 veröffentlichte Analyse von 122 Schulbezirken in 38 US-Bundesstaaten ordnet deren KI-Richtlinien auf einer fünfstufigen Skala ein. Fast die Hälfte (44,3 Prozent) landet auf Stufe 3 – KI ist erlaubt, aber nur wenn die einzelne Lehrperson es sagt; nur 3,3 Prozent fördern KI-Kompetenz aktiv, während ein Viertel restriktiv bis verbietend bleibt. Die meisten Regelwerke seien als Verhaltensvorgaben für Lernende formuliert, nicht als institutionelle Strategie; das Feld «wartet, beobachtet und verwaltet Unsicherheit», statt souverän zu führen.

Forschung9. Juli 2026Welt

Globale Umfrage: 88 Prozent der Studierenden nutzen KI — und trauen ihren Dozierenden nicht

Der Digital Education Council hat mit 45 398 Antworten aus 35 Ländern (27 284 Studierende, 18 114 Lehrende) eine der grössten Erhebungen zu KI in der Hochschulbildung vorgelegt. 88 Prozent der Studierenden und 77 Prozent der Lehrenden nutzen KI, doch nur 29 Prozent der Studierenden halten ihre Dozierenden für fähig, den Umgang damit anzuleiten, und lediglich 28 Prozent finden, ihre Prüfungen bildeten die im KI-Arbeitsmarkt nötigen Fähigkeiten ab. 66 Prozent fürchten global, KI untergrabe ihr kritisches Denken (81 Prozent in den USA und Kanada); in Nordamerika sank zugleich die Absicht der Lehrenden, KI einzusetzen, von 76 auf 67 Prozent.

Digital Education CouncilZum Originalartikel →
VCU-Studien: KI-Nutzung an Schulen wächst, doch Richtlinien und Weiterbildung hinken hinterher
Bild: VCU News
Forschung8. Juli 2026Welt

VCU-Studien: KI-Nutzung an Schulen wächst, doch Richtlinien und Weiterbildung hinken hinterher

Zwei neue Berichte des Metropolitan Educational Research Consortium (MERC) an der Virginia Commonwealth University zeichnen ein deutliches Bild: Der KI-Einsatz von Lehrpersonen und Lernenden ist stark gestiegen, doch Regelwerke und Weiterbildung halten nicht Schritt. In sechs von zehn untersuchten Schulbezirken in Virginia gab es keinerlei Richtlinien mit ausdrücklichem KI-Bezug, nur zwei von zehn regelten die KI-Nutzung durch Lehrpersonen, und die wenigsten hatten ihren Datenschutz an KI-Risiken angepasst. Die Forschenden sehen einen dringenden Bedarf an Lehrkräfte-Weiterbildung und an KI-Kompetenzförderung für Schülerinnen und Schüler. Der Bericht erschien kurz nachdem ein neues Gesetz das Bildungsministerium des Bundesstaates zum 1. Juli zur Erarbeitung von KI-Leitlinien verpflichtet hat.

Deutsches Schulbarometer: Jede zweite Lehrkraft nutzt KI — meist für sich, kaum im Unterricht
Bild: News4teachers
Forschung27. Juni 2026EU

Deutsches Schulbarometer: Jede zweite Lehrkraft nutzt KI — meist für sich, kaum im Unterricht

Das Deutsche Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung zeigt, dass sich der Anteil der Lehrkräfte, die KI-Werkzeuge wie ChatGPT regelmässig beruflich nutzen, innert eines Jahres von rund einem Drittel auf 52 Prozent fast verdoppelt hat. Eingesetzt wird KI dabei vor allem für die Vorbereitung — 64 Prozent für das Erstellen von Aufgaben, 58 Prozent für die Unterrichtsplanung, 33 Prozent für Kommunikation — während der direkte Einsatz im Klassenzimmer und zur Lernbegleitung deutlich zurückbleibt. Rund die Hälfte fühlt sich im Umgang weiterhin unsicher; zugleich befürchten viele negative Folgen für kritisches Denken (67 Prozent), soziale Fähigkeiten (67 Prozent) und Schreibkompetenz (57 Prozent).

Microsoft-Report: KI im Bildungsalltag angekommen – Schulung bleibt die grosse Lücke
Bild: Microsoft
Forschung24. Juni 2026Welt

Microsoft-Report: KI im Bildungsalltag angekommen – Schulung bleibt die grosse Lücke

Microsoft hat die dritte Ausgabe seines jährlichen «AI in Education»-Reports veröffentlicht. Laut der Befragung von 3'345 Lernenden, Lehrpersonen und Schulleitungen in sechs Ländern (USA, UK, Australien, Brasilien, Japan, Saudi-Arabien) haben 92 Prozent der Lernenden und 88 Prozent der Lehrpersonen KI bereits für schulische Zwecke genutzt – doch 77 Prozent der Schülerinnen und 53 Prozent der Lehrpersonen haben nie eine formale KI-Schulung erhalten. Akademische Integrität bleibt für beide Gruppen die grösste Sorge.

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Bild: Robert Bosch Stiftung
Forschung23. Juni 2026EU

Deutsches Schulbarometer 2026: KI-Nutzung unter Lehrkräften steigt rasant

Die Robert Bosch Stiftung hat am 23. Juni 2026 die neue Ausgabe des Deutschen Schulbarometers veröffentlicht – eine repräsentative forsa-Befragung von 1'547 Lehrkräften an allgemein- und berufsbildenden Schulen, durchgeführt zwischen 11. November und 2. Dezember 2025. Der Anteil der Lehrkräfte, die KI-Tools nie nutzen, sank binnen eines Jahres von rund 31 Prozent (Ende 2024) auf 10 Prozent; der Anteil jener, die KI mehrmals pro Woche einsetzen, verdoppelte sich von 9 auf 19 Prozent. Am häufigsten dient KI dem Erstellen von Unterrichtsaufgaben (64 Prozent) und der Unterstützung bei der Unterrichtsplanung (58 Prozent).

Robert Bosch StiftungZum Originalartikel →
Common Sense Media: 86% der Kinder nutzen KI — ein Viertel wendet sich bei Hausaufgaben zuerst an Chatbot statt an Erwachsene
Bild: Common Sense Media / Youth AI Safety Institute
Forschung8. Juni 2026Welt

Common Sense Media: 86% der Kinder nutzen KI — ein Viertel wendet sich bei Hausaufgaben zuerst an Chatbot statt an Erwachsene

Das Youth AI Safety Institute von Common Sense Media hat am 8. Juni 2026 die bislang umfassendste Erhebung zur KI-Nutzung durch Kinder und Jugendliche (9–17 Jahre, n=1'204) veröffentlicht. 86% haben generative KI (ChatGPT, Gemini etc.) bereits genutzt, fast ein Viertel täglich. 85% setzen KI für Schularbeiten ein — und 25% wenden sich bei Hausaufgaben zuerst an einen Chatbot, bevor sie Lehrpersonen, Eltern oder andere vertrauenswürdige Erwachsene fragen. 16% der Nutzenden für Hausaufgabenhilfe geben an, Schularbeiten ohne KI nicht mehr abschliessen zu können. Fast die Hälfte der Kinder hat noch nie mit Eltern über KI-Sicherheit gesprochen; nur rund die Hälfte hat von der Schule eine Orientierung zur Bewertung von KI-Informationen erhalten.

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NPR/Ipsos-Umfrage: 73% der US-Lehrpersonen sehen KI als grösste Umwälzung seit Internet — Mehrheit sorgt sich um kritisches Denken
Bild: NPR / Ipsos
Debatte5. Juni 2026Welt

NPR/Ipsos-Umfrage: 73% der US-Lehrpersonen sehen KI als grösste Umwälzung seit Internet — Mehrheit sorgt sich um kritisches Denken

Eine repräsentative NPR/Ipsos-Umfrage unter 545 US-amerikanischen K-12-Lehrpersonen (Erhebungszeitraum 27. April – 5. Mai 2026, veröffentlicht 5. Juni 2026) zeichnet ein ambivalentes Bild: 73% glauben, KI werde grössere Auswirkungen auf die K-12-Bildung haben als frühere Technologieschübe wie Internet oder Computer. Gleichzeitig sehen 54% KI als Gefahr für das kritische Denken der Lernenden, 59% berichten, KI erodiere das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern. 55% bezeichnen KI primär als «Abkürzung, um Arbeit zu vermeiden». Auf der anderen Seite nutzen die meisten Lehrpersonen KI selbst produktiv — zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien (69%) und für die Unterrichtsplanung (52%). Alarmierend: Nur rund ein Drittel der Schulen hat formelle Richtlinien für den KI-Einsatz durch Lernende; 52% der Befragten geben an, ihre Schule habe keine oder unklare KI-Leitlinien.

Studie: KI hebt Hausaufgabennoten – senkt aber Prüfungsleistungen deutlich
Bild: CEPR
Forschung2. Juni 2026Welt

Studie: KI hebt Hausaufgabennoten – senkt aber Prüfungsleistungen deutlich

Die Ökonomen David Strömberg, Victor Lei und Yanhui Wu werteten in «The Generative AI Learning Penalty» 30 Monate Paneldaten von 26'811 chinesischen Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 bis 12 aus. KI-Einsatz steigerte die Hausaufgabennoten um 18 Prozent und verkürzte die Bearbeitungszeit um rund 30 Prozent – doch die Ergebnisse in geschlossenen Monatsprüfungen sanken innert sechs Monaten um 20 Prozent, bei zentralen Aufnahmeprüfungen um 18 bis 24 Prozent. Die Verluste betreffen vor allem jene rund 80 Prozent der Nutzenden, deren Verhalten auf ein Auslagern der Hausaufgaben hindeutet.

HEPI-Studie zu 96 britischen Hochschulen: KI-Richtlinien klingen bildungsorientiert, funktionieren aber oft als Kontrollinstrumente
Bild: HEPI (Higher Education Policy Institute)
Forschung21. Mai 2026EU

HEPI-Studie zu 96 britischen Hochschulen: KI-Richtlinien klingen bildungsorientiert, funktionieren aber oft als Kontrollinstrumente

Das Higher Education Policy Institute (HEPI) hat am 21. Mai 2026 die Policy Note 71 von Professor Sam Illingworth (Edinburgh Napier University) veröffentlicht — eine Analyse von 96 öffentlich zugänglichen KI-Richtlinien britischer Hochschulen. Zentrale Befunde: 41% der abschlussberechtigten Institutionen haben überhaupt keine öffentlich zugängliche KI-Richtlinie, manche verstecken sie hinter Login-Wänden. Zwar klingen 86% der Richtlinien sprachlich bildungsorientiert, doch eine genauere Analyse zeigt, dass rund die Hälfte faktisch als Kontroll- und Disziplinierungsmechanismus funktioniert. Keine einzige der untersuchten Richtlinien drückt grundsätzliches Vertrauen in Studierende aus; ein sektorweiter Standard fehlt.

HEPI (Higher Education Policy Institute)Zum Originalartikel →
Grösste KI-Studie an Hochschulen in Science: 40% nutzen KI regelmässig — soziale Ungleichheit beim KI-Zugang nimmt zu
Bild: UC Berkeley News / Science
Forschung21. Mai 2026Welt

Grösste KI-Studie an Hochschulen in Science: 40% nutzen KI regelmässig — soziale Ungleichheit beim KI-Zugang nimmt zu

Eine am 21. Mai 2026 in Science publizierte Studie von UC-Berkeley-Forscher Igor Chirikov (mit Teams der University of Technology Sydney und Cornell University) ist die bislang umfangreichste Erhebung zur KI-Nutzung an Hochschulen: 95'000 Studierende an 20 US-Forschungsuniversitäten. Rund zwei Drittel haben generative KI verwendet, fast 40% monatlich oder häufiger. Besonders brisant ist die soziale Dimension: Studierende aus einkommensschwachen Verhältnissen, nicht-weisse und weibliche Studierende nutzen KI signifikant seltener — ein wachsender Kompetenz- und Karrierenachteil in einer Arbeitswelt, die KI-Kenntnisse zunehmend voraussetzt. Mindestens 9% der KI-Nutzenden räumten ein, KI für Betrug eingesetzt zu haben; in Nicht-MINT-Fächern lag der Anteil höher als in MINT.

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BIBB-Datenreport 2026: Schwerpunkt «KI in der Berufsbildung» — von der Berufsorientierung bis zur Erwerbstätigkeit
Bild: BIBB – Bundesinstitut für Berufsbildung
Forschung6. Mai 2026EU

BIBB-Datenreport 2026: Schwerpunkt «KI in der Berufsbildung» — von der Berufsorientierung bis zur Erwerbstätigkeit

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat am 6. Mai 2026 die Vorversion seines Datenreports zum Berufsbildungsbericht 2026 veröffentlicht. Das Schwerpunktkapitel widmet sich erstmals vollständig «Künstlicher Intelligenz in der Berufsbildung»: Es begleitet einen typischen Berufsbildungsweg von der Berufsorientierung über die Ausbildung bis zur KI-Nutzung in der Erwerbstätigkeit und Weiterbildung — und unterscheidet zwischen der langfristigen Durchdringung der Arbeitswelt durch KI-Technologien und der aktuellen, durch generative Systeme geprägten Umbruchphase. Flankierend dokumentiert der Bericht eine Krise am deutschen Ausbildungsmarkt: 476'000 neue Ausbildungsverträge (−2,1 %), aber 39'900 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber — Rekordstand seit 2007.

BIBB – Bundesinstitut für BerufsbildungZum Originalartikel →
TÜV-Weiterbildungsstudie 2026: KI-Nutzung in Unternehmen wächst deutlich schneller als die Qualifizierung
Bild: TÜV Rheinland / TÜV-Verband
Forschung30. Apr. 2026EU

TÜV-Weiterbildungsstudie 2026: KI-Nutzung in Unternehmen wächst deutlich schneller als die Qualifizierung

Die TÜV-Weiterbildungsstudie 2026 (500 befragte Entscheider:innen) zeigt eine wachsende strukturelle Lücke: 56% der Unternehmen setzen generative KI bereits ein, aber nur 27% schulen ihre Mitarbeitenden systematisch. 75% bieten zwar Weiterbildung an, doch nur 29% haben eine schriftliche Strategie dafür. 45% der Beschäftigten lehnen KI-Nutzung am Arbeitsplatz ab. Besonders der Mittelstand hinkt bei der Qualifizierung hinterher — ein Befund mit direkter Relevanz für die Schweizer Berufsbildung und Hochschulen.

TÜV Rheinland / TÜV-VerbandZum Originalartikel →
Studie CMU & Oxford: Schon 15 Minuten KI-Chatbot beeinträchtigen das eigenständige Denken
Bild: t3n / Carnegie Mellon University & University of Oxford
Forschung26. Apr. 2026Welt

Studie CMU & Oxford: Schon 15 Minuten KI-Chatbot beeinträchtigen das eigenständige Denken

Forschende der Carnegie Mellon University und der University of Oxford haben mit 354 Teilnehmenden untersucht, wie sich kurze Chatbot-Nutzung auf eigenständige Denkleistung auswirkt. Bereits 10 bis 15 Minuten der KI-Interaktion gingen mit messbaren Beeinträchtigungen einher: Wer mit Chatbot-Hilfe anfänglich mehr Aufgaben löste, fiel deutlich unter das Niveau der Kontrollgruppe, sobald das Tool unerwartet entfernt wurde. Entscheidend ist der Interaktionsstil — aktives Hinterfragen statt passives Übernehmen stärkt das Selbstvertrauen, während unkritische Nutzung Abhängigkeit fördert.

t3n / Carnegie Mellon University & University of OxfordZum Originalartikel →
Gemälde: Offenes Curriculum-Buch mit sich transformierenden KI-Annotationen — Symbolbild zum OECD Working Paper über Lehrplanentwicklung
Bild: OECD
Forschung23. Apr. 2026Welt

OECD-Working-Paper: «Evolving AI capabilities and the school curriculum» — wenn KI Kompetenzen meistert, müssen Lehrpläne reagieren

Die OECD veröffentlichte am 23. April 2026 das 98-seitige Working Paper «Evolving AI capabilities and the school curriculum», das einen konzeptuellen Rahmen für die Frage liefert, wie sich Lehrpläne im Lichte rasch zunehmender KI-Fähigkeiten verändern müssen. Ausgehend von Curriculum-Theorie und historischen Bildungsdebatten skizziert das Papier, wie Curriculum-Entwicklerinnen und Bildungspolitik systematisch über das Verhältnis von KI-Fähigkeiten und Lehrplanzielen nachdenken können. Eine Fallstudie zum Schreiben dient als Illustration, weitere Szenarien spielen durch, was passiert, wenn KI ganze Sets menschlicher Fähigkeiten meistert. Kernfrage: Welches Wissen ist es noch wert, gelehrt zu werden — und welche Kompetenzen werden im Gegenteil wichtiger?

Gemälde einer jungen Frau, die vertieft in einer Zeitschrift/Publikation liest — Symbolbild zum OECD Digital Education Outlook 2026
Bild: OECD
Forschung21. Apr. 2026Welt

OECD-Report: Generative KI kommt im Unterricht an — aber wirkt nur unter Bedingungen

Die OECD veröffentlicht mit dem «Digital Education Outlook 2026» ein eigenes Dossier zum Einsatz generativer KI in der Bildung. Der Report durchleuchtet drei Szenarien — Lernende als KI-Nutzende, Lehr-/Lernprozesse mit KI-Werkzeugen, und KI als Instrument für Lehrpersonen — und stellt fest: Wirksam wird generative KI nur in didaktisch eingebetteten Settings. Reiner Tool-Zugang reicht nicht. Besonders betont werden Governance, Datenschutz, Lehrerbildung und Equity-Fragen; für Bildungspolitik liefert der Bericht konkrete Handlungsempfehlungen.

Ö3-Jugendstudie 2026: 62% der österreichischen Jugend will KI im Lehrplan — 38% wollen Einschränkungen
Bild: ORF Ö3 / Ö3-Jugendstudie 2026
Forschung16. Apr. 2026EU

Ö3-Jugendstudie 2026: 62% der österreichischen Jugend will KI im Lehrplan — 38% wollen Einschränkungen

Die Ö3-Jugendstudie 2026, am 16. April in der Sendung «Frag das ganze Land» (ORF Ö3) vorgestellt, zeigt ein gespaltenes Bild: 62% der befragten österreichischen Jugendlichen sprechen sich für eine gezielte KI-Vermittlung in Schulen aus — sie sehen KI-Kompetenz als unverzichtbare Berufsvorbereitung. 38% hingegen wollen den KI-Einsatz im Unterricht möglichst einschränken, damit Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten eigenständig entwickeln können. Die Generation Z akzeptiert KI pragmatisch als Realität — die Sorge vor Überabhängigkeit ist dennoch weit verbreitet.

ORF Ö3 / Ö3-Jugendstudie 2026Zum Originalartikel →
Stanford AI Index 2026: Schweiz weltweit Nr. 1 bei KI-Fachkräften — aber nur 6% der Lehrkräfte kennen klare KI-Regeln
Bild: Stanford HAI / Netzwoche
Forschung13. Apr. 2026Welt

Stanford AI Index 2026: Schweiz weltweit Nr. 1 bei KI-Fachkräften — aber nur 6% der Lehrkräfte kennen klare KI-Regeln

Der Stanford AI Index 2026 (13. April 2026) enthüllt für die Schweiz eine bemerkenswerte Spannung: Mit 110,5 KI-Forschenden pro 100'000 Einwohner belegt sie Platz 1 weltweit — knapp vor Singapur (109,5) und weit vor Deutschland (58,1). Gleichzeitig offenbart der Report eine globale Bildungslücke: Über 80% der Studierenden nutzen KI für schulische Aufgaben, doch nur 6% der Lehrkräfte bezeichnen bestehende KI-Policies als klar verständlich, und bloss 48% der Schulen haben überhaupt formelle KI-Regelwerke. Als Kontrast: China und die Vereinigten Arabischen Emirate haben KI-Bildung bereits für das Schuljahr 2025/26 zur nationalen Pflicht erklärt.

Stanford HAI / NetzwocheZum Originalartikel →
Springer-Studie (788 Studierende): Ethische KI-Bedenken bekannt — aber Effizienz siegt
Bild: Education and Information Technologies / Springer
Forschung28. März 2026EU

Springer-Studie (788 Studierende): Ethische KI-Bedenken bekannt — aber Effizienz siegt

Eine peer-reviewed Studie mit 788 Studierenden aus Europa und Australien (Springer, März 2026) zeigt ein Muster der Risikonormalisierung: Datenschutz-, Bias- und Überabhängigkeitsbedenken sind weit verbreitet, halten aber die meisten nicht von der KI-Nutzung ab — akademischer Produktivitätsgewinn überwiegt in der Wahrnehmung. Die Autoren fordern multidimensionale AI-Literacy-Programme, die technische, ethische und kritische Kompetenzen verbinden.

Education and Information Technologies / SpringerZum Originalartikel →
OECD und EU-Kommission veröffentlichen KI-Kompetenzrahmen für Schulen (Entwurf)
Bild: OECD / Europäische Kommission
Bildungspolitik22. Mai 2025EU

OECD und EU-Kommission veröffentlichen KI-Kompetenzrahmen für Schulen (Entwurf)

Am 22. Mai 2025 publizierten OECD und Europäische Kommission den Review-Draft des «AI Literacy Framework for Primary and Secondary Education». Der Rahmen definiert 22 Kompetenzen entlang vier Domänen (Engage, Create, Manage, Design) und soll als Grundlage für die PISA-2029-Erhebung zu Medien- und KI-Kompetenzen dienen. Die finale Fassung folgt 2026 nach öffentlichen Konsultationen.

OECD / Europäische KommissionZum Originalartikel →

Aus der Bibliothek 2

2026

Generative AI technologies and educational outcomes: A comprehensive meta-analysis comparing traditional and AI-driven approaches

Ying Dong

Springer Nature (Humanities and Social Sciences Communications) · Englisch

Die Bibliothek versammelt inzwischen mehrere Evidenzsynthesen zur generativen KI — von der K-12-fokussierten Bestandsaufnahme (Fesler) über anwendungsorientierte Reviews (Crompton/Burke) bis zur qualitativen Meta-Review von Reviews (Zhang et al.). Diese Arbeit ergänzt den Bestand um den bislang fehlenden Typ: eine *quantitative* Meta-Analyse, die den diffusen «zeigt Nutzen»-Befunden konkrete Effektstärken gegenüberstellt. Wer in einer Arbeit oder einem Strategiepapier belegen will, wie gross der gemessene Effekt tatsächlich ist, findet hier belastbare Zahlen statt Behauptungen.

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2026

A Meta-Review of Generative AI in Education: Synthesizing Findings from Systematic Reviews

Lijie Zhang, Xinyan Deng, Rustam Shadiev

SAGE Publications (Journal of Educational Computing Research) · Englisch

Die Bibliothek versammelt bereits mehrere systematische Reviews und Einzelstudien zur generativen KI in der Hochschule (Crompton/Burke). Diese Meta-Review steht eine Etage höher: Sie synthetisiert nicht Primärstudien, sondern die Übersichtsarbeiten selbst und liefert damit die derzeit umfassendste «Karte des Feldes». Für Forschende und bildungspolitische Akteure, die nicht eine weitere Einzelstudie, sondern eine belastbare Standortbestimmung der Evidenzlage suchen, ist das der natürliche Einstiegspunkt.

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